Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins die Drachenfelsbahn zum Gipfel, bitte einsteigen, es geht steil bergauf.“
Wie steil ist die Drachenfelsbahn im Siebengebirge?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Drachenfelsbahn im Siebengebirge steigt mit bis zu 20 Prozent an. Sie ist die älteste betriebene Zahnradbahn Deutschlands und fährt seit 1883.
Der Drachenfels am Rhein ist einer der meistbesuchten Berge Deutschlands.
Hinauf bringt die Gäste seit über 140 Jahren eine Zahnradbahn.
Doch wie steil ist diese Drachenfelsbahn eigentlich?

Die wichtigsten Zahlen
20 %
größte Steigung
200 Promille
1520 m
Streckenlänge
220 Höhenmeter
1883
Eröffnung
älteste Zahnradbahn Deutschlands
Die Bahn steigt mit bis zu 20 Prozent an und überwindet auf 1520 Metern rund 220 Höhenmeter.
Zwanzig Prozent Steigung
Die größte Steigung der Drachenfelsbahn beträgt 20 Prozent.
Das sind 200 Promille und damit ein sehr steiler Hang.
Auf hundert Metern gewinnt die Bahn dort 20 Meter an Höhe.
Ohne Zahnstange könnte ein Zug diese Rampe nicht bewältigen.
Für eine Bergbahn ist das ein ordentlicher Wert.

1520 Meter auf den Drachenfels
Die Strecke der Drachenfelsbahn ist 1520 Meter lang.
Auf dieser Länge überwindet sie 220 Höhenmeter.
Sie führt vom Rheintal hinauf ins Siebengebirge.
Die Bahn ist schmalspurig mit einem Meter Spurweite.
So klettert sie stetig dem Gipfel entgegen.
Gut zu wissen
Die Drachenfelsbahn ist die älteste betriebene Zahnradbahn Deutschlands und eine von nur noch vier im ganzen Land.
Bis 2008 beförderte sie mehr als 35 Millionen Fahrgäste und zählt damit zu den meistgenutzten Zahnradbahnen Europas.
Die älteste Zahnradbahn Deutschlands
Die Drachenfelsbahn fährt bereits seit dem Jahr 1883.
Damit ist sie die älteste betriebene Zahnradbahn Deutschlands.
Schon im 19. Jahrhundert brachte sie Ausflügler auf den Berg.
Seither hat sie Millionen Menschen nach oben befördert.
Ihre lange Geschichte ist in Deutschland einmalig.
Zahnstange nach Riggenbach
Für die steile Strecke liegt eine Zahnstange im Gleis.
Sie arbeitet nach dem bewährten System von Niklaus Riggenbach.
In die Zahnstange greift ein Zahnrad der Lokomotive ein.
So zieht sich der Zug sicher die Rampe hinauf.
Auch bergab sorgt die Zahnstange für sicheres Bremsen.
Von Königswinter zum Gipfel
Die Talstation liegt in der Altstadt von Königswinter am Rhein.
Von dort führt die Bahn hinauf in das Siebengebirge.
Sie endet knapp unterhalb des Drachenfels-Gipfels.
Den letzten kurzen Weg gehen die Besucher zu Fuß.
Oben warten Burgruine und ein weiter Blick über den Rhein.
Zuerst mit Dampf
In ihren ersten Jahrzehnten fuhr die Bahn mit Dampf.
Kleine Dampflokomotiven schoben die Wagen den Berg hinauf.
Rauch und Dampf gehörten damals zu jeder Fahrt.
Für die Fahrgäste war das ein großes Abenteuer.
So begann die Geschichte der Drachenfelsbahn.
Seit 1953 elektrisch
Im Juni 1953 wurde eine Oberleitung in Betrieb genommen.
Von da an fuhr die Bahn nach und nach mit Strom.
Zunächst war nur ein einziger elektrischer Triebwagen unterwegs.
Mit der Zeit kamen weitere Fahrzeuge hinzu.
Der elektrische Betrieb machte die Fahrt sauberer und leiser.
Millionen von Fahrgästen
Die Drachenfelsbahn gehört zu den meistgenutzten Zahnradbahnen Europas.
Bis zum Jahr 2008 beförderte sie mehr als 35 Millionen Fahrgäste.
An schönen Tagen reihen sich die Wagen dicht hintereinander.
Besonders an Wochenenden herrscht reger Andrang.
Der Drachenfels zählt damit zu den beliebtesten Bergen des Landes.
Eine von nur vier
In Deutschland gibt es nur noch vier betriebene Zahnradbahnen.
Neben der Drachenfelsbahn sind das die Bayerische Zugspitzbahn und die Wendelsteinbahn.
Dazu kommt die Zahnradbahn in Stuttgart.
Jede dieser Bahnen hat ihren eigenen Charakter.
Die Drachenfelsbahn ist dabei die älteste von allen.
Stahlschwellen im Gleis
Das Gleis der Drachenfelsbahn ruht komplett auf Stahlschwellen.
Diese sind robuster als die früher üblichen Holzschwellen.
Sie halten den Belastungen am steilen Hang gut stand.
Auch Feuchtigkeit und Wetter machen ihnen wenig aus.
So bleibt die Strecke dauerhaft sicher befahrbar.
Wer die Bahn betreibt
Betrieben wird die Strecke von den Bergbahnen im Siebengebirge.
Dieses Unternehmen firmiert seit 2022 als GmbH.
Es ist zugleich Betreiber der Züge und Eigentümer der Gleise.
Die Bahn fährt nach einer eigenen Bau- und Betriebsordnung.
So bleibt der Betrieb auch nach über 140 Jahren in geordneten Bahnen.
Was 20 Prozent bedeuten
Eine Steigung von 20 Prozent ist für Straßen schon sehr viel.
Für eine Bahn ohne Hilfsmittel wäre sie unüberwindbar.
Erst die Zahnstange macht diesen Anstieg möglich.
So klettert die Bahn mühelos dorthin, wo Autos längst aufgeben.
Gerade diese Zahl macht die Fahrt auf den Drachenfels so reizvoll.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Ein Berg voller Geschichte
Der Drachenfels ist einer der meistbesuchten Berge am Rhein.
Schon in der Zeit der Rheinromantik zog er Dichter und Reisende an.
Auf seinem Gipfel erhebt sich bis heute eine alte Burgruine.
Von dort reicht der Blick weit über das Rheintal und das Siebengebirge.
Die Zahnradbahn macht diesen Ausblick für alle bequem erreichbar.
