Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Reisende, Sie fahren nun über die Semmeringbahn, durch 14 Tunnel und über 16 Viadukte quer durch das Gebirge.“
Wie viele Tunnel hat die Semmeringbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Semmeringbahn in Österreich führt durch 14 Tunnel und über 16 Viadukte. Sie war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas und wurde 1854 eröffnet.
Mitten durch die Ostalpen windet sich eine der berühmtesten Bergstrecken der Welt.
Die Semmeringbahn verbindet Niederösterreich mit der Steiermark.
Ihre wichtigste Zahl ist die Menge ihrer Tunnel durch den harten Fels.

Die wichtigsten Zahlen
14
Tunnel auf der Strecke
dazu 16 Viadukte
42 km
Länge der Bergstrecke
Luftlinie nur 21 km
898 m
höchster Punkt
Scheitelpunkt am Semmering
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Semmeringbahn. Stand 2026.
Die große Zahl
Die Semmeringbahn führt durch 14 Tunnel.
Hinzu kommen 16 Viadukte, über die die Strecke führt.
Dazu zählen noch über hundert steinerne Brücken und Durchlässe.
All das auf einer Strecke von nur rund 42 Kilometern.
Die vielen Tunnel zeigen, wie schwierig das Gelände hier ist.
Die Zahl 14 steht für den Kampf der Bahn gegen den Berg.

Die erste Gebirgsbahn Europas
Die Semmeringbahn war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas.
Zuvor galt es als kaum möglich, ein Gebirge auf normaler Spur zu überqueren.
Die Strecke verbindet Gloggnitz in Niederösterreich mit Mürzzuschlag in der Steiermark.
Sie ist ein Teil der großen Südbahn von Wien nach Süden.
Mit ihr gelang ein wichtiger Schritt in der Geschichte der Eisenbahn.
Noch heute gilt sie als Meilenstein der Technik.
Gut zu wissen
Die Semmeringbahn in Österreich führt auf rund 42 Kilometern durch 14 Tunnel und über 16 Viadukte; sie war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas.
Geplant von Carl von Ghega, wurde sie von 1848 bis 1854 erbaut und 1854 eröffnet; seit 1998 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Tunnel durch den harten Fels
Die 14 Tunnel führen die Strecke durch Bergrücken und Felsen.
Der längste von ihnen ist der neue Semmeringtunnel.
Er ist rund 1512 Meter lang und damit der größte der Strecke.
Daneben gibt es den älteren Scheiteltunnel von rund 1434 Metern.
Die übrigen Tunnel sind zum Teil deutlich kürzer.
Zusammen durchbrechen sie die Hindernisse auf dem Weg über den Pass.
Über 16 Viadukte
Wo der feste Fels fehlt, überspannen Viadukte die tiefen Täler.
Insgesamt sind es 16 solcher Viadukte auf der Strecke.
Mehrere von ihnen sind sogar zweistöckig gebaut.
Ihre steinernen Bögen gelten als besonders schön.
Sie fügen sich eindrucksvoll in die Berglandschaft ein.
Zusammen mit den Tunneln prägen sie das Bild der Strecke.
Steile Rampen und enge Kurven
Die Strecke überwindet große Höhenunterschiede.
An manchen Stellen steigt sie um bis zu 28 Promille an.
Das bedeutet mehr als einen Meter Höhe auf 40 Meter Strecke.
Die engsten Kurven haben nur einen Radius von 190 Metern.
Solche Werte waren zur Bauzeit völlig neu.
Nur etwa die Hälfte der Strecke verläuft überhaupt gerade.
Loks für den steilen Berg
Die steile Strecke stellte auch an die Lokomotiven hohe Ansprüche.
Gewöhnliche Maschinen kamen die starken Steigungen kaum hinauf.
Deshalb wurden eigens kräftigere Lokomotiven für den Semmering entwickelt.
In sie flossen die neuesten Techniken der damaligen Zeit ein.
Der Lokomotivbau der Semmeringbahn gilt darum als eigener Meilenstein.
Erst mit diesen Maschinen ließ sich der Berg sicher bezwingen.
Carl von Ghega plant das Unmögliche
Geplant wurde die Bahn von dem Ingenieur Carl von Ghega.
Er erhielt den Auftrag für die Semmeringquerung schon 1841.
Viele hielten sein Vorhaben damals für undurchführbar.
Ghega führte die Strecke in weiten Schleifen den Berg hinauf.
Für seine Leistung wurde er 1851 in den Ritterstand erhoben.
Heute gilt er als einer der großen Pioniere der Eisenbahn.
Gebaut in wenigen Jahren
Mit dem Bau wurde im Sommer 1848 begonnen.
Man startete zugleich an beiden Enden der Strecke.
Tausende Arbeiter schufteten in dem schwierigen Gelände.
Mehrere hundert von ihnen starben während des Baus.
Die meisten erlagen Krankheiten wie der Cholera in den Unterkünften.
Im Jahr 1854 war die Strecke schließlich fertig.
Kaiserliche Eröffnung
Bereits im Oktober 1853 fuhr die erste Lokomotive über einen Teil der Strecke.
Kurz darauf war der ganze Schienenweg durchgehend befahrbar.
Im Frühjahr 1854 wurde die Bahn feierlich eröffnet.
Kaiser Franz Joseph fuhr dabei persönlich mit.
An seiner Seite saß der Erbauer Carl von Ghega.
Damit war der Traum von einer Bahn über den Semmering wahr geworden.
Welterbe und neuer Tunnel
Seit 1998 gehört die Semmeringbahn zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Sie war eine der ersten Bahnstrecken mit diesem Titel.
Noch heute fahren Züge über die historische Bergstrecke.
Zugleich entsteht tief im Berg ein langer Semmering-Basistunnel.
Er soll den Verkehr künftig schneller und flacher führen.
Die alte Strecke aber bleibt als Denkmal erhalten.
Was die Zahl 14 bedeutet
Die 14 Tunnel sind mehr als eine bloße Zahl.
Jeder von ihnen wurde mühsam in den Fels getrieben.
Zusammen mit den Viadukten bezwingen sie das Gebirge.
Sie zeigen, wie kühn die Ingenieure vor über 170 Jahren dachten.
Aus einem fast unmöglichen Plan wurde so eine befahrbare Strecke.
Genau deshalb gilt die Semmeringbahn bis heute als Wunderwerk.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
