Wie schnell fuhr die Baureihe 05?

Zahlen, bitte!

„Auf der geraden Strecke zwischen Berlin und Hamburg jagte 1936 eine stromlinienförmige Dampflok an die Zweihundert heran.“

Wie schnell fuhr die Baureihe 05?

→ Ein Dampfrekord in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Lok 05 002 fuhr 1936 rund 200 Kilometer pro Stunde. Damit war die Baureihe 05 die schnellste deutsche Dampflokomotive.

In den 1930er Jahren wollten viele Bahnen zeigen, wie schnell ihre Dampfloks sein konnten.

In Deutschland gelang dieser Beweis mit der Baureihe 05 und ihrer glatten Verkleidung.

Ihre Lok mit der Nummer 05 002 stellte 1936 einen deutschen Rekord auf, der bis heute gilt.

Borsig 05 001 (01)
Foto: Cherubino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

200,4 km/h

Rekord der 05 002 im Jahr 1936

schnellste deutsche Dampflok

3

gebaute Loks der Baureihe 05

in zwei Grundbauformen

1936

Jahr des Rekords

auf der Strecke Berlin und Hamburg

Die Angaben stammen aus der deutschsprachigen Wikipedia zur Baureihe 05.

Der Rekord in einem Satz

Die Lok 05 002 erreichte 1936 eine Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde.

Damit stellte sie einen Weltrekord für dampfbetriebene Schienenfahrzeuge auf.

Zugleich war und blieb sie die schnellste deutsche Dampflokomotive.

Kein anderes deutsches Dampfross fuhr jemals nachweisbar schneller.

Der Wert von 200,4 Kilometern pro Stunde ist bis heute die deutsche Bestmarke.

Borsig 05 001 (02)
Foto: Cherubino, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zweihundert mit Kohle und Wasser

Eine Dampflok gewinnt ihre Kraft aus einem Feuer und einem großen Kessel.

Um 200 Kilometer pro Stunde zu erreichen, musste dieser Kessel gewaltig viel Dampf liefern.

Die Kraft wurde über Stangen auf die hohen Treibräder übertragen.

Bei diesem Tempo drehten sich die Räder viele Male in jeder Sekunde.

Für die 1930er Jahre war das eine technische Höchstleistung.

Gut zu wissen

Die Bezeichnung 05 002 bedeutet, dass es die zweite gebaute Lok der Baureihe 05 war. Die Nummern halfen der Bahn, ihre vielen Fahrzeuge eindeutig zu unterscheiden.

Der Begriff Stromlinie beschreibt eine glatte, windschnittige Form. Sie taucht in den 1930er Jahren nicht nur bei Loks, sondern auch bei Autos und Flugzeugen auf.

Nur drei Exemplare

Von der schnellen Baureihe 05 entstanden lediglich drei Lokomotiven.

Sie wurden in zwei verschiedenen Grundbauformen gebaut.

Es handelte sich also nicht um eine große Serie, sondern um seltene Einzelstücke.

Gerade diese Seltenheit macht die Loks für Fachleute bis heute besonders.

Die berühmteste von ihnen war die Lok mit der Nummer 05 002.

Gebaut in Berlin

Die ersten beiden Loks entstanden bei der Firma Borsig in Berlin.

Borsig war einer der bekanntesten deutschen Lokomotivhersteller seiner Zeit.

Die Maschinen folgten dem Gedanken der sogenannten Einheitsdampflokomotive.

Dieser Gedanke sollte viele Bauteile über verschiedene Baureihen hinweg vereinheitlichen.

Bei der 05 stand jedoch vor allem die hohe Geschwindigkeit im Vordergrund.

Die glatte Verkleidung

Die Baureihe 05 trug eine geschlossene Stromlinienverschalung.

Diese glatte Hülle sollte den Luftwiderstand bei hoher Fahrt senken.

Selbst der Kohlenkasten des Tenders war in die Verkleidung einbezogen.

So wirkte die Lok wie aus einem Guss und bot der Luft wenig Angriffsfläche.

Ohne diese Form wären die hohen Geschwindigkeiten kaum möglich gewesen.

Technik für das Tempo

Im Inneren steckte für die damalige Zeit ausgefeilte Technik.

Ein besonderer Überhitzer bereitete den Dampf für die schnelle Fahrt auf.

Weil die Verkleidung den Tender einschloss, war das Nachlegen von Kohle erschwert.

Deshalb half dem Heizer eine mit Druckluft betriebene Vorrichtung, die Kohle nach vorn schob.

So konnte das Feuer auch bei hohem Tempo mit genug Brennstoff versorgt werden.

Zuhause in Hamburg-Altona

Zwei der Loks waren beim Bahnbetriebswerk Hamburg-Altona beheimatet.

Von dort zogen sie schnelle Fernzüge in Richtung Berlin.

Diese Züge trugen die Bezeichnung FD, was für besonders schnelle Fernzüge stand.

Die Verbindung zwischen den beiden großen Städten war ideal für hohe Geschwindigkeiten.

Auf ihr konnte die Lok ihre Stärken voll ausspielen.

Die schnelle, gerade Strecke

Der Rekord gelang auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg.

Diese Strecke verläuft weitgehend flach und über weite Abschnitte sehr gerade.

Solche Bedingungen sind für sehr hohe Geschwindigkeiten fast ideal.

Enge Kurven oder starke Steigungen hätten das Tempo sofort gebremst.

So kamen Maschine und Strecke bei diesem Rekord gut zusammen.

Ein Rennen mit England

Der deutsche Rekord von 1936 blieb nicht lange die weltweite Bestmarke.

Nur zwei Jahre später legte die britische Lok Mallard nach.

Sie überbot den Wert der 05 002 um wenige Stundenkilometer.

So lieferten sich Deutschland und Großbritannien ein enges Rennen um den Dampfrekord.

International zog die Baureihe 05 damit knapp den Kürzeren.

Deutscher Rekord bis heute

Auch wenn die Mallard weltweit vorbeizog, blieb die 05 002 die deutsche Nummer eins.

Nach 1936 gab es in Deutschland keine schnellere Dampflok mehr.

Bald übernahmen Elektro- und Dieselfahrzeuge die schnellen Verbindungen.

Damit war der Weg für neue Dampfrekorde in Deutschland versperrt.

Die Marke der Baureihe 05 steht deshalb bis heute.

Was von der 05 bleibt

Eine der drei Loks ist bis heute erhalten und in einem Museum zu sehen.

Sie erinnert an eine Zeit, in der Dampf noch für Höchstgeschwindigkeit stand.

Ihr Rekord verbindet deutsche Technikgeschichte mit einer klaren Zahl.

Für viele Eisenbahnfreunde ist sie eine der schönsten deutschen Loks.

Ihre rund 200 Kilometer pro Stunde bleiben ein Meilenstein der Dampfzeit.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Häufige Fragen

Wie schnell fuhr die Baureihe 05?
Die Lok 05 002 erreichte 1936 rund 200 Kilometer pro Stunde.
War das ein Weltrekord?
Ja, damals war es der Weltrekord für dampfbetriebene Schienenfahrzeuge.
Wie viele Loks der Baureihe 05 gab es?
Es wurden nur drei Loks in zwei Grundbauformen gebaut.
Auf welcher Strecke fuhr sie den Rekord?
Auf der weitgehend flachen und geraden Strecke zwischen Berlin und Hamburg.
Ist sie bis heute die schnellste deutsche Dampflok?
Ja, kein deutsches Dampfross fuhr danach nachweisbar schneller.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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