Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 2 steht ein Doppelstockzug, der trotz zweier Etagen zügig unterwegs ist.“
Wie schnell fährt ein Siemens Desiro HC?
→ Ein Triebzug in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Der Siemens Desiro HC erreicht in der üblichen Ausführung 160 km/h. Eine sechsteilige Variante schafft sogar 190 km/h.
Der Desiro HC ist ein moderner Triebzug von Siemens.
Das Kürzel HC steht für hohe Kapazität durch Doppelstockwagen.
Seine Höchstgeschwindigkeit hängt von der Ausführung ab.

Die wichtigsten Zahlen
160 km/h
Höchstgeschwindigkeit
übliche Ausführung
190 km/h
schnellste Variante
sechsteilig, Franken-Südthüringen
3290 kW
Dauerleistung
Antriebsleistung
Der Desiro HC fährt meist 160 Kilometer pro Stunde, in einer Variante bis zu 190.
Die kurze Antwort
Der Siemens Desiro HC erreicht in der üblichen Ausführung 160 Kilometer pro Stunde.
Eine besondere, sechsteilige Variante schafft sogar 190 Kilometer pro Stunde.
Damit gehört er zu den schnelleren Fahrzeugen im Regionalverkehr.
Das Tempo passt zu längeren Regionalexpress-Linien.

Zwei Tempo-Werte
Die meisten Desiro HC sind für 160 Kilometer pro Stunde zugelassen.
Für das Netz Franken-Südthüringen wurde eine schnellere Ausführung beschafft.
Diese sechsteiligen Züge fahren bis zu 190 Kilometer pro Stunde.
So lassen sich auch weitere Strecken zügig bedienen.
Gut zu wissen
Die 190 Kilometer pro Stunde gelten nur für die sechsteilige Variante im Netz Franken-Südthüringen.
Die doppelstöckigen Mittelwagen bringen den Vorteil vieler Sitzplätze.
Was HC bedeutet
Die Buchstaben HC stehen für hohe Kapazität.
Der Zug kombiniert einstöckige Triebköpfe mit doppelstöckigen Mittelwagen.
Dadurch passen mehr Fahrgäste in den Zug.
Die zwei Etagen sind das Markenzeichen dieser Baureihe.
Der Aufbau des Zuges
An den Enden sitzen die einstöckigen Triebköpfe mit dem Antrieb.
Dazwischen liegen die doppelstöckigen Mittelwagen.
Es gibt vierteilige, fünfteilige und sechsteilige Ausführungen.
Je nach Bedarf lässt sich der Zug so in der Länge anpassen.
Die Leistung
Die Dauerleistung des Antriebs beträgt 3290 Kilowatt.
Diese Leistung sorgt für zügiges Beschleunigen trotz des hohen Fassungsvermögens.
Der Antrieb sitzt in den beiden Triebköpfen.
So bleiben die Mittelwagen frei für Fahrgäste.
Seit wann er fährt
Der Desiro HC wird seit 2017 gebaut.
Seitdem kam er bei mehreren Verkehrsverträgen zum Einsatz.
Die Fahrzeuge sind damit vergleichsweise neu.
Sie prägen heute viele Regionalexpress-Linien.
Wo er unterwegs ist
Bekannt ist der Einsatz beim Rhein-Ruhr-Express in Nordrhein-Westfalen.
Im Netz Franken-Südthüringen begann der Verkehr im Dezember 2023.
Dort fahren die schnelleren sechsteiligen Züge.
So deckt der Desiro HC unterschiedliche Regionen ab.
Wer ihn baut
Hersteller ist der Konzern Siemens.
Der Desiro HC gehört zur Produktfamilie Desiro.
Er ist speziell für stark nachgefragte Linien gedacht.
Die Doppelstockwagen sind sein wichtigstes Verkaufsargument.
Warum 160 oft reicht
Im Regionalverkehr wird selten lange am Stück die Höchstgeschwindigkeit gefahren.
Wichtiger sind zügiges Anfahren und viele Sitzplätze.
160 Kilometer pro Stunde genügen für die meisten dieser Strecken.
Die schnellere Variante gibt es nur dort, wo sie gebraucht wird.
Vergleich mit dem Fernverkehr
Ein ICE 3neo fährt mit 320 Kilometern pro Stunde doppelt so schnell.
Dafür hält der Desiro HC viel häufiger.
Er ist für die kürzeren Abstände zwischen den Bahnhöfen gebaut.
Jede Zuggattung hat ihren eigenen Zweck.
Vergleich mit anderen Regionalzügen
Ein Coradia iLint erreicht nur bis zu 140 Kilometer pro Stunde.
Der Desiro HC ist also etwas schneller.
Dafür fährt der iLint mit Wasserstoff und ohne Oberleitung.
Die Fahrzeuge sind für verschiedene Strecken gedacht.
Viele Sitzplätze als Ziel
Die Doppelstockbauweise bringt mehr Sitzplätze auf gleicher Zuglänge.
Das hilft besonders auf überfüllten Pendlerstrecken.
Fahrgäste finden so leichter einen Platz.
Hohe Kapazität ist der eigentliche Zweck des Zuges.
Einordnung der Zahl
Mit 160 bis 190 Kilometern pro Stunde liegt der Desiro HC im oberen Bereich des Regionalverkehrs.
Er verbindet Tempo mit vielen Sitzplätzen.
Damit ist er ein typischer Zug für den schnellen Nahverkehr.
Seine Zahlen passen zum Regionalexpress.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
