Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 2 fährt ein Talent 2 ein, umgangssprachlich die Hamsterbacke, ein Nahverkehrszug für bis zu 160 Stundenkilometer.“
Wie schnell fährt ein Bombardier Talent 2?
→ Ein Triebzug in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Bombardier Talent 2 ist ein Triebzug für den Nahverkehr und fährt bis zu 160 km/h. Die Deutsche Bahn beschaffte rund 340 dieser Fahrzeuge.
Im Regional- und S-Bahn-Verkehr begegnet man ihm fast überall.
Der Bombardier Talent 2 ist einer der häufigsten modernen Nahverkehrszüge in Deutschland.
Seine Höchstgeschwindigkeit sagt viel über seine Aufgabe aus.

Die wichtigsten Zahlen
160 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Nahverkehrstriebzug
rund 340
Fahrzeuge für die DB
Baureihe 442 und 443
2008–2021
Baujahre
Hersteller Bombardier
Der Talent 2 wird je nach Besteller unterschiedlich lang und unterschiedlich ausgestattet gebaut.
Die kurze Antwort
Der Bombardier Talent 2 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde.
Das ist ein typischer Wert für einen modernen Nahverkehrszug.
Für Regionalexpress-Linien reicht dieses Tempo gut aus.
Auf langsameren S-Bahn-Strecken wird es selten voll gebraucht.

Was der Talent 2 ist
Der Talent 2 ist eine ganze Familie von Triebzügen.
Hersteller ist das Unternehmen Bombardier Transportation.
Die Fahrzeuge fahren aus eigener Kraft, ohne eine separate Lok.
Sie sind für den Personennahverkehr gebaut.
Gut zu wissen
Der Talent 2 ist ein Elektrotriebzug und bezieht seinen Strom aus der Oberleitung.
Seinen Spitznamen Hamsterbacke verdankt er allein der auffälligen Form seiner Fahrzeugköpfe.
Woher der Name kommt
Der Name Talent ist ein Akronym.
Er steht für Talbot leichter Nahverkehrs-Triebwagen.
Talbot war ein traditionsreicher Waggonbauer in Aachen.
Der Name blieb erhalten, auch als Bombardier die Bauart übernahm.
Nicht verwandt mit dem alten Talent
Es gab bereits einen älteren Triebwagen namens Talent.
Mit diesem ist der Talent 2 technisch nicht verwandt.
Es handelt sich um eine eigenständige Neuentwicklung.
Nur der eingeführte Name wurde weitergenutzt.
Wie viele für die DB
Die Deutsche Bahn beschaffte rund 340 Talent-2-Triebzüge.
Damit gehört die Bauart zu den häufigen Fahrzeugen im deutschen Nahverkehr.
Man trifft sie in vielen Regionen des Landes.
Entsprechend oft steht sie an Bahnsteigen bereit.
Die Baujahre
Gebaut wurde der Talent 2 von 2008 bis 2021.
Über diese Jahre entstanden zahlreiche Varianten.
Die Technik wurde dabei schrittweise weiterentwickelt.
So blieb die Bauart lange aktuell.
Wie er bei der DB heißt
Bei der Deutschen Bahn läuft der Talent 2 als Baureihe 442.
Die Mittelwagen tragen die Baureihe 443.
Diese Nummern stehen im Fahrzeugeinstellungsregister.
Für Fahrgäste bleibt der Zug einfach der Talent 2.
Der Spitzname Hamsterbacke
Wegen der Form der Triebwagenköpfe hat der Zug einen Spitznamen.
Umgangssprachlich heißt er Hamsterbacke.
Die bauchige Front erinnert manche an die gefüllten Backen eines Hamsters.
Der Name hat sich bei vielen Fahrgästen eingebürgert.
Modularer Aufbau
Der Talent 2 ist modular aufgebaut.
Er lässt sich mit zwei bis fünf Wagen zusammenstellen.
Auch Einstiegshöhe, Sitze und Ausstattung richten sich nach dem Besteller.
So passt der gleiche Grundtyp zu sehr unterschiedlichen Strecken.
Wofür er fährt
Das Fahrzeug ist von der S-Bahn bis zur Regionalstrecke konzipiert.
In Ballungsräumen bedient es dichte Takte mit vielen Halten.
In der Fläche verbindet es Städte und kleinere Orte.
Diese Vielseitigkeit war ein wichtiges Ziel der Entwicklung.
Wie stark und schwer er ist
Die Dauerleistung liegt bei rund 1520 Kilowatt.
Ein dreiteiliger Zug wiegt im Dienst etwa 114 Tonnen.
Ein fünfteiliger Zug bringt es auf rund 173 Tonnen.
Das Gewicht wächst also mit der Zahl der Wagen.
Das Ende der Bestellungen
Mitte 2017 nahm der Hersteller keine neuen Bestellungen mehr an.
Bereits 2016 war der Nachfolger Talent 3 vorgestellt worden.
Dieser baut auf dem Talent 2 auf.
Die ältere Bauart bleibt aber noch lange im Einsatz.
Wie 160 km/h einzuordnen sind
Mit 160 Kilometern pro Stunde ist der Talent 2 schneller als die meisten S-Bahnen.
An das Tempo von Fernzügen wie dem ICE kommt er nicht heran.
Für seine Aufgabe im Nahverkehr ist das genau richtig.
Häufige Halte lassen ohnehin selten Raum für Spitzentempo.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
