Zahlen, bitte!
„Bitte festhalten: Gleich beginnt der steile Zahnstangenabschnitt mit bis zu 250 Promille Steigung.“
Wie steil ist die Bayerische Zugspitzbahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Im steilsten Abschnitt steigt die Bayerische Zugspitzbahn mit 250 Promille. Das bedeutet 250 Meter Höhengewinn auf 1000 Meter Strecke.
Die Bayerische Zugspitzbahn gilt als eine der anspruchsvollsten Bergstrecken Deutschlands.
Sie führt bis hinauf ins Hochgebirge und überwindet dabei große Höhenunterschiede.
Doch wie steil ist die Rampe, die ihre Züge erklimmen?

Die wichtigsten Zahlen
250 ‰
größte Neigung
nach Wikipedia
1000 mm
Spurweite
Meterspur
2588 m
Bergstation
Zugspitzplatt
Mit 250 Promille zählt die Zugspitzbahn zu den steilsten Bahnen des Landes.
Die kurze Antwort
Im steilsten Abschnitt steigt die Zugspitzbahn mit bis zu 250 Promille.
Dieser Wert stammt aus der Streckenbeschreibung nach Wikipedia.
Promille ist das übliche Maß für die Neigung einer Bahn.
250 Promille bedeutet 250 Meter Anstieg auf 1000 Meter Länge.
Das ist für eine Eisenbahn außergewöhnlich steil.

Was Promille bei Bahnen bedeutet
Die Steigung einer Strecke gibt man in Promille an.
Ein Promille heißt ein Meter Höhenunterschied je Kilometer.
Normale Hauptbahnen bleiben meist deutlich unter 40 Promille.
Schon das gilt als anspruchsvoll für gewöhnliche Züge.
Die Zugspitzbahn liegt um ein Vielfaches darüber.
Gut zu wissen
Mit bis zu 250 Promille gehört die Zugspitzbahn zu den steilsten Bahnen Deutschlands.
Ohne die Zahnstange zwischen den Schienen wäre ein so steiler Anstieg für eine Eisenbahn nicht möglich.
Warum normale Räder hier versagen
Ein Zug fährt sonst allein über die Reibung zwischen Rad und Schiene.
Bei großer Steigung reicht diese Reibung nicht mehr aus.
Die Räder würden durchdrehen und der Zug zurückrutschen.
Darum braucht es für solche Rampen eine zusätzliche Hilfe.
Diese Hilfe ist bei der Zugspitzbahn die Zahnstange.
Die Zahnstange macht es möglich
Zwischen den Schienen liegt eine gezahnte Schiene, die Zahnstange.
In sie greift ein Zahnrad am Fahrzeug.
So zieht sich der Zug Zahn für Zahn den Berg hinauf.
Beim Abstieg bremst dasselbe Zahnrad die Fahrt.
Nur so sind 250 Promille überhaupt zu bewältigen.
Der steile Weg in den Berg
Der untere Teil der Strecke verläuft noch vergleichsweise sanft durchs Tal.
Erst im Gebirge beginnt die eigentliche Kletterpartie.
Ein langer Tunnel führt die Bahn durch den Fels nach oben.
Dort steigt die Trasse besonders steil an.
Am Ende erreicht sie das hochgelegene Zugspitzplatt.
Eine von vier Zahnradbahnen
In Deutschland gibt es heute nur noch vier Zahnradbahnen im Betrieb.
Dazu zählen die Wendelsteinbahn, die Drachenfelsbahn und die Zahnradbahn Stuttgart.
Die Zugspitzbahn ist die höchste und eine der steilsten von ihnen.
Alle vier meistern Steigungen jenseits der Grenzen gewöhnlicher Züge.
Die Zahnstange ist ihr gemeinsames Geheimnis.
Steilheit im Vergleich
Die berühmte Schiefe Ebene in Franken steigt mit bis zu 25 Promille.
Schon das galt im 19. Jahrhundert als gewagt.
Die Zugspitzbahn erreicht das Zehnfache dieses Werts.
Das zeigt, in welcher Liga die Bergbahn spielt.
Zwischen beiden Welten liegt die Zahnstange.
Was die Fahrgäste spüren
Auf der steilen Rampe merkt man die Neigung deutlich.
Der Blick aus dem Fenster fällt steil ins Tal.
Im Wagen hält sich mancher Fahrgast lieber fest.
Dennoch verläuft die Fahrt ruhig und sicher.
Die Technik hält die Last zuverlässig im Griff.
Sicherheit am steilen Hang
Zahnradbahnen sind auf besonders starke Bremsen angewiesen.
Mehrere unabhängige Bremssysteme sichern die Talfahrt.
So bleibt der Zug auch bei voller Steigung beherrschbar.
Regelmäßige Prüfungen halten die Anlage in Form.
Steile Strecken verlangen eben besondere Sorgfalt.
Ein technisches Wahrzeichen
Die Zugspitzbahn wurde als Zeugnis großer Ingenieurkunst gewürdigt.
Im Jahr 2007 war sie als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst nominiert.
Die steile Trasse ist dafür ein wichtiger Grund.
Sie verbindet kühne Linienführung mit sicherer Technik.
Die 250 Promille sind ihr eindrucksvollstes Merkmal.
Warum die Zahl zählt
Die Steigung entscheidet, wie eine Bergbahn gebaut werden muss.
250 Promille verlangen Zahnstange, starke Bremsen und besondere Fahrzeuge.
Jede dieser Lösungen folgt aus dieser einen Zahl.
Wer die Steigung kennt, versteht die ganze Bahn besser.
Darum lohnt der Blick auf das steile Herzstück der Strecke.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
