Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, vor diesem Zug zog jahrzehntelang eine Legende: die Baureihe 110, einst 379-mal gebaut.“
Wie viele Loks der Baureihe 110 wurden gebaut?
→ Eine Lokomotive in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Baureihe 110 war über Jahrzehnte die wichtigste Schnellzuglok der Deutschen Bundesbahn. Von der Serienausführung wurden ab 1956 379 Lokomotiven gebaut. Dazu kamen fünf Vorserienmaschinen.
Manche Lokomotiven prägen eine ganze Eisenbahn-Epoche.
Die Baureihe 110 ist so ein Fall.
Jahrzehntelang zog sie die schnellen Züge der Bundesbahn.

Die Baureihe 110 in Zahlen
379
Serienlokomotiven
ausgeliefert ab Dezember 1956
5
Vorserienloks
die Muster E 10 001 bis 005
ab 1952
erste Maschinen
als Einheitslok E 10 entwickelt
1968
Umzeichnung
aus E 10 wurde Baureihe 110
Quelle: Wikipedia „DB-Baureihe E 10″. Werte gerundet, Stand 2026.
Die kurze Antwort
Von der Serienausführung wurden 379 Lokomotiven gebaut.
Die Auslieferung begann im Dezember 1956.
Dazu kamen fünf Vorserienmaschinen.
Diese trugen die Nummern E 10 001 bis 005.
Zusammen ergeben sie eine große Flotte.

Von der E 10 zur 110
Entwickelt wurde die Lok ab 1952 als Einheitslok E 10.
Sie sollte die schnellen Züge der jungen Bundesbahn ziehen.
1968 führte die Bahn ein neues Nummernsystem ein.
Aus der E 10 wurde dabei die Baureihe 110.
Der Name änderte sich, die Lok blieb dieselbe.
Gut zu wissen
Einheitsloks sind Lokomotiven nach einem gemeinsamen Baukasten; die Bundesbahn setzte in den 1950er Jahren stark auf dieses Prinzip.
Die Baureihennummer 110 entstand 1968 bei der Umstellung auf das heutige Nummernsystem der Bahn.
Die Vorserie
Zuerst baute man einige Vorserienlokomotiven.
An ihnen probierte die Industrie verschiedene Bauteile aus.
So ließ sich die beste Lösung finden.
Erst danach ging die Lok in Serie.
Dieses Vorgehen war bei neuen Baureihen üblich.
Die Serienfertigung
Ab Dezember 1956 lieferten mehrere Hersteller die Serienloks.
Den mechanischen Teil bauten Firmen wie Krauss-Maffei, Krupp und Henschel.
Die elektrische Ausrüstung kam von SSW, AEG und BBC.
In mehreren Bauserien entstanden so 379 Maschinen.
Das war für die damalige Zeit eine stattliche Zahl.
Die wichtigste Schnellzuglok
Über viele Jahre war die 110 das Gesicht des Schnellzugs.
Sie zog die schnellen Reisezüge quer durch Westdeutschland.
Kaum eine andere Lok war so oft im Einsatz.
Für Generationen von Reisenden war sie allgegenwärtig.
Ihr Summen gehörte zum Klang der Bahnhöfe.
Viele Varianten
Aus der E 10 gingen mehrere Unterbaureihen hervor.
Sie reichten bis zu den Baureihen 112 bis 115.
Jede war für etwas andere Aufgaben gedacht.
So entstand eine ganze Familie aus einer Grundform.
Das sparte Entwicklung und Ersatzteile.
Der Nachfolger 111
Ab 1974 baute die Bundesbahn die Baureihe 111.
Sie war die Weiterentwicklung der 110.
Beide Baureihen fuhren lange nebeneinander.
Die 111 übernahm nach und nach viele Aufgaben.
Die 110 blieb aber noch Jahrzehnte im Dienst.
Nach der Bahnreform
Nach 1994 wechselten viele 110 in den Nahverkehr.
Dort zogen sie Regional- und Wendezüge.
Mit der Zeit wurden sie durch neue Fahrzeuge ersetzt.
Nach und nach schieden die Loks aus dem Planbetrieb aus.
Einige blieben bei Privatbahnen oder als Museumsloks erhalten.
Zum Vergleich
379 Serienloks sind eine sehr große Stückzahl.
Sie zeigt, wie stark die Bundesbahn auf Einheitsloks setzte.
Viele gleiche Maschinen senken die Kosten.
Ersatzteile und Werkstätten lassen sich vereinheitlichen.
Die 110 ist dafür ein Musterbeispiel.
Was die Zahl im Alltag heißt
Jahrzehntelang reisten Fahrgäste hinter einer 110, ohne es zu wissen.
Die Lok war einfach immer da.
Ihre große Stückzahl machte sie zum Alltagsbild.
Heute ist sie aus dem regulären Dienst fast verschwunden.
Die 379 erinnern an eine prägende Epoche der Bahn.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
