Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Großbritannien, wo eine einzige Axt tausende Kilometer Gleis verschwinden ließ.“
Wie viele Kilometer schloss die Beeching-Axt in Großbritannien?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die sogenannte Beeching-Axt legte in den 1960er und frühen 1970er Jahren rund 6400 Kilometer Schienenstrecke und etwa 3000 Bahnhöfe still. Das verkleinerte das britische Streckennetz um rund 25 Prozent.
Das britische Eisenbahnnetz ist das älteste der Welt, doch es ist längst nicht mehr so groß wie früher.
In den 1960er Jahren traf es die sogenannte Beeching-Axt, eine Welle massiver Streckenstilllegungen.
Rund 6400 Kilometer Strecke und etwa 3000 Bahnhöfe verschwanden dabei.

Die wichtigsten Zahlen
~6400 km
stillgelegte Strecke
in den 1960er/70er Jahren
25 %
Reduzierung des Netzes
gemessen an der Streckenlänge
~3000
geschlossene Bahnhöfe
etwa die Hälfte aller Stationen
Die Zahlen beziehen sich auf die Stilllegungen rund um den Beeching-Report.
Die Kernzahl
Insgesamt wurden rund 6400 Kilometer Schienenstrecke und etwa 3000 Bahnhöfe geschlossen.
Das bedeutete eine Reduzierung des Streckennetzes um rund 25 Prozent.
Die Zahl der Bahnhöfe halbierte sich sogar.

Wer Beeching war
Die Kürzungen sind nach Richard Beeching benannt.
Er war damals Vorsitzender der staatlichen British Railways.
1963 legte er den Bericht The Reshaping of British Railways vor.
Gut zu wissen
Die Beeching-Axt ist nach Richard Beeching benannt, dem damaligen Vorsitzenden von British Railways.
Sein Bericht von 1963 trug den Titel The Reshaping of British Railways.
Warum die Kürzungen kamen
In den 1950er Jahren wuchsen die Verluste der British Railways.
Ein wichtiger Grund war die wachsende Bedeutung des Straßenverkehrs.
Beeching schlug daraufhin drastische Streckenschließungen vor.
Viele Namen für dieselbe Axt
Im Volksmund bekam die Maßnahme viele Namen.
Man sprach von der Beeching-Axt, vom Beeching-Fallbeil oder von der Beeching-Bombe.
Im Englischen heißt sie Beeching Axe oder Beeching bombshell.
Mehr als 1000 Kilometer pro Jahr
Die Stilllegungen zogen sich über mehrere Jahre hin.
In manchen Jahren stellte British Railways mehr als 1000 Kilometer Strecke ein.
Das Tempo der Schließungen war für viele Orte dramatisch.
Was mit den Bahnhöfen geschah
Nicht nur Strecken, auch Stationen fielen weg.
Rund 3000 Bahnhöfe wurden geschlossen.
Das war etwa die Hälfte aller damals bestehenden Stationen.
Ganze Regionen ohne Bahn
Durch die Schließungen verloren ganze Regionen ihren Schienenverkehr.
Wo die Bahn verschwand, blieb oft nur noch die Straße.
Für viele kleinere Orte war das ein tiefer Einschnitt.
Was nicht umgesetzt wurde
Beechings Bericht enthielt nicht nur Schließungen, sondern auch Pläne zum Ausbau.
Angesichts knapper öffentlicher Mittel wurde dieser Teil jedoch stark vernachlässigt.
Vorangetrieben wurden vor allem die geldsparenden Streckenschließungen.
Das älteste Netz der Welt
Großbritannien ist das Mutterland der Eisenbahn.
Sein Netz gilt als das älteste der Welt.
Umso schwerer wogen die Kürzungen für das Selbstverständnis des Landes.
Wie lang das Netz heute ist
Heute umfasst das Netz auf der Insel Großbritannien rund 15.849 Kilometer in Normalspur.
Davon sind etwa 6130 Kilometer elektrifiziert.
Ohne die Kürzungen wäre das Netz deutlich länger.
Ein Einschnitt bis heute
Die Beeching-Axt gilt bis heute als tiefer Einschnitt in die britische Bahngeschichte.
Über Sinn und Ausmaß der Schließungen wird bis heute gestritten.
Manche der verlorenen Verbindungen fehlen bis heute.
Warum solche Zahlen schwanken
Je nach Zeitraum und Definition werden leicht unterschiedliche Werte genannt.
Manche Quellen zählen nur die Strecken aus dem Report, andere alle Schließungen der Jahre danach.
Die rund 6400 Kilometer sind eine verbreitete Gesamtzahl für die Kürzungen.
Was die Zahlen bedeuten
6400 Kilometer sind eine gewaltige Länge, fast so viel wie ganze Netze mittlerer Länder.
Der Verlust prägt die Landkarte der britischen Bahn bis heute.
Zugleich zeigt die Zahl, wie groß das Netz einst gewesen sein muss.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
