Zahlen, bitte!
„Über das Tal bei Langwies: 62 Meter hoch auf einem kühnen Betonbogen der Arosabahn.“
Wie lang ist der Langwieser Viadukt?
→ Eine Brücke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Langwieser Viadukt der Arosabahn ist 284 Meter lang und 62 Meter hoch. 100 Meter weit spannt sein Hauptbogen aus Stahlbeton das Tal bei Langwies.
Zwischen Chur und Arosa windet sich eine schmale Bahn durch die tiefen Täler der Bündner Berge.
An einer Stelle überspannt sie ein Tal auf einem kühn geschwungenen Betonbogen.
Der Langwieser Viadukt war bei seiner Eröffnung eine Sensation des Brückenbaus.

Die wichtigsten Zahlen
284 m
Länge
über das Tal bei Langwies
100 m
Spannweite des Hauptbogens
aus Stahlbeton
62 m
Höhe
über dem Talgrund
Bei der Eröffnung 1914 galt der Bogen als die Stahlbeton-Eisenbahnbrücke mit der größten Spannweite der Welt.
Ein Bogen aus Beton
Der Langwieser Viadukt ist eine Bogenbrücke aus Stahlbeton.
Damit unterscheidet er sich von den vielen steinernen Viadukten der Bündner Bahnen.
Der Baustoff Beton war für eine Eisenbahnbrücke dieser Größe damals ungewöhnlich.
Gerade das machte das Bauwerk zu seiner Zeit so bemerkenswert.

Zweihundertvierundachtzig Meter lang
Von einem Ende zum anderen misst der Viadukt 284 Meter.
Über diese Länge führt er das Gleis über das Tal.
Das Bauwerk ist für ein einziges, schmales Gleis ausgelegt.
Die Brücke wirkt dadurch besonders schlank und leicht.
Gut zu wissen
Die Rhätische Bahn betreibt im Kanton Graubünden ein ganzes Netz berühmter Viadukte, zu denen auch der Langwieser Viadukt zählt.
Weil Beton anders als Stahl kaum rostet, war die Wahl dieses Baustoffs im feuchten Bergklima ein Vorteil für den Unterhalt.
Der weite Hauptbogen
Das Herzstück des Viadukts ist ein großer Bogen in der Mitte.
Dieser Bogen spannt 100 Meter weit über den tiefsten Punkt des Tals.
Vom Scheitel bis zum Kämpfer misst er rund 42 Meter in der Höhe.
Der Schwung dieses Bogens prägt das Bild der ganzen Brücke.
Zweiundsechzig Meter über dem Tal
An seiner höchsten Stelle ragt der Viadukt 62 Meter über den Talgrund.
Weit unten liegt der Bach, der das Tal geschaffen hat.
Von oben eröffnet sich ein weiter Blick in die Bergwelt.
Diese Höhe war nötig, um das steile Tal in einem Zug zu überqueren.
Schmal und doch stark
Die Fahrbahn des Viadukts ist nur etwa fünf Meter breit.
Mehr Platz braucht die schmalspurige Bahn auch nicht.
Trotz der geringen Breite trägt der Bogen die Last der Züge sicher.
Das zeigt, wie viel sich mit gut geformtem Beton erreichen lässt.
Eine Sensation von 1914
Der Viadukt wurde im Jahr 1914 in Betrieb genommen.
Bei der Eröffnung galt er als die Stahlbeton-Eisenbahnbrücke mit der größten Spannweite der Welt.
Fachleute aus vielen Ländern schauten damals auf das Bauwerk.
Es setzte einen Maßstab für den Brückenbau mit Beton.
Beton statt Stahl
Große Brücken wurden zu jener Zeit meist aus Stahl gebaut.
Beim Langwieser Viadukt entschied man sich bewusst für Stahlbeton.
Dieser Baustoff war günstiger und brauchte weniger Unterhalt.
Die Wahl erwies sich über die Jahrzehnte als sehr tragfähig.
Teil der Arosabahn
Der Viadukt gehört zur Bahn von Chur nach Arosa.
Diese schmalspurige Strecke wird von der Rhätischen Bahn betrieben.
Sie steigt von Chur hinauf in den Ferienort Arosa.
Der Langwieser Viadukt ist das bekannteste Bauwerk dieser Linie.
Was der Bau gekostet hat
Der Bau des Viadukts kostete rund 625.000 Schweizer Franken.
Für die damalige Zeit war das eine beträchtliche Summe.
Der Betrag floss in ein Bauwerk, das bis heute in Betrieb ist.
Gemessen an seiner langen Nutzung war die Brücke eine gute Investition.
Die Strecke nach Arosa
Die Arosabahn führt durch enge Täler und über mehrere Brücken.
Sie überwindet auf kurzer Strecke einen großen Höhenunterschied.
Der Langwieser Viadukt ist dabei ein wichtiges Verbindungsstück.
Ohne ihn ließe sich das tiefe Tal bei Langwies kaum überqueren.
Ein Bauwerk in den Bergen
Der Viadukt liegt mitten in der Bündner Bergwelt.
Rundherum erheben sich bewaldete Hänge und Gipfel.
Im Winter liegt die Brücke oft tief im Schnee.
Gerade dann wirkt der helle Betonbogen besonders eindrucksvoll.
Bis heute in Betrieb
Noch immer rollen täglich Züge über den alten Viadukt.
Das Bauwerk trägt den Verkehr nach Arosa seit über hundert Jahren.
Regelmäßige Prüfungen halten die Brücke in gutem Zustand.
So verbindet der Viadukt bis heute Technikgeschichte und Alltag.
Ein Vorbild für den Betonbau
Der Langwieser Viadukt gilt als wichtiges frühes Beispiel für große Betonbögen.
Sein Erfolg ermutigte andere Ingenieure zu ähnlichen Bauwerken.
Viele spätere Brücken griffen die Idee des weiten Betonbogens auf.
So wirkt die Brücke weit über ihr eigenes Tal hinaus.
Das Fazit
Der Langwieser Viadukt ist 284 Meter lang und 62 Meter hoch.
Sein Stahlbeton-Bogen spannt 100 Meter weit und stammt aus dem Jahr 1914.
Damit zählt er zu den kühnsten frühen Betonbrücken der Eisenbahn.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
