Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Gmunden, wo die wohl kleinste Straßenbahn der Welt den Berg hinaufklettert.“
Wie lang ist die Straßenbahn Gmunden?
→ Ein Netz in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Straßenbahn Gmunden ist heute 2,315 Kilometer lang. Damit galt sie lange als die kleinste Straßenbahn der Welt und gehört mit zehn Prozent Steigung zu den steilsten ihrer Art.
Im oberösterreichischen Gmunden am Traunsee fährt eine Straßenbahn der Superlative.
Mit nur 2,315 Kilometern Länge galt sie lange als die kleinste Straßenbahn der Welt.
Zugleich ist sie eine der steilsten Adhäsionsbahnen überhaupt.

Die wichtigsten Zahlen
2,315 km
heutige Streckenlänge
seit 1975
1894
Eröffnung
als Elektrische Lokalbahn Gmunden
10 %
maximale Steigung
eine der steilsten Adhäsionsbahnen
Die Angaben beziehen sich auf die meterspurige Gmundner Straßenbahn.
Die Kernzahl
Die Straßenbahn Gmunden ist heute 2,315 Kilometer lang.
Sie fährt im oberösterreichischen Gmunden am Ufer des Traunsees.
Gebaut ist sie in der schmalen Meterspur mit 1000 Millimetern.

Einst die kleinste der Welt
Mit dieser kurzen Strecke galt die Bahn lange als die kleinste Straßenbahn der Welt.
Gerade diese Winzigkeit machte sie bei Fahrgästen und Bahnfreunden berühmt.
Eine Fahrt von einem Ende zum anderen ist in wenigen Minuten erledigt.
Gut zu wissen
Eine Adhäsionsbahn fährt allein über die Reibung zwischen Rad und Schiene, ganz ohne Zahnstange.
Bei zehn Prozent Steigung gehört die Gmundner Elektrische damit zu den steilsten ihrer Art.
Von 2,543 auf 2,315 Kilometer
Ursprünglich war die Strecke 2,543 Kilometer lang.
1975 wurde der Abschnitt zwischen dem Rathausplatz und dem Franz-Josef-Platz stillgelegt.
Seitdem misst die Bahn nur noch 2,315 Kilometer.
Eröffnet im Jahr 1894
Die Bahn ging im August 1894 in Betrieb.
Ursprünglich firmierte sie als Elektrische Lokalbahn Gmunden, kurz ELBG.
Damit gehört sie zu den ältesten elektrischen Bahnen ihrer Art.
Warum es die Bahn überhaupt gibt
Der Bahnhof von Gmunden lag weit vom Stadtzentrum entfernt.
Die Entfernung vom Zentrum zum damaligen Rudolfsbahnhof erwies sich als zu groß.
Darum beschloss die Stadt den Bau einer Lokalbahn zwischen Rathausplatz und Bahnhof.
Eine der steilsten ihrer Art
Die Gmundner Elektrische überwindet eine maximale Steigung von zehn Prozent.
Damit zählt sie zu den steilsten Adhäsionsbahnen der Welt.
Die kurze Strecke hat es also durchaus in sich.
Was Adhäsion bedeutet
Eine Adhäsionsbahn kommt allein durch die Reibung zwischen Rad und Schiene voran.
Sie braucht keine zusätzliche Zahnstange in der Gleismitte.
Bei zehn Prozent Steigung ist das eine beachtliche Leistung.
Schmale Meterspur
Das Gleis ist nur 1000 Millimeter breit.
Diese Meterspur ist schmaler als die mitteleuropäische Normalspur.
Sie passt gut zu den engen Verhältnissen in der kleinen Stadt.
Vom Lokalbahn zur Straßenbahn
Zunächst galt die Bahn als Lokalbahn.
Nach dem Jahr 1938 wurde sie zur Straßenbahn umkonzessioniert.
An ihrer Aufgabe als Verbindung zwischen Zentrum und Bahnhof änderte das nichts.
Die Traunseetram seit 2018
Im September 2018 wurde die Bahn mit der benachbarten Traunseebahn verknüpft.
Gemeinsam bilden sie seither die sogenannte Traunseetram.
Aus zwei kurzen Strecken wurde so eine durchgehende Verbindung.
Klein, aber gut vernetzt
Durch die Verknüpfung ist die einst isolierte Bahn heute Teil eines größeren Ganzen.
Fahrgäste können ohne Umstieg weiterfahren.
Der Charme der kurzen, steilen Strecke bleibt dabei erhalten.
Warum so eine Bahn besonders ist
Eine Straßenbahn von gut zwei Kilometern Länge ist eine echte Rarität.
Sie zeigt, dass auch kleine Städte eine eigene Schienenverbindung haben können.
Für Gmunden ist die Elektrische längst ein Wahrzeichen.
Was die Zahl für Fahrgäste heißt
Gut zwei Kilometer Strecke verbinden das Zentrum mit dem Bahnhof.
Wer ankommt, ist mit wenigen Minuten Fahrt mitten in der Stadt.
Seit der Verknüpfung zur Traunseetram reicht die Fahrt sogar noch weiter.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
