Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, vorn zieht eine Lok der Familie Lok 2000: die Re 460 der SBB, bis zu 200 Kilometer pro Stunde schnell.“
Wie schnell fährt die SBB-Lokomotive Re 460?
→ Eine Lokomotive in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Re 460 ist die bekannteste Lokomotive der Schweizerischen Bundesbahnen. Sie fährt bis zu 200 Kilometer pro Stunde. Für das Projekt Bahn 2000 wurden 119 Stück gebaut.
Wer in der Schweiz InterCity fährt, hat oft eine Re 460 vor dem Zug.
Die Lok gehört zur Familie Lok 2000.
Sie wurde eigens für den schnelleren Fahrplan der Schweiz entwickelt.

Die Re 460 in Zahlen
200 km/h
Höchstgeschwindigkeit
ausgelegt für das Projekt Bahn 2000
119
gebaute Loks
geliefert bis Anfang 1996
4
Achsen
vierachsige Vielzwecklok
460 000–118
Betriebsnummern
die Nummern der ganzen Serie
Quelle: Wikipedia „SBB Re 460″. Werte gerundet, Stand 2026.
Die kurze Antwort
Die Re 460 fährt bis zu 200 Kilometer pro Stunde.
Gebaut wurden 119 dieser Lokomotiven.
Die Auslieferung war Anfang 1996 abgeschlossen.
Entwickelt wurde sie für das Projekt Bahn 2000.
Sie gehört zur Familie Lok 2000.

Was 200 km/h bedeuten
200 Kilometer pro Stunde waren die Zielvorgabe für Bahn 2000.
Dafür wurden Strecke und Fahrzeuge gemeinsam ausgelegt.
Das Tempo klingt neben dem ICE bescheiden.
Im dichten Schweizer Netz zählt aber etwas anderes.
Hier geht es um knappe Anschlüsse, nicht um Rekorde.
Gut zu wissen
Bahn 2000 war ein Programm der SBB für schnellere Verbindungen und einen dichten, aufeinander abgestimmten Taktfahrplan.
Viele Re 460 fahren als auffällig gestaltete Werbeloks und sind so leicht wiederzuerkennen.
Das Projekt Bahn 2000
Bahn 2000 war ein großes Modernisierungsprogramm der SBB.
Kosten-Nutzen-Analysen empfahlen ein Tempo von 200 km/h.
Dafür brauchte es passende Lokomotiven.
Die Re 460 war die Antwort auf diese Aufgabe.
Mit ihr begann eine neue Fahrplan-Ära.
119 Lokomotiven
Insgesamt entstanden 119 Maschinen.
Sie tragen die Betriebsnummern 460 000 bis 460 118.
Bis Anfang 1996 waren alle geliefert.
Damit war die Serie vollständig.
Sie bildet bis heute eine geschlossene Flotte.
Die Familie Lok 2000
Die Re 460 ist die Hauptvertreterin der Lok-2000-Familie.
Von ihr leiten sich verwandte Bauarten ab.
Alle teilen die gleiche Grundtechnik.
So lassen sich Entwicklung und Wartung bündeln.
Die Familie prägte den Schweizer Bahnbetrieb über Jahre.
Eine Schweizer Konstruktion
Die Re 460 wurde weitgehend von Schweizer Firmen entwickelt.
Sie gilt als eine der letzten fast ganz im Land gebauten Streckenloks.
Später wurde der Lokbau in der Schweiz stark eingeschränkt.
Die Re 460 steht damit für ein Stück Industriegeschichte.
Umso bekannter ist sie im eigenen Land.
Vielzwecklok auf vier Achsen
Die Lok ruht auf vier angetriebenen Achsen.
Sie ist eine Vielzwecklok für viele Aufgaben.
Vor allem zieht sie schnelle Reisezüge.
Bei Bedarf kann sie auch andere Dienste übernehmen.
Diese Vielseitigkeit macht sie so wertvoll.
Bunte Werbeloks
Viele Re 460 tragen auffällige Werbeanstriche.
Ganze Lokomotiven werden dafür foliert.
So wird die Lok zur rollenden Werbefläche.
Bahnfans sammeln Fotos der verschiedenen Motive.
Das macht die Re 460 zusätzlich bekannt.
Zum Vergleich
In Deutschland fährt die Baureihe 101 in einer ähnlichen Rolle.
Auch sie zieht schnelle Reisezüge mit rund 200 km/h.
Die Re 460 ist das Schweizer Gegenstück.
Beide sind Arbeitspferde im Fernverkehr.
Der Unterschied liegt vor allem im Netz, nicht im Tempo.
Was die Zahl im Alltag heißt
Für Schweizer Reisende zählt der verlässliche Takt.
Die 200 km/h der Re 460 sichern knappe Umsteigezeiten.
Spitzenrekorde sind nicht ihr Ziel.
Pünktlichkeit und dichte Anschlüsse sind es.
So ist die Lok ein stiller Garant des Fahrplans.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
