Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, unter Ihnen geht es 85 Meter tief hinab: Der Zug rollt gleich über den Solisviadukt der Rhätischen Bahn.“
Wie hoch ist der Solisviadukt?
→ Eine Brücke in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Der Solisviadukt führt die Albulabahn der Rhätischen Bahn über die Schlucht der Albula. Die Steinbogenbrücke ist 85 Meter hoch und 164 Meter lang. Ihr großer Mittelbogen überspannt 42 Meter.
Im Bündnerland überquert die Bahn tiefe Schluchten auf steinernen Brücken.
Eine der eindrucksvollsten ist der Solisviadukt.
Weit unter den Gleisen rauscht die Albula durch die Felsen.

Der Solisviadukt in Zahlen
85 m
Höhe über der Albula
so hoch wie ein großes Hochhaus
164 m
Länge der Brücke
über die ganze Schlucht
42 m
Spannweite Hauptbogen
der große Mittelbogen
10
Nebenbögen
je 8 bis 10 Meter weit
Quelle: Wikipedia „Soliser Viadukt“. Werte gerundet, Stand 2026.
Die kurze Antwort
Der Solisviadukt ist 85 Meter hoch.
So weit geht es von den Gleisen bis hinab zur Albula.
Die Brücke ist 164 Meter lang.
Sie liegt bei Solis im Schweizer Kanton Graubünden.
Über sie fährt die Albulabahn der Rhätischen Bahn.

Eine Höhe von 85 Metern
85 Meter sind etwa so viel wie ein großes Hochhaus.
Wer über die Brücke fährt, blickt tief in die Schlucht.
Der Solisviadukt gehört damit zu den höheren Brücken der Rhätischen Bahn.
Die Albula fließt weit unten durch den Fels.
Die Höhe macht die Überfahrt zu einem Erlebnis.
Gut zu wissen
Die Albulabahn gehört gemeinsam mit der Berninastrecke zum UNESCO-Welterbe und ist für ihre vielen Tunnel, Kehren und Brücken bekannt.
In manchen Quellen wird die Brücke Soliser Viadukt geschrieben; gemeint ist dasselbe Bauwerk.
Der große Bogen
Das Herzstück der Brücke ist ein großer Mittelbogen.
Er überspannt eine Weite von 42 Metern.
Links und rechts schließen zehn kleinere Nebenbögen an.
Diese sind je 8 bis 10 Meter weit.
Zusammen tragen sie die Gleise über die Schlucht.
Stein statt Stahl
Der Solisviadukt ist eine Steinbogenbrücke.
Er wurde aus Natursteinen gemauert, nicht aus Stahl gebaut.
Diese Bauweise prägt viele Brücken der Albulabahn.
Sie fügt sich gut in die felsige Landschaft ein.
Bis heute trägt die Brücke den Bahnverkehr.
Eine Pionierleistung der Statik
Der Solisviadukt gilt als erste Steinbogenbrücke der Schweiz, die nach der Elastizitätstheorie berechnet wurde.
Verantwortlich dafür war der Ingenieur Hans Studer.
Die neue Rechenmethode erlaubte eine sparsame und sichere Bauweise.
Für den Brückenbau war das ein wichtiger Schritt.
Die Brücke ist also nicht nur hoch, sondern auch technikgeschichtlich bedeutend.
Teil der Albulabahn
Die Brücke liegt an der Strecke von Thusis nach Filisur.
Diese ist Teil der berühmten Albulabahn.
Die Albulabahn ist für ihre Tunnel und Kehren bekannt.
Gemeinsam mit der Berninastrecke gehört sie zum UNESCO-Welterbe.
Der Solisviadukt ist eines ihrer Wahrzeichen.
Über die Albula
Ihren Namen hat die Brücke vom Fluss Albula.
Dieser hat sich tief in den Fels gegraben.
Der Viadukt überspannt die enge Schlucht in einem Zug.
Unten ist das Wasser nur als schmales Band zu sehen.
Von oben wirkt die Tiefe besonders eindrucksvoll.
Die Lage bei Solis
Benannt ist die Brücke nach dem Dörfchen Solis.
Es liegt östlich der Brücke in Graubünden.
Die Gegend ist dünn besiedelt und von Bergen geprägt.
Die Bahn erschließt hier abgelegene Täler.
Der Viadukt ist dafür ein wichtiges Bindeglied.
Zum Vergleich
Bekannter als der Solisviadukt ist der nahe Landwasserviadukt.
Dieser ist für seine geschwungene Form berühmt.
Der Solisviadukt ist dafür höher.
Beide gehören zur selben Bahngesellschaft.
Zusammen zeigen sie die Kunst des alpinen Brückenbaus.
Was die Zahl im Alltag heißt
Für die Fahrgäste bedeuten die 85 Meter vor allem Aussicht.
Für wenige Sekunden schwebt der Zug über der Schlucht.
Fotografen lieben die Brücke von außen.
Für die Bahn ist sie seit über hundert Jahren unverzichtbar.
Die Höhe ist ihr auffälligstes Merkmal.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
