Zahlen, bitte!
„Bergfahrt auf den Schafberg, wo die Zahnräder eine Steigung von bis zu 255 Promille erklimmen.“
Wie steil ist die Schafbergbahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Schafbergbahn im Salzkammergut überwindet eine maximale Steigung von 255 Promille, das sind 25,5 Prozent. Auf ihrem Weg klettert sie 1190 Höhenmeter hinauf.
Die Schafbergbahn ist eine der bekanntesten Bergbahnen Österreichs.
Sie führt vom Ort St. Wolfgang hinauf auf den Gipfel des Schafbergs.
Ohne einen technischen Trick käme sie diese steile Strecke niemals hinauf.

Die wichtigsten Zahlen
255 ‰
maximale Steigung
das sind 25,5 Prozent
1190 m
Höhenunterschied
auf dem Weg zum Gipfel
1893
eröffnet
meterspurige Zahnradbahn
Der Antrieb erfolgt ausschließlich über Zahnräder nach dem System Abt.
Die wichtigste Zahl
Die Schafbergbahn überwindet eine maximale Steigung von 255 Promille.
Das entspricht 25,5 Prozent.
Auf hundert Metern Länge gewinnt die Bahn dabei mehr als 25 Meter an Höhe.
Für eine Eisenbahn ist das eine gewaltige Steigung.

Was 255 Promille bedeuten
Promille beschreibt die Steigung als Anstieg pro tausend Meter.
255 Promille heißt also: auf tausend Metern waagerechter Strecke geht es 255 Meter nach oben.
Gewöhnliche Eisenbahnen ohne Zahnrad schaffen nur einen kleinen Bruchteil dieser Steigung.
Die Schafbergbahn gehört damit zu den steilsten Bahnen Österreichs.
Gut zu wissen
Weil auch die flacheren Abschnitte eine Zahnstange haben, fährt die Bahn auf ihrer ganzen Länge im Zahnradbetrieb.
Am Gipfel steht mit dem Hotel Schafbergspitze das erste Berghotel Österreichs.
Warum es ohne Zahnrad nicht geht
Bei so viel Steigung würden glatte Räder auf glatten Schienen einfach durchdrehen.
Deshalb liegt in der Mitte des Gleises eine Zahnstange nach dem System Abt.
Ein Zahnrad an der Lok greift in diese Zahnstange und zieht den Zug den Berg hinauf.
Der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Zahnräder, nicht über die glatten Räder.
1190 Meter nach oben
Von der Talstation bis zum Gipfel überwindet die Bahn einen Höhenunterschied von 1190 Metern.
Diese Höhenmeter schafft sie auf einer vergleichsweise kurzen Strecke.
Genau deshalb muss die Steigung so steil sein.
Wer oben ankommt, blickt weit über das Salzkammergut und seine Seen.
Seit 1893 auf den Schafberg
Die Schafbergbahn wurde am 1. August 1893 eröffnet.
Gebaut hatte sie die Salzkammergut-Localbahn-Actiengesellschaft.
Damit fährt die Bahn seit über 130 Jahren auf denselben steilen Gleisen.
Ein Teil der Schienen stammte noch lange aus dem Eröffnungsjahr.
Dampf und Diesel statt Draht
Die Strecke ist bis heute nicht elektrifiziert.
Deshalb fahren hier Dampfloks und Dieselloks statt elektrischer Triebwagen.
Vor allem die Dampfloks locken viele Besucher an, die die alte Technik erleben wollen.
An schönen Tagen fahren mehrere Züge kurz hintereinander auf den Berg.
Schmalspur am Berg
Die Schafbergbahn ist eine Schmalspurbahn mit Meterspur.
Ihre Gleise sind also nur einen Meter breit, schmaler als bei einer normalen Eisenbahn.
Die schmale Spur macht enge Kurven am Berghang leichter möglich.
Zusammen mit dem Zahnrad ergibt das eine typische Gebirgsbahn.
Das erste Berghotel Österreichs
Am Gipfel des Schafbergs steht das Hotel Schafbergspitze.
Es gilt als das erste Berghotel Österreichs.
Die Bahn brachte von Beginn an Gäste bequem bis kurz unter den Gipfel.
So wurde der Schafberg schon früh zu einem beliebten Ausflugsziel.
Wie sich die Steigung einordnet
Die meisten Bahnstrecken im Flachland bleiben weit unter dieser Steigung.
Nur wenige Zahnradbahnen weltweit sind noch steiler als die Schafbergbahn.
In Österreich gehört sie zu den steilsten Bahnen überhaupt.
Ohne die Zahnstange wäre der Berg für eine Bahn unerreichbar.
Wie die Steigung gemessen wird
Ingenieure geben Steigungen oft in Promille an, nicht in Prozent.
Ein Promille ist ein Meter Höhe auf tausend Meter Länge.
255 Promille sind deshalb dasselbe wie 25,5 Prozent.
Beide Angaben beschreiben dieselbe steile Strecke.
Was am Ende bleibt
Mit bis zu 255 Promille Steigung ist die Schafbergbahn eine echte Steilstrecke.
Sie überwindet 1190 Höhenmeter und fährt seit 1893 mit Zahnrad und Dampf auf den Berg.
Ohne die Zahnstange nach System Abt wäre diese Fahrt unmöglich.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
