Wie lang war die Bottwartalbahn?

Zahlen, bitte!

„Die Bottwartalbahn schlängelte sich einst mit schmaler Spur von Marbach bis nach Heilbronn.“

Wie lang war die Bottwartalbahn?

→ Eine Strecke in Zahlen.

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Kurz gesagt

Der Schmalspurabschnitt der Bottwartalbahn war 34,25 Kilometer lang. Damit war sie die längste Schmalspurstrecke der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen.

Die Bottwartalbahn war eine Schmalspurbahn in Baden-Württemberg mit 750 Millimetern Spurweite.

Sie verband Marbach am Neckar über das Bottwartal mit Heilbronn.

Unter den Schmalspurstrecken der württembergischen Staatsbahn war sie die längste.

Bottwartalbahn Auenstein km Stein
Foto: K. Jähne, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

34,25 km

Schmalspurabschnitt

Marbach–Heilbronn

750 mm

Spurweite

Schmalspur

1894

erste Teilstrecke

Marbach–Beilstein

Mit 34,25 Kilometern war sie die längste Schmalspurstrecke der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen.

Die kurze Antwort

Der Schmalspurabschnitt der Bottwartalbahn war 34,25 Kilometer lang.

Damit war sie die längste Schmalspurstrecke der württembergischen Staatsbahn.

Sie führte von Marbach am Neckar bis nach Heilbronn.

Heute ist die Strecke abgebaut und existiert nicht mehr als Bahn.

Bottwartalbahn Ilsfeld Dreischienengleisweiche
Foto: K. Jähne, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von Marbach nach Heilbronn

Die Bahn begann in Marbach am Neckar.

Sie folgte nacheinander den Flüssen Murr, Bottwar und Schozach.

Am Neckar entlang erreichte sie schließlich Heilbronn.

So verband sie mehrere kleine Täler im nördlichen Württemberg.

Gut zu wissen

Offiziell hieß die Strecke Bottwarbahn, im Volksmund wurde sie Entenmörder genannt.

Teile der alten Trasse lassen sich heute als Radweg erfahren.

34,25 Kilometer Schmalspur

Die genaue Länge des Schmalspurabschnitts betrug 34,25 Kilometer.

Das war mehr als bei jeder anderen württembergischen Schmalspurbahn.

Ihre Länge machte sie zu einer wichtigen Verbindung für die Region.

Einzelne Abschnitte waren zudem normalspurig oder als Dreischienengleis gebaut.

Die 750-Millimeter-Spur

Der größte Teil der Strecke hatte 750 Millimeter Spurweite.

Diese schmale Spur war günstig und passte gut ins enge Tal.

Zwischen Talheim und Heilbronn Süd lag von Anfang an ein Dreischienengleis.

So konnten dort auch normalspurige Wagen verkehren.

Gebaut in drei Etappen

Das erste Teilstück zwischen Marbach und Beilstein wurde 1894 eröffnet.

Im November 1899 folgte die Verlängerung bis Ilsfeld.

Im Dezember 1900 kam das Reststück bis zum Bahnhof Heilbronn Süd hinzu.

Dort stellte die Bahn den Lückenschluss zum Normalspurnetz her.

Der Spitzname Entenmörder

Im Volksmund trug die Bahn den scherzhaften Namen Entenmörder.

Angeblich stellte sie eine Gefahr für das örtliche Federvieh dar.

Solche Spitznamen zeigen, wie vertraut die Bahn den Menschen war.

Offiziell hieß sie dagegen schlicht Bottwarbahn.

Rüben für die Zuckerfabrik

Im Herbst brachte die Bahn große Mengen Zuckerrüben.

Diese sogenannte Rübenkampagne sorgte für Spitzenbelastungen.

Besonders vorteilhaft war die direkte Anbindung an die Zuckerfabrik in Heilbronn.

Der Güterverkehr war damit ein wichtiges Standbein der Strecke.

Technik in Heilbronn

An den Endpunkten gab es Umladeanlagen für Stückgut.

Rollschemelgruben erlaubten es, Normalspurwagen auf die schmale Spur zu setzen.

In Heilbronn stand ein Lokschuppen für zwei Maschinen.

Eine Drehscheibe von acht Metern Durchmesser wendete die Loks.

Strom für das Kraftwerk Marbach

Nördlich von Marbach zweigte eine Anschlussbahn ab.

Sie wurde 1938 und 1939 zum Kraftwerk Marbach gebaut.

Gegen Kriegsende versorgte die Bottwartalbahn das kohlegefeuerte Kraftwerk allein.

Grund war die Zerstörung einer wichtigen Neckarbrücke.

Das Ende der Schmalspur

Mit dem Aufkommen von Lastwagen und Bussen ging der Verkehr zurück.

Die schmale Spur konnte mit der Straße nicht mehr mithalten.

Schließlich wurde die Strecke stillgelegt.

Die Gleise wurden abgebaut und verschwanden aus der Landschaft.

Radweg auf der alten Trasse

Einzelne Abschnitte der Trasse wurden zu Bahntrassenradwegen umgebaut.

Zusammen sind diese rund 15 Kilometer lang.

Sie gehören zum Alb-Neckar-Radweg.

Für einen rund 13 Kilometer langen Abschnitt von Marbach nach Beilstein wird eine Reaktivierung geprüft.

Die Länge im Vergleich

Mit 34,25 Kilometern überragte die Bottwartalbahn alle anderen württembergischen Schmalspurstrecken.

Viele dieser Bahnen blieben deutlich kürzer.

Ihre Länge zeigt, wie weit die schmale Spur einst reichte.

Gerade deshalb bleibt die Zahl in Erinnerung.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie lang war die Bottwartalbahn?
Der Schmalspurabschnitt war 34,25 Kilometer lang und damit die längste Schmalspurstrecke der württembergischen Staatsbahn.
Welche Spurweite hatte die Bahn?
Der größte Teil der Strecke hatte 750 Millimeter Spurweite; einzelne Abschnitte waren normalspurig oder als Dreischienengleis ausgeführt.
Wann wurde die Strecke gebaut?
Das erste Teilstück Marbach–Beilstein eröffnete 1894, 1899 folgte Ilsfeld und 1900 der Abschnitt bis Heilbronn Süd.
Warum hieß sie Entenmörder?
Der scherzhafte Spitzname besagte, die Bahn sei eine Gefahr für das örtliche Federvieh gewesen.
Kann man die Strecke heute noch befahren?
Nein, die Schmalspurbahn ist abgebaut; Teile der Trasse sind heute Radweg, und eine Reaktivierung von Marbach nach Beilstein wird geprüft.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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