Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, am 1. Mai 1988 stellte dieser Zug mit 406,9 Stundenkilometern einen Weltrekord auf, heute fahren wir etwas gemütlicher.“
Wie schnell fuhr der ICE beim Weltrekord 1988?
→ Ein Rekord in Zahlen.
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Kurz gesagt
Am 1. Mai 1988 erreichte der InterCityExperimental 406,9 km/h. Damit war er der schnellste Zug der Welt und hält bis heute den deutschen Rekord.
Bevor der ICE fuhr, gab es einen Versuchszug.
Er hieß InterCityExperimental.
Und mit ihm gelang 1988 ein Rekord, der bis heute in Deutschland steht.

Die wichtigsten Zahlen
406,9 km/h
Weltrekord 1988
schnellster Zug der Welt bis Dezember 1989
1. Mai 1988
Tag der Rekordfahrt
auf der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg
350 km/h
zugelassene Höchstgeschwindigkeit
höher als bei allen späteren ICE
Quelle: deutschsprachige Wikipedia zum InterCityExperimental, Stand 2025.
Die große Zahl
Am 1. Mai 1988 erreichte der Zug 406,9 Kilometer pro Stunde.
Das war damals Weltrekord für Fahrzeuge auf Rädern und Schienen.
Gefahren wurde diese Bestmarke vom InterCityExperimental.
Bis heute ist es die höchste je in Deutschland gefahrene Bahngeschwindigkeit.
Ein Rekord, der schon über 35 Jahre hält.

Was der InterCityExperimental war
Der Zug war ein Versuchsfahrzeug der Deutschen Bundesbahn.
Man nannte ihn auch kurz ICE-V, das V steht für Versuch.
Er war der Vorläufer der heutigen ICE-Züge.
Für den normalen Fahrgastbetrieb war er nicht gedacht.
Er diente vor allem der Erprobung neuer Technik.
Gut zu wissen
Der Rekord von 406,9 km/h vom 1. Mai 1988 ist bis heute die höchste in Deutschland gefahrene Bahngeschwindigkeit.
Gefahren wurde er vom InterCityExperimental, dem Vorläufer des ICE.
Weltrekord war die Marke bis Dezember 1989.
Wann er gebaut wurde
Die Planung begann Ende der 1970er Jahre.
Gebaut wurde der Zug zwischen 1983 und 1985.
Danach folgten zahlreiche technische Versuche.
Mit ihm erprobte man den schnellen Bahnverkehr der Zukunft.
Viele spätere Entwicklungen gehen auf diesen Zug zurück.
Die Rekordfahrt
Die entscheidende Fahrt fand am 1. Mai 1988 statt.
Der Zug erreichte dabei 406,9 Kilometer pro Stunde.
Das geschah auf der neuen Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.
Die Fahrt lief unter besonderen Testbedingungen.
Sie gilt als Meilenstein der deutschen Bahngeschichte.
Weltrekord bis Ende 1989
Nach der Fahrt war der Zug der schnellste der Welt.
Diesen Titel hielt er bis zum Dezember 1989.
Dann überbot ihn ein französischer Zug.
Für gut anderthalb Jahre stand der Rekord in Deutschland.
Das war ein großer Erfolg für die damalige Bundesbahn.
Bis heute deutscher Rekord
In Deutschland fuhr seither kein Zug schneller.
Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit lag bei 350 Kilometern pro Stunde.
Das war höher als bei allen später gebauten ICE.
Der Rekord von 406,9 steht deshalb bis heute.
Er ist ein Stück lebendige Technikgeschichte.
Wo gefahren wurde
Als Teststrecke diente die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.
Ihr erster Abschnitt war 1986 fertig.
Er lag zwischen Burgsinn und dem Hohe-Wart-Tunnel.
Auf einer neuen, geraden Trasse ließ sich hohes Tempo sicher testen.
Ohne diese Strecke wäre der Rekord nicht möglich gewesen.
Warum solche Rekorde zählen
Rekordfahrten zeigen, was technisch möglich ist.
Im Alltag fahren die Züge deutlich langsamer.
Doch die Erkenntnisse fließen in die normalen Fahrzeuge ein.
So wird der schnelle Bahnverkehr Schritt für Schritt besser.
Ein Rekord ist damit mehr als eine bloße Zahl.
Zahlen zum Vergleich
406,9 Kilometer pro Stunde sind schneller als viele Flugzeuge beim Abheben.
Heutige ICE fahren im Alltag rund 300.
Der Abstand zum Rekord ist also beträchtlich.
Das zeigt, wie viel Reserve in der Technik steckte.
Und wie besonders die Fahrt von 1988 war.
Vom Versuch zum Alltag
Aus dem InterCityExperimental wurde später der ICE.
Der Versuchszug selbst wurde am 1. Januar 2000 ausgemustert.
Sein Erbe fährt heute in ganz Deutschland.
Die schnellen Netze von heute bauen auf ihm auf.
So lebt der Rekordzug in jedem ICE weiter.
Was bleibt
406,9 Kilometer pro Stunde am 1. Mai 1988.
Ein Weltrekord, der zum deutschen Dauerrekord wurde.
Der InterCityExperimental ebnete den Weg für den ICE.
Seine Zahl steht für den Aufbruch in den schnellen Bahnverkehr.
Und sie hält sich bis heute erstaunlich hartnäckig.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
