Zahlen, bitte!
„Unter der Ostsee entsteht gerade eine Röhre, durch die man künftig Deutschland und Dänemark in wenigen Minuten unterquert.“
Wie lang wird der Fehmarnbelt-Tunnel?
→ Ein Ostsee-Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Fehmarnbelt-Tunnel wird rund 18 Kilometer lang. Damit soll er der längste kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel der Welt werden.
Zwischen Deutschland und Dänemark liegt eine schmale, aber tiefe Meeresstraße.
Bisher setzen Fähren über diesen sogenannten Fehmarnbelt.
Bald soll ein Tunnel unter der Ostsee beide Länder verbinden.

Die wichtigsten Zahlen
18,1 km
Länge des Tunnels
unter der Ostsee
4
Röhren im Tunnel
für Straße und Schiene
2029
geplante Fertigstellung
nach dem Stand von 2023
Die Angaben stammen aus der deutschsprachigen Wikipedia zum Fehmarnbelttunnel.
Die Länge in einem Satz
Der Fehmarnbelt-Tunnel wird rund 18,1 Kilometer lang.
Er verbindet die deutsche Insel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland.
Damit führt er unter der Ostsee von einem Land ins andere.
Er befindet sich derzeit noch im Bau.
Nach der Fertigstellung soll er ein Weltrekord-Bauwerk sein.

Der längste seiner Art
Der Tunnel soll der längste kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel der Welt werden.
In ihm sollen also Autos und Züge zugleich verkehren.
Auch als tiefster Tunnel seiner Art gilt er als beispiellos.
Seine besondere Bauweise macht ihn zu einem Sonderfall.
Nichts Vergleichbares wurde bisher in dieser Größe gebaut.
Gut zu wissen
Der Fehmarnbelt ist die Meeresstraße zwischen der Insel Fehmarn und Dänemark. Über ihr verläuft eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Skandinavien.
Da der Tunnel noch im Bau ist, können sich einzelne Angaben und Termine noch ändern. Die Länge von rund 18 Kilometern gilt jedoch als gesetzt.
Ein Tunnel zum Absenken
Der Fehmarnbelt-Tunnel wird als Absenktunnel gebaut.
Das bedeutet, er wird nicht durch den Boden gebohrt.
Stattdessen fertigt man große Betonelemente an Land.
Diese Elemente werden dann ins Meer geschleppt und abgesenkt.
Am Meeresgrund fügt man sie zu einer langen Röhre zusammen.
Ein Graben im Meeresboden
Für die Elemente wird zuerst ein Graben in den Meeresgrund gebaggert.
Dieser Graben ist etwa 12 Meter tief.
Er wird 80 bis 140 Meter breit angelegt.
Das Wasser über dem Grund ist an dieser Stelle bis zu 30 Meter tief.
In diesen Graben senken die Bauleute die schweren Elemente hinab.
Vier Röhren nebeneinander
Der Tunnel enthält vier Röhren nebeneinander.
Zwei davon sind für den Straßenverkehr bestimmt.
Zwei weitere nehmen die Gleise für die Züge auf.
So sind Autos und Bahn sauber voneinander getrennt.
Getrennte Fahrbahnen sollen die Sicherheit erhöhen.
Von der Fähre zum Tunnel
Bisher überqueren Fähren den Fehmarnbelt.
Die Überfahrt kostet Zeit und ist vom Wetter abhängig.
Der Tunnel soll die Querung deutlich schneller machen.
Autos und Züge könnten dann in wenigen Minuten unten durch.
Das verkürzt den Weg zwischen Deutschland und Skandinavien.
Ein Beschluss aus Dänemark
Das Vorhaben wird vor allem von dänischer Seite vorangetrieben.
Bereits 2011 billigte das dänische Parlament die Pläne.
Eine eigene Gesellschaft plant und baut das Bauwerk.
Auch Deutschland ist über die Anbindung an das Projekt beteiligt.
So arbeiten beide Länder an der festen Querung.
Ein Termin, der sich verschob
Ursprünglich sollte der Tunnel schon früher fertig sein.
Zunächst war das Jahr 2021 als Bauende angedacht.
Später verschob sich der Termin mehrfach nach hinten.
Nach dem Stand von 2023 wird eine Fertigstellung im Jahr 2029 erwartet.
Solche Verschiebungen sind bei sehr großen Bauwerken häufig.
Warum der Aufwand
Die feste Querung soll den Verkehr im Norden Europas verbessern.
Güter und Reisende kämen schneller zwischen den Ländern voran.
Die Bahn könnte einen Teil des Verkehrs von der Straße übernehmen.
Auch die Verbindung nach Skandinavien würde enger.
Für diese Ziele nimmt man den enormen Aufwand in Kauf.
Was der Tunnel bringen soll
Nach der Eröffnung würde eine lange Fährfahrt entfallen.
Der Weg zwischen Deutschland und Dänemark würde deutlich kürzer.
Für Züge entstünde eine schnelle, wetterunabhängige Verbindung.
Der Tunnel wäre zugleich ein technisches Aushängeschild.
Seine 18 Kilometer machen ihn zu einem Rekordbauwerk unter dem Meer.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
