Stimmt es, dass …?
„In diesem Land hält der Zug fast nur an den Rändern – mitten durchs Land führt bis heute kaum ein Gleis.“
Stimmt es, dass Afghanistan nur sehr wenig Eisenbahn besitzt?
→ Stimmt. Afghanistan hat nur rund 400 Kilometer Schiene und keinen regulären Personenverkehr.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt. Afghanistan besitzt nur rund 400 Kilometer Eisenbahn, fast alle in Grenznähe. Einen regulären Personenverkehr gibt es im Land bis heute nicht.
Afghanistan liegt mitten in Asien, umgeben von Ländern mit großen Bahnnetzen.
Trotzdem endeten die Schienen der Nachbarn lange genau an seiner Grenze.
Erst in jüngerer Zeit sind einige kurze Strecken ins Land hinein entstanden.

Afghanistans Bahn in Zahlen
~400 km
Stand 2025
geschätztes gesamtes Streckennetz des Landes
2011
erste Strecke
Eröffnung der Linie von Hairatan nach Masar-e Scharif
~75 km
Länge
dieser ersten Strecke bis zur usbekischen Grenze
0
Reisezüge
kein regulärer Personenverkehr
Quelle: Wikipedia „Rail transport in Afghanistan“, Stand 2026. Längenangaben gerundet.
Ein Land fast ohne Schienen
Lange Zeit hatte Afghanistan praktisch keine Eisenbahn.
Vor dem 21. Jahrhundert gab es im ganzen Land nur wenige Kilometer Gleis.
Große durchgehende Strecken fehlten vollständig.
Das Land verließ sich fast ganz auf Straßen und Saumpfade.
Bis heute ist das Netz sehr klein geblieben.

Warum Afghanistan lange keine Bahn wollte
Der Verzicht auf die Bahn hatte vor allem politische Gründe.
Im 19. Jahrhundert rangen Großmächte um Einfluss in der Region.
Afghanistan lag zwischen den Interessen des russischen und des britischen Reiches.
Eine Eisenbahn, so die Sorge, hätte fremden Truppen den Weg geebnet.
Deshalb vermieden frühere Regierungen den Bau von Strecken bewusst.
Gut zu wissen
Der Begriff des Großen Spiels beschreibt den Machtkampf zwischen dem russischen und dem britischen Reich um Zentralasien im 19. Jahrhundert, der Afghanistan stark prägte.
Weil benachbarte Länder unterschiedliche Spurweiten nutzen, müssen Güter an manchen Grenzen bis heute umgeladen oder die Wagen umgespurt werden.
Eine kleine Bahn in Kabul
Eine erste kurze Strecke entstand in den 1920er Jahren bei Kabul.
Sie verband die Hauptstadt mit dem Palast von Darulaman.
Die Strecke war nur wenige Kilometer lang und schmalspurig.
Betrieben wurde sie mit kleinen Dampflokomotiven aus Deutschland.
In den 1940er Jahren wurde diese Bahn wieder abgebaut.
Die erste große Strecke
Die erste bedeutende Strecke entstand erst im Jahr 2011.
Sie führt von Hairatan an der Nordgrenze nach Masar-e Scharif.
Die Linie ist rund 75 Kilometer lang.
Gebaut wurde sie mit Hilfe des Nachbarn Usbekistan.
Über sie kamen vor allem Güter ins Land.
Über die Freundschaftsbrücke
Im Norden verbindet eine Brücke Afghanistan mit Usbekistan.
Sie trägt den Namen Freundschaftsbrücke und überspannt den Fluss Amudarja.
Über sie läuft der Bahnanschluss nach Hairatan.
Von dort gelangen Waren weiter ins usbekische Netz.
Die Brücke ist damit ein wichtiges Tor für den Handel.
Linien zu den Nachbarn
Die meisten Strecken Afghanistans liegen nahe den Grenzen.
Im Westen entstand eine Verbindung von Chaf im Iran nach Herat.
Im Norden gibt es Anschlüsse nach Turkmenistan, etwa bei Torghundi und Aqina.
Diese Linien binden einzelne Regionen an die Netze der Nachbarländer an.
Ein Netz quer durch das ganze Land ergeben sie jedoch nicht.
Kaum vierhundert Kilometer
Insgesamt nennt die Wikipedia für das Land nur rund 400 Kilometer Schiene.
Das ist für die Größe Afghanistans sehr wenig.
Ein regulärer Personenverkehr existiert nicht.
Nach den vorliegenden Angaben gibt es nicht einmal Bahnhöfe für Reisende.
Die Bahn dient fast ausschließlich dem Güterverkehr.
Verschiedene Spurweiten
Erschwerend kommt hinzu, dass die Strecken nicht einheitlich sind.
Im Norden wurde die breite russische Spur der Nachbarn verwendet.
Die Linie aus dem Iran nutzt dagegen die Normalspur.
Als künftige Landesspur wählte Afghanistan 2010 die Normalspur.
Bis zu einem einheitlichen Netz ist es aber noch ein weiter Weg.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt: Afghanistan besitzt nur sehr wenig Eisenbahn.
Mit rund 400 Kilometern ist das Netz für die Größe des Landes winzig.
Die meisten Strecken liegen in Grenznähe und dienen dem Güterverkehr.
Einen regulären Personenverkehr gibt es bis heute nicht.
Stand aller Angaben ist das Jahr 2026.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
