Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Pakistan, wo die Gleise noch ein gutes Stück breiter sind als bei uns.“
Wie lang ist das Schienennetz Pakistans?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Pakistan Railways unterhält ein Schienennetz von über 7000 Kilometern. Gebaut ist es in der breiten indischen Spur von 1676 Millimetern, einem Erbe der Kolonialzeit.
Pakistans Eisenbahn ist ein Erbe der britischen Kolonialzeit auf dem indischen Subkontinent.
Die staatliche Pakistan Railways unterhält ein über 7000 Kilometer langes Netz.
Gebaut ist es in der besonders breiten indischen Spur, die hier bis heute den Takt vorgibt.

Die wichtigsten Zahlen
über 7000 km
Länge des Netzes
Betreiber ist Pakistan Railways
1676 mm
indische Breitspur
die breiteste gängige Spur der Welt
~70 Mio.
Fahrgäste (2018)
im Personenverkehr
Die Angaben stammen von der staatlichen Gesellschaft Pakistan Railways.
Die Kernzahl
Pakistan Railways unterhält ein über 7000 Kilometer langes Schienennetz.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Lahore und gehört dem Staat.
Es bietet sowohl Personen- als auch Güterverkehr an.

Die breite Spur des Subkontinents
Pakistan fährt in der indischen Breitspur mit 1676 Millimetern.
Das ist die breiteste Spurweite, die weltweit häufig in Gebrauch ist.
Zusammen mit der nur acht Millimeter schmaleren iberischen Breitspur bildet sie rund sechs Prozent des weltweiten Bahnnetzes.
Gut zu wissen
Die indische Breitspur von 1676 Millimetern ist die breiteste weltweit häufig genutzte Spurweite.
Pakistan, Indien und weitere Länder des Subkontinents teilen dieses Erbe aus der Kolonialzeit.
Woher die breite Spur kommt
Die Spurweite geht auf Entscheidungen aus der britischen Kolonialzeit zurück.
Das Eisenbahnnetz auf dem indischen Subkontinent wurde im 19. Jahrhundert von der Kolonialmacht erbaut.
Pakistan übernahm dieses Erbe und hält bis heute an der breiten Spur fest.
Rund 70 Millionen Fahrgäste
Im Jahr 2018 beförderte Pakistan Railways etwa 70 Millionen Menschen.
Für ein so großes Land ist die Bahn damit ein wichtiges, aber nicht das einzige Verkehrsmittel.
Viele Reisende sind nach wie vor auf Busse und Straßen angewiesen.
Ein Netz aus der Kolonialzeit
Die ersten Strecken entstanden im 19. Jahrhundert unter britischer Herrschaft.
Sie sollten das Land erschließen und die großen Städte verbinden.
Viele der alten Trassen bilden bis heute das Rückgrat des Netzes.
Die Teilung von 1947
Mit der Unabhängigkeit und der Teilung Britisch-Indiens 1947 entstand auch ein eigenständiges pakistanisches Netz.
Die Grenzen zerschnitten manche gewachsene Verbindung.
Seither entwickelt sich das Netz unabhängig vom indischen weiter.
Verwaltung aus Lahore
Pakistan Railways untersteht dem Eisenbahnministerium der Regierung.
Von Lahore aus werden Planung, Verwaltung und Betrieb gesteuert.
An der Spitze stehen der zuständige Minister und ein Geschäftsführer.
Eine alternde Infrastruktur
Teile der Infrastruktur gelten als veraltet.
Gleise, Signale und Fahrzeuge sind an vielen Stellen in die Jahre gekommen.
Darum steht die Modernisierung seit Längerem ganz oben auf der Liste.
Modernisierung mit China
Im Rahmen des China-Pakistan Economic Corridor soll das Netz ausgebaut werden.
Bis 2026 war eine umfassende Modernisierung in Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China geplant.
Dabei geht es sowohl um neue Gleise als auch um schnellere Verbindungen.
Anschluss für Gwadar
Ein Ziel ist es, die Provinz Belutschistan besser mit der Bahn zu erschließen.
Dazu gehört die Anbindung des Hafens von Gwadar an den Rest des Landes.
So soll die Schiene auch für den Güterverkehr attraktiver werden.
Was Gesamtlänge heißt
Die über 7000 Kilometer zählen die Strecken, nicht jedes einzelne Gleis.
Eine zweigleisige Strecke erscheint in der Statistik nur einmal.
Die Zahl sagt also mehr über die Ausdehnung als über die Kapazität.
Im Vergleich mit dem Nachbarn
Der große Nachbar Indien hat ein um ein Vielfaches längeres Netz.
Beide Netze gehen auf dieselbe koloniale Wurzel und dieselbe breite Spur zurück.
Pakistans über 7000 Kilometer wirken daneben überschaubar, decken aber die wichtigsten Achsen ab.
Was die Zahl für Reisende heißt
Über 7000 Kilometer Gleis verbinden die großen Städte von der Küste bis in den Norden.
Wo die Infrastruktur alt ist, sind die Züge langsamer und störanfälliger.
Die geplante Modernisierung soll vor allem die stark genutzten Hauptstrecken verbessern.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
