Zahlen, bitte!
„Mind the gap, und willkommen in der ältesten U-Bahn der Welt.“
Wie viele Stationen hat die Londoner U-Bahn?
→ Ein U-Bahn-Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Londoner U-Bahn, von den Einheimischen Tube genannt, hat 272 Stationen auf 11 Linien. Das Netz ist 402 Kilometer lang und damit das zweitgrößte U-Bahn-Netz Europas nach Moskau.
In London steigt man nicht einfach in die U-Bahn, man nimmt die Tube.
Der Spitzname, englisch für Röhre, beschreibt die engen, runden Tunnel tief unter der Stadt.
Doch wie groß ist dieses Netz, das älter ist als jedes andere der Welt, und wie viele Stationen hat es?

Die wichtigsten Zahlen
272
Stationen
auf 11 Linien
402 km
Streckennetz
zweitgrößtes Europas nach Moskau
1863
Eröffnung
älteste U-Bahn der Welt
Von den 272 Stationen werden 262 von der Londoner U-Bahn selbst verwaltet.
272 Stationen auf elf Linien
Die Londoner U-Bahn hat 272 Stationen.
Sie verteilen sich auf elf Linien, die oft mehrfach verzweigt sind.
Von diesen 272 Stationen werden 262 von der Underground selbst verwaltet.
Die übrigen teilt sie sich mit anderen Bahnen, die dieselben Bahnsteige nutzen.
Damit ist das Netz kleiner als das von New York, aber größer als die meisten in Europa.

402 Kilometer unter und über London
Zusammen sind die Strecken 402 Kilometer lang.
Das ist das zweitgrößte U-Bahn-Netz Europas, nur Moskau hat mit 472 Kilometern mehr.
Fast 150 Jahre lang war die Tube sogar die längste U-Bahn der Welt.
Heute liegt sie weltweit etwa an sechster Stelle, überholt vor allem von Netzen in Ostasien.
Außerhalb Ostasiens bleibt sie aber bis heute die längste.
Gut zu wissen
Der Name Metro kommt ausgerechnet aus London.
Die erste Linie hieß Metropolitan Railway, und davon leitet sich das weltweit verbreitete Wort Metro ab.
In London selbst setzte sich dieser Begriff aber nie durch, dort heißt es Underground oder Tube.
Nur 45 Prozent liegen im Tunnel
Der Name U-Bahn führt in London ein wenig in die Irre.
Nur etwa 45 Prozent des Streckennetzes liegen tatsächlich im Tunnel.
Außerhalb der Innenstadt fahren die Züge größtenteils an der Oberfläche.
Komplett unterirdisch verlaufen nur die Victoria Line und die winzige Waterloo & City Line.
Die berühmten runden Röhren gibt es also vor allem im Zentrum der Stadt.
Die älteste U-Bahn der Welt
Am 10. Januar 1863 wurde der erste Abschnitt eröffnet.
Die Metropolitan Railway fuhr damals noch mit Dampflokomotiven durch die Tunnel.
Das war mehr als zwanzig Jahre vor der ersten U-Bahn auf dem europäischen Festland.
Seitdem ist das Netz über mehr als 160 Jahre auf heute 272 Stationen gewachsen.
Keine andere U-Bahn der Welt kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken.
Dampf in den Tunneln
Dass die ersten Züge mit Dampf fuhren, war unter der Erde ein echtes Problem.
Rauch und Qualm sammelten sich in den Tunneln und machten den Fahrgästen zu schaffen.
Man baute deshalb Lüftungsschächte und offene Einschnitte in die Strecke ein.
Erst die Elektrifizierung ab dem Ende des 19. Jahrhunderts löste das Problem endgültig.
Von da an konnten die Tunnel tiefer und enger werden, eben wie Röhren.
Mehr als drei Millionen Fahrgäste am Tag
An einem Werktag nutzen bis zu rund 3,7 Millionen Fahrgäste die Tube.
Im Schnitt sind es über das Jahr mehrere Millionen Fahrten an jedem Tag.
Diese Masse verteilt sich auf die 272 Stationen, von denen einige ständig überfüllt sind.
Besonders die Knoten im Zentrum tragen die Hauptlast des Verkehrs.
Die Zahl der Stationen sagt also wenig darüber, wie unterschiedlich stark sie genutzt werden.
Von der Außenstation bis zum Tiefbahnhof
Nicht jede der 272 Stationen ist ein tiefer Röhrenbahnhof.
Viele Außenstationen sehen aus wie ganz normale Vorortbahnhöfe mit Bahnsteigen im Freien.
Andere liegen tief unter der Stadt und sind nur über lange Rolltreppen zu erreichen.
Diese Mischung macht die Tube zu einem Netz mit sehr unterschiedlichen Gesichtern.
Gezählt werden am Ende aber alle gleich, egal ob oben oder unten.
Warum die Stationszahl sich ändert
Auch in London ist 272 keine Zahl für die Ewigkeit.
Von Zeit zu Zeit werden Stationen geschlossen, umgebaut oder neu eröffnet.
Neue Strecken wie zuletzt im Osten der Stadt bringen zusätzliche Stationen ins Netz.
Umgekehrt verschwinden manchmal alte Stationen, wenn sie sich nicht mehr lohnen.
Die Zahl 272 beschreibt deshalb den heutigen Stand, nicht einen festen Endpunkt.
Tube ist nicht gleich Nahverkehr
Neben der Tube gibt es in London noch andere Bahnen unter demselben Dach.
Die Overground, die Elizabeth Line und die DLR gehören nicht zur eigentlichen Underground.
Wer sie mitzählt, kommt auf viel mehr Stationen als 272.
Für die reine U-Bahn, die Tube, bleibt es aber bei den 272 Stationen auf elf Linien.
Genau hier entstehen oft die unterschiedlichen Zahlen, die man im Netz findet.
Was die 272 Stationen bedeuten
Die 272 Stationen der Tube sind das Ergebnis von über 160 Jahren Stadtgeschichte.
Sie haben London geprägt, weil ganze Vororte erst durch die U-Bahn erreichbar wurden.
Viele Stadtteile verdanken ihren heutigen Namen der Station, die dort eröffnet wurde.
Die Tube ist damit mehr als Verkehr, sie ist Teil der Landkarte Londons.
Wer die Stationen zählt, zählt im Grunde die Punkte, an denen die Stadt gewachsen ist.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
