Zahlen, bitte!
„Am Bahnsteig fährt ein ICE mit Neigetechnik ein, ein Zug, der sich in die Kurve legt und dort flotter unterwegs ist.“
Wie schnell fährt ein ICE T mit Neigetechnik?
→ Ein Neigezug in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der ICE T ist ein Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn mit Neigetechnik und erreicht 230 km/h. Sein eigentlicher Trick zeigt sich aber in Kurven, die er dank geneigtem Wagenkasten schneller durchfahren kann.
Auf manchen Strecken sieht man einen ICE, der sich in Kurven leicht zur Seite legt wie ein Motorrad.
Das ist der ICE T, ein Zug mit Neigetechnik, den die Deutsche Bahn als Baureihen 411 und 415 einsetzt.
Seine Höchstgeschwindigkeit ist nur die halbe Antwort, denn das Besondere passiert im Bogen.

Die wichtigsten Zahlen
230 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Baureihen 411 und 415
rund 70
Triebzüge für die DB
59 der BR 411, 11 der BR 415
1996–2005
Baujahre
Siemens, Bombardier, Alstom
Der ICE T wurde als Zubringer und Ergänzung für das Intercity-Express-Netz beschafft.
Die kurze Antwort
Der ICE T erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde.
Damit ist er langsamer als die schnellsten ICE-Züge, aber deutlich schneller als der Nahverkehr.
Sein großer Vorteil liegt jedoch nicht auf der geraden Strecke.
Er zeigt sich in den Kurven, die der Zug dank Neigetechnik schneller nehmen kann.

Was Neigetechnik bedeutet
Bei der Neigetechnik legt sich der Wagenkasten in der Kurve leicht zur Seite.
Das gleicht einen Teil der Seitenkräfte aus, die Fahrgäste sonst spüren.
Dadurch kann der Zug einen Bogen mit höherem Tempo durchfahren.
Auf kurvenreichen Strecken spart das spürbar Zeit.
Gut zu wissen
Der Buchstabe T im Namen steht für die Neigetechnik, die diesen ICE von den übrigen ICE-Zügen unterscheidet.
Es gibt auch einen ICE TD mit Dieselantrieb, der ursprünglich für nicht elektrifizierte Strecken gedacht war.
Wofür der ICE T gebaut wurde
Der ICE T wurde als Zubringer und Ergänzung für das ICE-Netz beschafft.
Er sollte den schnellen Fernverkehr auch auf Strecken bringen, die keine reinen Schnellfahrstrecken sind.
Gerade dort finden sich viele Kurven.
Die Neigetechnik macht solche Verbindungen attraktiver.
Zwei Baureihen
Den ICE T gibt es in zwei Längen.
Die Baureihe 411 besteht aus sieben Wagen.
Die Baureihe 415 ist mit fünf Wagen etwas kürzer.
Beide teilen sich die gleiche Technik und das gleiche Fahrgefühl.
Wie viele Züge es gibt
Von der Baureihe 411 wurden 60 Züge gebaut, 59 davon sind im Bestand.
Von der kürzeren Baureihe 415 entstanden elf Züge.
Zusammen sind das rund 70 Triebzüge.
Sie prägen seit Jahren das Bild auf vielen Fernstrecken.
Wer ihn gebaut hat
Der ICE T stammt von einem Konsortium mehrerer Hersteller.
Beteiligt waren unter anderem Siemens, Bombardier und Alstom.
Die Deutsche Bahn bestellte im August 1994 zunächst 40 Züge mit Neigetechnik.
Ausgeliefert wurden die Fahrzeuge ab den späten 1990er Jahren.
Vom ICT zum ICE
Vor der Inbetriebnahme hieß der Zug noch ICT, kurz für InterCity-Triebzug.
Vereinzelt wurde er auch IC NT für InterCity Neigetechnik genannt.
Erst in den Wochen vor dem Start bekam er den Namen ICE.
So wurde aus dem Neigezug ein Mitglied der ICE-Familie.
Warum gerade hier Neigetechnik
Viele Ausbaustrecken folgen alten Trassen mit zahlreichen Bögen.
Ein normaler Zug müsste dort stark abbremsen.
Der ICE T hält mit geneigtem Wagenkasten ein höheres Tempo.
Das war von Anfang an der Grund für die aufwendige Technik.
Wie stark der Zug ist
Die Dauerleistung der Baureihe 411 liegt bei 4000 Kilowatt.
Die kürzere Baureihe 415 kommt auf 3000 Kilowatt.
Der Antrieb verteilt sich über mehrere Wagen des Zuges.
Das ist typisch für einen Triebzug und anders als bei einer einzelnen Lok.
Der ICE T in Österreich
Auch die Österreichischen Bundesbahnen setzten den Zug ein.
Sie betrieben von 2006 bis 2020 drei dieser Triebzüge.
Dort liefen sie als Baureihe 4011.
So fuhr der deutsche Neigezug eine Zeit lang auch über die Alpenrepublik.
Tempo im Vergleich
Mit 230 Kilometern pro Stunde liegt der ICE T im oberen Bereich des Reiseverkehrs.
Ein Nahverkehrstriebwagen wie der Talent 2 schafft nur 160 Kilometer pro Stunde.
Ein ICE 3 fährt dagegen bis zu 300 Kilometer pro Stunde.
Der ICE T ordnet sich also genau dazwischen ein.
Komfort in der Kurve
Für Fahrgäste ist die Neigung meist kaum als Bewegung zu bemerken.
Sie sorgt vor allem dafür, dass man in schnellen Kurven weniger zur Seite gedrückt wird.
Getränke auf dem Tisch bleiben ruhiger stehen.
Der Gewinn ist also Tempo ohne großen Verlust an Bequemlichkeit.
Was 230 im Alltag bedeutet
Auf den wenigen passenden Abschnitten reizt der Zug seine 230 Kilometer pro Stunde aus.
Den größeren Nutzen bringt aber die Neigetechnik auf den vielen kurvigen Strecken.
Beides zusammen macht den ICE T zu einem vielseitigen Fernzug.
Er verbindet schnelle Hauptachsen mit anspruchsvollen Gebirgs- und Mittelgebirgsstrecken.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
