Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins die Montreux-Oberland-Bahn nach Gstaad und Lenk, bitte einsteigen.“
Wie lang ist die Strecke der Montreux-Oberland-Bahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Strecke der Montreux-Oberland-Bahn von Montreux nach Lenk ist 75,4 Kilometer lang. Sie ist schmalspurig, überwindet steile Rampen und führt über den Saanenmöserpass.
Die Montreux-Oberland-Bahn zählt zu den schönsten Panoramastrecken der Schweiz.
Sie verbindet den mondänen Genfersee mit dem Berner Oberland.
Doch wie lang ist die Strecke dieser Bahn genau?

Die wichtigsten Zahlen
75,4 km
Montreux–Lenk
Meterspur
73 ‰
größte Steigung
steile Rampen
1901
erste Teilstrecke
Montreux–Les Avants
Von Montreux bis Lenk sind es 75,4 Kilometer, dazwischen liegt der Saanenmöserpass.
Gut 75 Kilometer vom Genfersee ins Berner Oberland
Die Strecke der Montreux-Oberland-Bahn ist 75,4 Kilometer lang.
Sie führt von Montreux am Genfersee bis nach Lenk im Simmental.
Die Bahn ist schmalspurig mit einem Meter Spurweite.
Dabei klettert sie aus dem milden Seeklima hinauf ins Berner Oberland.
Für eine Schmalspurbahn ist das eine beachtliche Länge.

Von Montreux nach Lenk
Startpunkt ist der Bahnhof Montreux direkt am Ufer des Genfersees.
Von dort windet sich die Bahn steil den Hang hinauf.
Über Château-d’Oex und den Ferienort Gstaad geht es ins Saanenland.
Am Saanenmöserpass liegt der höchste Punkt der Strecke.
Schließlich erreicht die Bahn über Zweisimmen das Tal der Lenk.
Gut zu wissen
In Zweisimmen trifft die schmalspurige Montreux-Oberland-Bahn auf das normalspurige Netz, weshalb Güterwagen dort auf Rollböcke verladen werden.
Als Teil der Golden-Pass-Line bildet die Bahn den westlichen Abschnitt der Verbindung zwischen Genfersee und Zentralschweiz.
Steil hinauf ins Gebirge
Gleich hinter Montreux beginnt eine der steilsten Rampen der Strecke.
Die größte Steigung beträgt 73 Promille.
Damit gewinnt die Bahn auf hundert Metern bis zu 7,3 Meter an Höhe.
So überwindet sie auf engem Raum einen großen Höhenunterschied.
Der Blick zurück auf den Genfersee wird dabei immer weiter.
Eröffnung ab 1901
Die erste Teilstrecke von Montreux nach Les Avants ging 1901 in Betrieb.
Im Jahr 1904 folgte der Abschnitt bis Château-d’Oex und Gstaad.
Ein Jahr später erreichte die Bahn über den Saanenmöserpass Zweisimmen.
So wuchs die Strecke Schritt für Schritt in die Berge hinein.
Jede Etappe war ein kleines Stück Pioniergeschichte.
Weiter bis Lenk
Im Jahr 1912 ergänzte die Bahn die Linie von Zweisimmen nach Lenk.
Damit erreichte die Strecke ihre heutige Gesamtlänge.
In Zweisimmen besteht Anschluss an eine normalspurige Strecke.
Diese Erlenbach-Zweisimmen-Bahn war schon 1902 eröffnet worden.
So treffen in Zweisimmen schmale und breite Spur aufeinander.
Güter auf fremden Rädern
Auch Güter rollen auf der Strecke von Zweisimmen nach Lenk.
Für normalspurige Güterwagen nutzt die Bahn sogenannte Rollböcke.
Diese kleinen Rollwagen tragen die breiten Waggons huckepack.
So müssen die Waren unterwegs nicht umgeladen werden.
Das spart Zeit und erhält den Güterverkehr im Tal.
Panoramawagen aus eigener Werkstatt
Die Montreux-Oberland-Bahn ist für ihre Panoramawagen bekannt.
Viele davon entstanden zu großen Teilen in der eigenen Werkstatt in Chernex.
Die klimatisierten Wagen bieten einen weiten Blick in die Landschaft.
Große Fenster reichen dabei weit nach oben.
So wird die Fahrt selbst zum Erlebnis.
Teil der Golden-Pass-Line
Zusammen mit weiteren Bahnen bildet die Strecke die Golden-Pass-Line.
Diese Route verbindet den Genfersee über das Berner Oberland mit der Zentralschweiz.
Reisende erleben dabei Seen, Berge und Täler auf einer durchgehenden Linie.
Die Montreux-Oberland-Bahn steuert den westlichen Abschnitt bei.
So gehört sie zu den beliebtesten Panoramastrecken des Landes.
Durch das mondäne Saanenland
Ein Höhepunkt der Strecke ist die Fahrt durch das Saanenland.
Dort liegt der weltbekannte Ferienort Gstaad an der Bahn.
Viele Gäste reisen eigens mit dem Zug in die Berge an.
Die Bahn verbindet die Dörfer des Tals miteinander.
So ist sie zugleich Nahverkehr und Touristenattraktion.
Eine Bahn, die auch die Gleise besitzt
Die Montreux-Oberland-Bahn ist zugleich Verkehrsunternehmen und Eigentümerin der Gleise.
Sie betreibt also die Züge und unterhält auch die Strecke selbst.
Gegründet wurde die Gesellschaft Ende der 1890er Jahre.
Ihr Zweck war zunächst allein der Bau dieser Bahn.
Bis heute trägt sie das Kürzel MOB.
Vom See in die Höhe
Kaum eine Strecke zeigt den Kontrast der Schweiz so deutlich.
Unten locken Weinberge und die milde Luft am Genfersee.
Oben liegen im Winter tief verschneite Alpentäler.
Die Bahn verbindet diese beiden Welten in wenigen Stunden.
Das macht jede Fahrt zu einer kleinen Reise durch die Klimazonen.
Was die 75 Kilometer bedeuten
Gut 75 Kilometer klingen nach einer kurzen Strecke.
Doch dazwischen liegt der Aufstieg vom See bis über einen Pass.
Die Bahn verbindet mondäne Orte mit stillen Bergdörfern.
Jeder Kilometer erschließt ein Stück der vielfältigen Schweiz.
Gerade das macht die kompakte Zahl so reizvoll.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
