Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, diese Straßenbahn ist ein Bergsteiger: Die Pöstlingbergbahn klettert mit bis zu 116 Promille auf den Linzer Hausberg.“
Wie steil ist die Pöstlingbergbahn in Linz?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Pöstlingbergbahn verbindet Linz mit dem Pöstlingberg. Mit einer maximalen Steigung von 116 Promille gilt sie als steilste Adhäsionsbahn der Welt – als steilste Bahn also, die allein über die Reibung ihrer Räder fährt. Die Bergstrecke ist 2880 Meter lang.
Die meisten steilen Bergbahnen brauchen ein Zahnrad, um nicht zurückzurutschen.
Die Pöstlingbergbahn in Linz kommt ohne aus.
Allein über die Reibung ihrer Räder klettert sie erstaunlich steil hinauf.

Die Pöstlingbergbahn in Zahlen
116 ‰
maximale Steigung
am Hohen Damm, rund 11,6 Prozent
ohne Zahnrad
reine Adhäsionsbahn
gilt als steilste der Welt
2880 m
Länge der Bergstrecke
von Urfahr auf den Pöstlingberg
1898
Eröffnung
als meterspurige Kleinbahn
900 mm
heutige Spurweite
umgespurt 2008 und 2009
Quelle: Wikipedia „Pöstlingbergbahn“. Werte gerundet, Stand 2026.
Die kurze Antwort
Die Pöstlingbergbahn erreicht am Hohen Damm bis zu 116 Promille Steigung.
Das sind rund 11,6 Prozent.
Ursprünglich wurde der Wert mit 105 Promille angegeben, neuere Vermessungen ergaben 116 Promille.
Damit gilt die Bahn als steilste Adhäsionsbahn der Welt.
Sie schafft diese Steigung ganz ohne Zahnrad.

Adhäsion statt Zahnrad
Adhäsion bedeutet Haftung zwischen Rad und Schiene.
Die Bahn zieht sich allein über die Reibung ihrer Räder den Berg hinauf.
Die meisten so steilen Bergbahnen brauchen dafür ein Zahnrad.
Die Pöstlingbergbahn verzichtet darauf.
Genau das macht ihre Steigung so bemerkenswert.
Gut zu wissen
Adhäsionsbahnen fahren allein über die Reibung der Räder; Zahnradbahnen nutzen zusätzlich eine Zahnstange und schaffen dadurch viel steilere Strecken.
Oben auf dem Pöstlingberg stehen eine Wallfahrtskirche und eine beliebte Grottenbahn.
Was 116 Promille heißen
Promille gibt die Steigung je 1000 Meter Strecke an.
116 Promille bedeuten 116 Meter Anstieg auf einen Kilometer.
In Prozent sind das rund 11,6 Prozent.
Für eine Adhäsionsbahn ist das außergewöhnlich viel.
Normale Hauptbahnen bleiben meist deutlich darunter.
Die Strecke auf den Pöstlingberg
Die Bergstrecke beginnt im Stadtteil Urfahr nördlich der Donau.
Von dort klettert die Bahn auf den Pöstlingberg.
Die eigentliche Bergstrecke ist 2880 Meter lang.
Die Bahn fährt auf Schmalspur.
Oben liegt die bekannte Wallfahrtskirche mit weitem Blick über Linz.
Von der Kleinbahn zur Linie 50
Eröffnet wurde die Bahn im Jahr 1898.
Zunächst war sie eine meterspurige Kleinbahn.
In den Jahren 2008 und 2009 wurde sie auf 900 Millimeter umgespurt.
Dabei band man sie an das Netz der Straßenbahn Linz an.
Seither bedient die 4140 Meter lange Linie 50 den Berg.
Warum die Umspurung
Vor dem Umbau mussten Fahrgäste am Berfuß umsteigen.
Mit der neuen Spurweite passt die Bergbahn zum übrigen Straßenbahnnetz.
So können Züge vom Hauptplatz direkt bis auf den Berg fahren.
Das Umsteigen entfällt.
Die historische Bergstrecke selbst blieb erhalten.
Eine beliebte Traditionsbahn
Die Pöstlingbergbahn gehört seit über einem Jahrhundert zu Linz.
Für viele ist sie Teil der Kindheitserinnerung.
Touristen und Einheimische fahren gern mit ihr hinauf.
Sie verbindet Alltagsverkehr und Ausflug.
So ist sie zugleich Nahverkehr und Sehenswürdigkeit.
Warum das ohne Zahnrad geht
Rund 11,6 Prozent liegen an der Grenze dessen, was Adhäsion schafft.
Darüber beginnen die Räder leicht durchzudrehen.
Leichte Fahrzeuge und sorgfältige Bremsen helfen, die Steigung zu meistern.
Deshalb sind solche Rekorde selten.
Die Pöstlingbergbahn ist dafür das bekannteste Beispiel.
Zum Vergleich
Zahnradbahnen fahren viel steiler, etwa die Pilatusbahn mit 48 Prozent.
Dort greifen jedoch Zähne in eine Zahnstange.
Unter den reinen Adhäsionsbahnen führt die Pöstlingbergbahn.
Normale Straßenbahnen bewältigen oft nur wenige Prozent.
Die Linzer Bahn ist hier eine große Ausnahme.
Was die Zahl im Alltag heißt
Für die Fahrgäste ist die Steigung im Wagen gut zu spüren.
Die Bahn arbeitet sich hörbar den Hang hinauf.
Oben wird man mit einer weiten Aussicht belohnt.
Die 116 Promille sind das Markenzeichen der Strecke.
Sie machen aus einer Straßenbahn einen kleinen Bergsteiger.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
