Wie viel kostete der Gotthard-Basistunnel?

Zahlen, bitte!

„Unter den Schweizer Alpen liegt ein Tunnel, der so viel gekostet hat wie ein ganzes Bündel großer Bauprojekte zusammen.“

Wie viel kostete der Gotthard-Basistunnel?

→ Ein Jahrhundertbau in Zahlen.

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Kurz gesagt

Der Gotthard-Basistunnel kostete am Ende rund 12,2 Milliarden Franken. Dafür entstand mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt.

Große Bauwerke verschlingen oft gewaltige Summen.

Der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz gehört zu den teuersten Bahnprojekten Europas.

Seine Endkosten lagen bei rund 12,2 Milliarden Franken.

gotthard basistunnel02 wikipedia hannes ortlieb
Foto: Hannes Ortlieb, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

12,2 Mrd.

Endkosten in Franken (2016)

längster Eisenbahntunnel der Welt

57 km

Länge des Tunnels

zwei getrennte Röhren

2016

Jahr der Eröffnung

nach 17 Jahren Bauzeit

Die Angaben stammen aus der deutschsprachigen Wikipedia zum Gotthard-Basistunnel.

Die Kosten in einem Satz

Der Gotthard-Basistunnel kostete am Ende rund 12,2 Milliarden Franken.

Diese Endkosten wurden 2016 genannt, dem Jahr der Eröffnung.

Dafür entstand der mit 57 Kilometern längste Eisenbahntunnel der Welt.

Er durchquert die zentralen Schweizer Alpen von Nord nach Süd.

Kaum ein Bahnbauwerk in Europa war teurer.

Einbau der Bahntechnik im Gotthard Basistunnel ()
Foto: Alpiq AG, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Wie die Schätzungen stiegen

Zu Beginn ging man von deutlich geringeren Kosten aus.

Im Jahr 2006 lag die Schätzung noch bei rund 8 Milliarden Franken.

2010 rechnete man bereits mit etwa 12 Milliarden Franken.

Am Ende bestätigten sich diese höheren Zahlen.

Bei so langen Bauzeiten steigen die Kosten häufig an.

Gut zu wissen

Ein Basistunnel liegt tief unten am Fuß eines Gebirges statt weiter oben am Hang. Dadurch müssen Züge nicht mühsam bergauf und bergab fahren.

Die Endkosten von 12,2 Milliarden Franken beziehen sich auf den Tunnel selbst. Für die Zufahrtsstrecken kamen weitere Milliarden hinzu.

Noch mehr für die Zufahrten

Zu den Tunnelkosten kamen weitere Ausgaben hinzu.

Rund 2,4 Milliarden Franken waren für den Ausbau der Zufahrtsstrecken vorgesehen.

Ohne gute Anbindung nützt selbst der beste Tunnel wenig.

Erst die Strecken davor und danach machen den Tunnel voll nutzbar.

So wuchs das Gesamtprojekt über den eigentlichen Tunnel hinaus.

57 Kilometer im Berg

Der Tunnel ist 57 Kilometer lang.

Damit ist er der längste Eisenbahntunnel der Welt.

Über ihm türmen sich die Alpen bis auf große Höhe auf.

An der tiefsten Stelle liegen rund 2450 Meter Fels über dem Tunnel.

Das ist die weltweit höchste Gesteinsdecke über einem Bahntunnel.

Zwei getrennte Röhren

Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei getrennten Röhren.

Die beiden Röhren liegen rund 40 Meter nebeneinander.

Regelmäßige Querstollen verbinden sie miteinander.

Diese Verbindungen dienen vor allem der Sicherheit.

Im Notfall können Menschen so in die andere Röhre wechseln.

Siebzehn Jahre Bauzeit

Am Tunnel wurde rund siebzehn Jahre lang gebaut.

Riesige Bohrmaschinen fraßen sich durch das Gestein.

Sie legten viele Kilometer bis zum Durchbruch zurück.

Immer wieder trafen die Bautrupps auf unterschiedliches Gestein.

Erst nach vielen Jahren war der Berg vollständig durchörtert.

Eine Bahn ohne steile Rampen

Der Tunnel wurde als sogenannte Flachbahn gebaut.

Das bedeutet, er verläuft ohne die früheren steilen Rampen über den Berg.

Dadurch können lange Güterzüge zügig hindurchfahren.

Züge mit bis zu 4000 Tonnen Gewicht sind so möglich.

Das macht den Tunnel für den Güterverkehr besonders wertvoll.

Warum die Schweiz so viel investierte

Durch die Alpen rollen riesige Mengen an Gütern.

Vieles davon soll von der Straße auf die Schiene verlagert werden.

Ein schneller Tunnel macht die Bahn für den Transitverkehr attraktiv.

So lassen sich Lärm und Abgase auf den Bergstraßen verringern.

Für dieses Ziel nahm die Schweiz die hohen Kosten in Kauf.

Ein Teil eines großen Plans

Der Gotthard-Basistunnel ist nicht das einzige Bauwerk dieser Art.

Er gehört zu einem größeren Programm neuer Alpentunnel.

Gemeinsam sollen sie eine schnelle Nord-Süd-Achse bilden.

So entstand über Jahre ein ganzes Bündel teurer Projekte.

Der Basistunnel ist ihr bekanntestes Stück.

Was das Geld gebracht hat

Seit 2016 rollen Züge deutlich schneller durch die Alpen.

Reisende sparen auf der Nord-Süd-Achse spürbar Zeit.

Güterzüge können schwerer und in dichterer Folge fahren.

Die hohen Kosten verteilen sich so über Jahrzehnte der Nutzung.

Für die Schweiz gilt der Tunnel als Jahrhundertbauwerk.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Wie viel kostete der Gotthard-Basistunnel?
Am Ende rund 12,2 Milliarden Schweizer Franken.
Wie lang ist der Tunnel?
Er ist 57 Kilometer lang und damit der längste Eisenbahntunnel der Welt.
Wann wurde er eröffnet?
Im Jahr 2016, nach rund siebzehn Jahren Bauzeit.
Warum stiegen die Kosten?
Erste Schätzungen lagen niedriger, bei so langen Bauzeiten steigen die Kosten oft.
Wozu dient der Tunnel vor allem?
Er beschleunigt den Nord-Süd-Verkehr und ermöglicht schwere Güterzüge.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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