Zahlen, bitte!
„Auf dem Bahnsteig in Tokio reihen sich die Shinkansen dicht an dicht, bereit für acht große Strecken quer durch das Land.“
Wie viele Shinkansen-Strecken gibt es in Japan?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
In Japan gibt es im Jahr 2025 acht große Shinkansen-Strecken und zusätzlich zwei Mini-Shinkansen. Zusammen bilden sie ein Netz von rund 2.900 Kilometern.
Japan gilt als die Heimat der schnellen Züge.
Doch wie viele Shinkansen-Strecken es dort eigentlich gibt, wissen die wenigsten genau.
Ein Blick auf das Netz zeigt eine überraschend klare Ordnung.

Die wichtigsten Zahlen
8
große Strecken
dazu zwei Mini-Shinkansen
2.897 km
Netzlänge 2025
nur die Hochgeschwindigkeitsstrecken
1964
erste Strecke
Tōkaidō zwischen Tokio und Osaka
Die erste Strecke zwischen Tokio und Osaka war 515,4 Kilometer lang.
Acht große Strecken
Japan ist das Mutterland der Hochgeschwindigkeitszüge und besitzt ein dichtes Netz aus Shinkansen-Strecken.
Im Jahr 2025 gibt es acht große Shinkansen-Strecken im Land.
Sie verbinden die wichtigsten Städte vom Norden bis in den Süden.
Der erste dieser Wege wurde bereits 1964 eröffnet und gilt als Beginn des modernen Hochgeschwindigkeitsverkehrs.

Die acht Hauptstrecken im Überblick
Zu den acht Hauptstrecken gehören die Tōkaidō-, die Tōhoku- und die Sanyō-Shinkansen.
Hinzu kommen die Jōetsu- und die Hokuriku-Shinkansen im Landesinneren.
Im Süden fahren Züge auf der Kyūshū- und der Nishi-Kyūshū-Shinkansen.
Im Norden reicht das Netz über die Hokkaidō-Shinkansen bis auf die zweitgrößte Insel des Landes.
Gemeinsam bilden diese acht Strecken das Rückgrat des japanischen Fernverkehrs.
Gut zu wissen
Die beiden Mini-Shinkansen fahren auf umgebauten Strecken und erreichen dort nicht das volle Shinkansen-Tempo.
Dafür bringen sie den schnellen Verkehr bis in kleinere Städte abseits der Hauptlinien.
Dazu zwei Mini-Shinkansen
Neben den acht großen Strecken gibt es noch zwei sogenannte Mini-Shinkansen.
Sie heißen Yamagata- und Akita-Shinkansen und nutzen teils umgebaute ältere Bahnlinien.
Auf diesen Abschnitten fahren die Züge langsamer als auf den eigentlichen Schnellfahrstrecken.
Dafür erreichen sie Regionen, die sonst nicht an das schnelle Netz angeschlossen wären.
Wie lang das Netz insgesamt ist
Das reine Hochgeschwindigkeitsnetz umfasst im Jahr 2025 rund 2.900 Kilometer.
Rechnet man die umgebauten Strecken der Mini-Shinkansen hinzu, kommen noch einige Hundert Kilometer dazu.
Damit zählt Japans Netz zu den größten der Welt.
Jeden Tag sind darauf Hunderte Züge unterwegs.
Wo alles begann
Die allererste Shinkansen-Strecke war die Tōkaidō-Linie zwischen Tokio und Osaka.
Sie wurde am 1. Oktober 1964 eröffnet, pünktlich zu den Olympischen Spielen in Tokio.
Diese erste Strecke war 515,4 Kilometer lang.
Sie war die erste Bahnlinie der Welt, die eigens für Tempo jenseits von 200 Kilometern pro Stunde gebaut wurde.
Ihr Erfolg löste weltweit eine Welle neuer Hochgeschwindigkeitsprojekte aus.
Die wichtigste Ader Tōkaidō
Die Tōkaidō-Shinkansen ist bis heute die meistbefahrene Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt.
Sie verbindet den Großraum Tokio mit Nagoya und Osaka.
Auf ihr verkehren die Züge in sehr dichtem Takt, oft nur wenige Minuten auseinander.
Ein großer Teil des gesamten Shinkansen-Verkehrs spielt sich auf dieser einen Linie ab.
Nach Norden und über das Meer
Von Tokio aus führt die Tōhoku-Shinkansen weit in den Norden der Hauptinsel.
Auf ihr fahren die schnellsten Shinkansen mit bis zu 320 Kilometern pro Stunde.
An ihrem Ende schließt die Hokkaidō-Shinkansen an.
Diese nutzt den langen Seikan-Tunnel, um unter dem Meer auf die Insel Hokkaidō zu gelangen.
So wächst das Netz Schritt für Schritt über die japanischen Inseln hinweg.
Der Süden des Landes
Im Südwesten setzt die Sanyō-Shinkansen die Tōkaidō-Linie bis nach Fukuoka fort.
Dort beginnt die Kyūshū-Shinkansen, die weiter in den Süden der Insel Kyūshū reicht.
Seit 2022 gibt es zusätzlich die kurze Nishi-Kyūshū-Shinkansen.
Auch dieser Teil des Landes ist damit an das schnelle Netz angebunden.
Wer die Strecken betreibt
Die Strecken gehören nicht einem einzigen Unternehmen, sondern mehreren Bahngesellschaften.
Sie gingen aus der früheren Staatsbahn hervor und tragen Namen wie JR Central, JR East oder JR West.
Jede Gesellschaft ist für ihren Teil des Netzes verantwortlich.
Gemeinsam sorgen sie für einen reibungslosen Betrieb über die Grenzen ihrer Gebiete hinweg.
Wie schnell die Züge fahren
Die modernen Shinkansen erreichen im Regelbetrieb bis zu 320 Kilometer pro Stunde.
Auf älteren oder bergigen Abschnitten liegt das Tempo niedriger.
Trotz der hohen Geschwindigkeiten gilt der Shinkansen als außerordentlich pünktlich.
Verspätungen werden oft in Sekunden statt in Minuten gemessen.
Was die Zahlen zeigen
Acht große Strecken und zwei Mini-Shinkansen ergeben ein fein verästeltes Netz.
Es verbindet fast alle großen Regionen Japans miteinander.
Seit 1964 ist dieses Netz stetig gewachsen.
Die Zahlen erzählen damit auch die Geschichte eines ganzen Landes auf Schienen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
