Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins die Merkurbergbahn auf den Merkur, bitte einsteigen, es wird steil.“
Wie steil ist die Merkurbergbahn in Baden-Baden?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Merkurbergbahn in Baden-Baden steigt mit bis zu 580 Promille an, das sind rund 58 Prozent. Damit zählt sie zu den steilsten Standseilbahnen Deutschlands.
Der Merkur ist der Hausberg von Baden-Baden und ein beliebtes Ausflugsziel.
Hinauf bringt die Gäste eine erstaunlich steile Standseilbahn.
Doch wie steil ist diese Merkurbergbahn wirklich?

Die wichtigsten Zahlen
58 %
größte Steigung
bis zu 580 Promille
1192 m
Streckenlänge
370 Höhenmeter
1913
Eröffnung
seit 1979 fahrerlos
Die Bahn steigt mit bis zu 580 Promille an und überwindet auf 1192 Metern rund 370 Höhenmeter.
Bis zu 58 Prozent Steigung
Die Merkurbergbahn gehört zu den steilsten Standseilbahnen Deutschlands.
Ihre Steigung reicht von 230 bis zu 580 Promille.
Das bedeutet im steilsten Stück rund 58 Prozent.
Auf hundert Metern gewinnt die Bahn dort fast 58 Meter an Höhe.
Eine normale Straße wäre bei diesem Gefälle kaum befahrbar.

1192 Meter auf den Merkur
Die Strecke der Merkurbergbahn ist 1192 Meter lang.
Auf dieser Länge überwindet sie 370 Höhenmeter.
Sie führt mitten durch den Wald den Berg hinauf.
Dabei liegt sie auf einer Spur von einem Meter Breite.
Für eine Standseilbahn ist das eine recht lange Strecke.
Gut zu wissen
Die Merkurbergbahn wurde 1913 eröffnet, 1967 stillgelegt und 1979 erneuert wieder in Betrieb genommen, seither fährt sie fernüberwacht und ohne Fahrer.
Ihre Bergstation liegt nur elf Meter unter dem eigentlichen Gipfel des Merkur.
Von 287 auf 657 Meter
Die Talstation liegt auf 287 Metern über dem Meer.
Die Bergstation erreicht eine Höhe von 657 Metern.
Sie liegt damit nur elf Meter unter dem eigentlichen Gipfel.
Den Rest legen die Besucher zu Fuß zurück.
Oben wartet dann eine weite Aussicht über die Region.
In fünf Minuten nach oben
Für die ganze Fahrt braucht die Bahn nur rund fünf Minuten.
In dieser kurzen Zeit lässt sie die Stadt weit unter sich.
Der Wald zieht dabei rasch am Fenster vorbei.
Oben angekommen, wirkt der Trubel von Baden-Baden weit entfernt.
So wird der Aufstieg zum kurzen, aber eindrucksvollen Erlebnis.
Eröffnet im Jahr 1913
Die Merkurbergbahn ging im August 1913 erstmals in Betrieb.
Schon damals brachte sie Ausflügler bequem auf den Berg.
Der Merkur war seit jeher ein beliebtes Ziel der Kurgäste.
Die Bahn ersparte ihnen den langen Aufstieg zu Fuß.
Rasch wurde sie zu einem festen Teil des Ausflugslebens.
Das Aus im Jahr 1967
Über fünfzig Jahre fuhr die Bahn zunächst ohne Unterbrechung.
Im November 1967 wurde der Betrieb jedoch eingestellt.
Die alte Technik war in die Jahre gekommen.
Für einige Zeit stand die Strecke still.
Viele Baden-Badener vermissten ihre Bergbahn.
Die Wiedergeburt 1979
Im April 1979 nahm die Merkurbergbahn ihren Betrieb wieder auf.
Dafür wurde die Anlage von Grund auf erneuert.
Seither fährt die Bahn deutlich schneller als früher.
Auch die Technik entsprach nun dem neuesten Stand.
So kehrte der Berg zu seiner alten Beliebtheit zurück.
Fahrerlos den Berg hinauf
Seit der Wiedereröffnung fährt die Bahn ganz ohne Fahrer.
Sie wird aus der Ferne überwacht und gesteuert.
Technik und Sensoren sorgen für einen sicheren Ablauf.
Die Fahrgäste steigen einfach ein und werden hinaufgezogen.
Das macht den Betrieb besonders flexibel und häufig.
Der Merkur als Hausberg
Der Merkur ist der bekannteste Hausberg von Baden-Baden.
Von seinem Gipfel reicht der Blick weit über die Rheinebene.
Wanderwege und ein Aussichtsturm locken viele Gäste.
Die Bergbahn ist dabei der bequemste Weg nach oben.
So gehören Berg und Bahn untrennbar zusammen.
Wie eine Standseilbahn arbeitet
Eine Standseilbahn zieht ihre Wagen an einem kräftigen Seil.
Meist sind zwei Wagen miteinander verbunden.
Während der eine hinauffährt, rollt der andere hinab.
So gleichen sich die Gewichte zu einem großen Teil aus.
Das spart Kraft und macht gerade steile Strecken möglich.
Eine Bahn für steile Hänge
Für so steile Hänge ist die Standseilbahn die ideale Lösung.
Ein gewöhnlicher Zug könnte diese Steigung nicht bewältigen.
Das Seil hält die Wagen sicher am Hang.
Selbst bei Nässe rutscht nichts den Berg hinab.
Gerade deshalb setzt man am Merkur auf diese Technik.
Was 58 Prozent bedeuten
Eine Steigung von 58 Prozent ist enorm steil.
Keine normale Straße in Deutschland erreicht solche Werte.
Die Bahn klettert hier fast wie an einer schrägen Wand hinauf.
Dass das sicher und bequem gelingt, ist das eigentliche Kunststück.
Gerade diese Zahl macht die Merkurbergbahn so besonders.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
