Zahlen, bitte!
„Die Weißeritztalbahn klettert mit bis zu vierunddreißig Komma sieben Promille ins Gebirge.“
Wie steil ist die Weißeritztalbahn?
→ Eine Steigung in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Weißeritztalbahn überwindet Steigungen von bis zu 34,7 Promille. Das sind rund 35 Meter Anstieg auf einen Kilometer Strecke.
Die Weißeritztalbahn führt von Freital-Hainsberg hinauf ins Osterzgebirge.
Auf dem Weg nach Kipsdorf gewinnt sie viel Höhe.
Ihre größte Steigung beträgt 34,7 Promille.

Die wichtigsten Zahlen
34,7 ‰
NEIGUNG
größte Steigung
750 mm
SPURWEITE
sächsisches Maß
1882
ERÖFFNUNG
erster Abschnitt
Die größte Neigung von 34,7 Promille ist in der Infobox des Wikipedia-Artikels belegt.
Die Antwort in einer Zahl
Die Weißeritztalbahn überwindet eine größte Neigung von 34,7 Promille.
Dieser Wert steht so in der Infobox des Wikipedia-Artikels.
Promille beschreibt hier die Steigung der Strecke.
34,7 Promille heißt knapp 35 Meter Anstieg auf 1000 Meter Weg.
Für eine schmale Reibungsbahn ist das beachtlich.
Die Zahl zeigt, wie kräftig die Bahn klettern muss.

Was Promille bei der Bahn bedeutet
Die Steigung einer Bahn wird in Promille gemessen.
Ein Promille ist ein Meter Höhe auf 1000 Meter Länge.
Hauptbahnen bleiben meist deutlich unter 20 Promille.
Schmalspurbahnen im Gebirge gehen oft darüber hinaus.
Je höher der Wert, desto steiler die Strecke.
34,7 Promille gehören schon zu den anspruchsvollen Werten.
Gut zu wissen
Die größte Neigung von 34,7 Promille und die Spurweite von 750 Millimetern sind im Wikipedia-Artikel zur Weißeritztalbahn belegt.
Die Bahn verbindet Freital-Hainsberg über Dippoldiswalde mit dem Kurort Kipsdorf.
Der Weg ins Osterzgebirge
Die Bahn beginnt in Freital-Hainsberg am Rand von Dresden.
Von dort führt sie durch den engen Rabenauer Grund.
Weiter geht es dem Lauf der Roten Weißeritz nach oben.
Dabei steigt die Strecke immer höher ins Gebirge.
Am Ende erreicht sie den Kurort Kipsdorf.
Die größte Steigung tritt auf diesem Anstieg auf.
Eine Reibungsbahn ohne Zahnstange
Die Weißeritztalbahn fährt allein mit der Reibung von Rad und Schiene.
Eine Zahnstange braucht sie nicht.
Bei 34,7 Promille ist das keineswegs selbstverständlich.
Die Lokomotiven müssen die Last mit purer Zugkraft bewegen.
In den Steigungen arbeiten sie hörbar schwer.
Genau das macht den Reiz der Fahrt aus.
Die Rolle der schmalen Spur
Die Weißeritztalbahn fährt auf der sächsischen Spur von 750 Millimetern.
Diese schmale Spur erlaubt sehr enge Kurven.
Enge Kurven helfen, Höhe auf kurzer Strecke zu gewinnen.
So lässt sich das enge Tal gut erschließen.
Spur und Steigung hängen hier eng zusammen.
Beide prägen den Charakter der Bahn.
Steile Fahrt seit 1882
Der erste Abschnitt ging am 1. November 1882 in Betrieb.
Von Anfang an musste die Bahn ins Gebirge klettern.
Die großen Steigungen gehörten also schon immer dazu.
Seitdem rollt sie auf ihrer schmalen Spur bergauf.
Über 140 Jahre hat sie diese Aufgabe gemeistert.
Die Steigung ist über die Zeit gleich geblieben.
Dampf in der Steigung
In den steilsten Abschnitten zeigen die Dampfloks ihre Kraft.
Dichter Qualm und lautes Stampfen begleiten die Fahrt.
Für viele Gäste ist das der Höhepunkt der Reise.
Die Steigung macht die Arbeit der Maschine sichtbar.
So wird Technik unmittelbar erlebbar.
Die Zahl 34,7 Promille bekommt dadurch ein Gesicht.
Nach dem Hochwasser wieder bergauf
Im August 2002 beschädigte ein Hochwasser die Strecke schwer.
Die Flut riss Teile der Trasse im engen Tal weg.
Danach wurde die Bahn abschnittsweise wieder aufgebaut.
Dabei blieb die alte Linienführung mit ihren Steigungen erhalten.
Schritt für Schritt kehrte der Verkehr bis Kipsdorf zurück.
Die Bahn klettert heute wieder wie zuvor ins Gebirge.
Warum die Steigung sich lohnt
Ohne die kräftigen Steigungen käme die Bahn nicht nach Kipsdorf.
Der Kurort liegt deutlich höher als der Ausgangspunkt.
Die Steigung ist also der Preis für die Höhe.
Zugleich sorgt sie für reizvolle Ausblicke unterwegs.
Die Fahrt wird so zu einem kleinen Abenteuer.
Darin liegt ein Teil des Reizes der Strecke.
Vergleich mit anderen Bahnen
Flache Hauptbahnen kennen solche Steigungen kaum.
Die Harzquerbahn erreicht mit 33 Promille ähnliche Werte.
Die Selketalbahn kommt sogar auf über 40 Promille.
Die Weißeritztalbahn liegt mit 34,7 Promille mitten darin.
Für eine Gebirgsbahn ist das ein normaler Wert.
Sie zeigt, was eine schmale Spur leisten kann.
Was die Zahl 34,7 erzählt
Die 34,7 Promille sind die kurze Antwort auf die Frage nach der Steigung.
Sie stehen für den Weg der Bahn ins Osterzgebirge.
Hinter der Zahl steckt eine kühne Streckenführung.
Sie verbindet Technik, Landschaft und Geschichte im Tal.
Wer die Steigung kennt, versteht die Bahn ein Stück besser.
So steckt in der kleinen Zahl der ganze Aufstieg.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
