Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Reisende, willkommen an Bord der Transsib, die auf 9288 Kilometern von Moskau bis an den Pazifik führt.“
Wie lang ist die Transsibirische Eisenbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Transsibirische Eisenbahn ist mit 9288 Kilometern die längste Eisenbahnstrecke der Welt. Sie verbindet die russische Hauptstadt Moskau mit der Hafenstadt Wladiwostok am Pazifik.
Von Europa bis an den Pazifik zieht sich ein einziger Schienenstrang durch ganz Russland.
Die Transsibirische Eisenbahn ist das Rückgrat des riesigen Landes.
Ihre wichtigste Zahl ist eine Länge, die jede andere Bahnstrecke der Welt übertrifft.

Die wichtigsten Zahlen
9288 km
Länge Moskau–Wladiwostok
längste Eisenbahnstrecke der Welt
ca. 144 h
Reisezeit, rund sechs Tage
über 400 Bahnhöfe
1891–1916
Bauzeit
in russischer Breitspur
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Transsibirischen Eisenbahn. Stand 2026.
Die große Zahl
Die Transsibirische Eisenbahn ist rund 9288 Kilometer lang.
Damit ist sie die längste Eisenbahnstrecke der Welt.
Sie verbindet die Hauptstadt Moskau mit der Hafenstadt Wladiwostok.
Dabei durchquert sie fast den gesamten asiatischen Teil Russlands.
Kein anderer durchgehender Schienenweg der Erde ist länger.
Die Zahl 9288 steht wie keine andere für die Weite Russlands.

Sechs Tage im Zug
Eine Fahrt über die gesamte Strecke dauert in der Regel 144 Stunden.
Das sind rund sechs Tage und Nächte am Stück im Zug.
Auf dem Weg passieren die Züge über 400 Bahnhöfe.
Zwischen Moskau und Wladiwostok liegen etwa sieben Stunden Zeitunterschied.
Die Reisenden stellen ihre Uhren also mehrmals weiter.
Wer die ganze Strecke fährt, erlebt den Wechsel von Tag und Nacht über viele Tage hinweg.
Gut zu wissen
Die Transsibirische Eisenbahn ist mit rund 9288 Kilometern die längste Eisenbahnstrecke der Welt; sie verbindet Moskau mit Wladiwostok am Pazifik.
Gebaut wurde sie von 1891 bis 1916 in russischer Breitspur; eine Fahrt über die gesamte Strecke dauert heute rund 144 Stunden und damit etwa sechs Tage.
Von Moskau an den Pazifik
Startpunkt im Westen ist die russische Hauptstadt Moskau.
Endpunkt im Osten ist Wladiwostok am Pazifischen Ozean.
Dazwischen liegen endlose Wälder, Steppen und große Flüsse.
Die Strecke führt vorbei am Ural, dem Tor nach Sibirien.
Auch der gewaltige Baikalsee liegt an ihrem Weg.
So verbindet eine einzige Linie zwei sehr verschiedene Welten.
Gebaut von 1891 bis 1916
Der Bau der Strecke begann im Jahr 1891.
Damals gab Zar Alexander III. den Startschuss für das Großprojekt.
Von mehreren Seiten zugleich trieb man die Gleise voran.
Erst 1916 war die Strecke vollständig fertig.
Den Abschluss bildete die große Amurbrücke bei Chabarowsk.
Rund fünfundzwanzig Jahre dauerte es also bis zur Vollendung.
Kampf gegen Kälte und Sumpf
Der Bau der Transsib war ein Kampf gegen eine raue Natur.
In weiten Teilen Sibiriens ist der Boden dauerhaft gefroren.
Taute dieser Permafrost im Sommer an, sackten fertige Bahndämme ab.
Am Fluss Ussuri verschütteten Erdrutsche bereits verlegte Gleise.
Im Winter wiederum erschwerte die bittere Kälte jede Arbeit.
Dass die Strecke dennoch entstand, grenzt an ein Wunder.
Ein Weg um den Baikalsee
Besonders schwierig war der Abschnitt am Baikalsee.
Das Gelände dort ist gebirgig und schwer zugänglich.
Zunächst brachten große Fähren die Züge über das Wasser.
Diese Schiffe wurden in England gebaut und in Teilen an den See gebracht.
Erst später entstand eine feste Bahnlinie rund um das Südufer.
Sie gilt bis heute als eine der aufwändigsten Strecken der Transsib.
Breite Spur durch Sibirien
Die Transsib wurde in der russischen Breitspur gebaut.
Diese Gleise stehen weiter auseinander als die in Mitteleuropa.
Dadurch bieten die Wagen innen etwas mehr Platz.
Das ist auf einer so langen Reise ein großer Vorteil.
Viele Züge führen daher Schlafwagen für die langen Nächte.
Die breite Spur prägt bis heute fast das gesamte russische Netz.
Abzweige nach China und in die Mongolei
Von der Hauptstrecke zweigen mehrere berühmte Linien ab.
Eine führt als Transmongolische Bahn bis nach Peking.
Eine andere erreicht China über die Mandschurei.
So ist die Transsib mehr als nur eine einzige Strecke.
Sie ist das Herzstück eines ganzen Netzes durch Asien.
Über sie reist man theoretisch von Europa bis nach Ostasien.
Ein Land auf Schienen
Für Russland ist die Transsib von enormer Bedeutung.
Sie verbindet den fernen Osten mit dem Westen des Landes.
Über sie rollen Menschen, Rohstoffe und Waren.
Ohne die Strecke wäre Sibirien kaum zu erschließen gewesen.
Viele Städte entlang der Linie verdanken ihr Wachstum der Bahn.
So wurde die Transsib zur Lebensader eines ganzen Kontinents.
Mythos Transsib
Kaum eine Bahnstrecke ist so berühmt wie die Transsib.
Für viele Reisende ist sie der Traum einer großen Fahrt.
Tagelang zieht draußen die endlose Landschaft vorbei.
Im Zug treffen Menschen aus vielen Ländern aufeinander.
Diese Mischung aus Weite und Begegnung macht den Reiz aus.
So ist die Strecke längst zu einem Mythos geworden.
Was die Länge bedeutet
Rund 9288 Kilometer sind schwer vorstellbar.
Sie entsprechen fast einem Viertel des Erdumfangs.
Diese Strecke an einem Stück zu bauen, war eine gewaltige Leistung.
Jeder Kilometer wurde dem oft eisigen Boden abgerungen.
Die Zahl erzählt von Mut, Ausdauer und der Weite eines Landes.
Genau deshalb bleibt die Transsib die unangefochtene Nummer eins der langen Strecken.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
