Zahlen, bitte!
„Tempo 300 durch den Westerwald: in gut einer Stunde von Köln nach Frankfurt, dem Verkehr auf der Autobahn davon.“
Wie schnell ist die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main ist für bis zu 300 Kilometer pro Stunde ausgelegt. 300 km/h erreichen die Züge zwischen Siegburg und dem Frankfurter Flughafen, das ist die höchste planmäßige Geschwindigkeit im deutschen Bahnnetz.
Zwischen dem Rheinland und dem Rhein-Main-Gebiet verkehren einige der schnellsten Züge Deutschlands.
Sie fahren nicht am Rhein entlang, sondern quer durch den Westerwald.
Auf der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main erreichen sie bis zu 300 Kilometer pro Stunde.

Die wichtigsten Zahlen
300 km/h
Höchstgeschwindigkeit
zwischen Siegburg und Flughafen Frankfurt
180 km
Länge der Strecke
Köln bis Frankfurt am Main
49 min
Köln Hbf–Flughafen Frankfurt
schnellste Fahrzeit, Stand 2025
Gebaut wurde die Strecke zwischen 1995 und 2002, die Gesamtkosten gibt die Deutsche Bahn mit rund sechs Milliarden Euro an.
Tempo 300 im Regelbetrieb
Die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main ist für bis zu 300 Kilometer pro Stunde ausgelegt.
Dieses Tempo erreichen die Züge zwischen Siegburg und dem Frankfurter Flughafen.
Es ist die höchste planmäßige Geschwindigkeit im deutschen Bahnnetz.
Auf kaum einer anderen Strecke in Deutschland rollt es so schnell.

Hundertachtzig Kilometer quer durchs Land
Die Strecke ist rund 180 Kilometer lang.
Sie führt von Köln bis nach Frankfurt am Main.
Dabei nimmt sie nicht den Weg am Rhein, sondern den direkten Kurs durch die Höhen.
So verbindet sie zwei große Ballungsräume auf kurzem Weg.
Gut zu wissen
Weil auf der Strecke keine schweren Güterzüge fahren, konnte sie mit steileren Rampen gebaut werden als ältere Schnellfahrstrecken.
Der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd entstanden erst mit der neuen Strecke und banden zuvor abseits gelegene Orte an das schnelle Netz an.
Die Stationen auf dem Weg
Von Köln aus führt die Strecke über Siegburg in den Westerwald.
Unterwegs liegen die Bahnhöfe Montabaur und Limburg Süd.
Danach erreicht sie den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen.
Von dort geht es weiter in die Innenstadt von Frankfurt.
Nur für schnelle Personenzüge
Die Strecke war die erste deutsche Neubaustrecke nur für den Personenverkehr.
Schwere, von Loks gezogene Güterzüge sind hier nicht vorgesehen.
So konnte die Trasse ganz auf hohes Tempo ausgelegt werden.
Das unterscheidet sie von älteren Schnellfahrstrecken im Land.
Steile Rampen statt sanfter Bögen
Weil keine schweren Güterzüge fahren, durfte die Strecke steiler verlaufen.
Die Längsneigungen erreichen bis zu 40 Promille.
So konnte die Bahn den hügeligen Westerwald direkter durchqueren.
Diese steilen Rampen sind nur für leichte, starke Triebzüge geeignet.
Gebaut zwischen 1995 und 2002
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1995.
Im Jahr 2002 ging die Strecke in Betrieb.
In sieben Jahren entstand so eine völlig neue Hochgeschwindigkeitsachse.
Seither prägt sie den schnellen Fernverkehr im Westen Deutschlands.
Rund sechs Milliarden Euro
Die Gesamtkosten gibt die Deutsche Bahn mit rund sechs Milliarden Euro an.
Ein großer Teil davon floss in Tunnel und Brücken im bergigen Gelände.
Solche Summen sind für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke typisch.
Der Nutzen verteilt sich dafür auf viele Jahrzehnte.
In 49 Minuten zum Flughafen
Die schnellste Fahrt von Köln zum Frankfurter Flughafen dauert nur 49 Minuten.
Bis zum Frankfurter Hauptbahnhof sind es rund 63 Minuten.
Diese Zeiten gelten für das Fahrplanjahr 2025.
Damit ist die Bahn auf dieser Strecke sehr konkurrenzfähig.
Eine Stunde schneller als am Rhein
Früher fuhren die Züge entlang des Rheins von Köln nach Frankfurt.
Diese Strecke ist schön, aber kurvig und langsam.
Die neue Schnellfahrstrecke verkürzt die Reise um etwa eine Stunde.
Für viele Reisende wurde die Bahn dadurch deutlich attraktiver.
Die Feste Fahrbahn
Auf fast der gesamten Länge liegt die sogenannte Feste Fahrbahn.
Dabei ruhen die Schienen nicht im Schotter, sondern auf einer festen Betonplatte.
Diese Bauweise ist besonders stabil und wartungsarm.
Für sehr hohe Geschwindigkeiten ist sie gut geeignet.
Gebündelt mit der Autobahn
Die Strecke verläuft über weite Abschnitte neben der Autobahn A 3.
Diese enge Bündelung schont die Landschaft.
Reisende im ICE überholen dabei oft den Verkehr auf der Autobahn.
Der Vergleich zwischen Bahn und Auto wird so unmittelbar sichtbar.
Zwei Metropolregionen verbunden
Die Strecke verbindet die Regionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main.
In diesen beiden Ballungsräumen leben zusammen rund 15 Millionen Menschen.
Sie zählen zu den größten Wirtschaftsräumen Deutschlands.
Eine schnelle Bahnverbindung ist für sie von großer Bedeutung.
Was die Strecke besonders macht
Befahren wird die Strecke vor allem von Zügen der Bauart ICE 3.
Diese Triebzüge haben in jedem Wagen angetriebene Achsen.
Dadurch meistern sie die steilen Rampen mit hohem Tempo.
Die Strecke wurde zudem für den Einsatz von Wirbelstrombremsen ausgerüstet.
Das Fazit
Die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main erlaubt bis zu 300 Kilometer pro Stunde.
Auf 180 Kilometern bringt sie den ICE in 49 Minuten von Köln zum Frankfurter Flughafen.
Seit 2002 ist sie eine der schnellsten Bahnverbindungen Deutschlands.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
