Zahlen, bitte!
„Anschluss ins Städtchen Cossonay, die Bahn wartet gleich neben dem Gleis.“
Wie lang ist die Standseilbahn von Cossonay?
→ Eine Zubringerbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Standseilbahn von Cossonay ist 1228 Meter lang. Auf dieser Strecke überwindet sie einen Höhenunterschied von 133 Metern.
Wer mit dem Zug nach Cossonay fährt, steht zunächst unten im Tal.
Das eigentliche Städtchen liegt jedoch oben auf einem Hügel.
Eine kleine Standseilbahn schließt diese Lücke, doch wie lang ist ihre Strecke?

Die wichtigsten Zahlen
1228 m
Streckenlänge
eingleisig mit Ausweiche in der Mitte
133 m
Höhenunterschied
vom Bahnhof hinauf ins Städtchen
130 ‰
größte Neigung
das sind rund 13 Prozent
1897
Eröffnung
Meterspur mit 1000 mm
Alle Werte nach der deutschsprachigen Wikipedia zur Standseilbahn Cossonay; 2016 wurden rund 286.800 Fahrgäste gezählt.
Die Bahn, die den Zug verlängert
Die Standseilbahn von Cossonay ist 1228 Meter lang.
Sie beginnt beim Bahnhof Cossonay-Penthalaz unten im Tal.
Ihr Ziel ist das Städtchen Cossonay oben auf dem Hügel.
Damit bringt sie die Fahrgäste vom Zug direkt in den Ort.
Ohne sie wäre der Weg hinauf ein steiler Fußmarsch.

1228 Meter bergauf
Mit 1228 Metern ist die Strecke länger als bei vielen Stadtbahnen gleicher Art.
Die Bahn verläuft geradlinig und eingleisig den Hang hinauf.
In der Mitte der Strecke liegt eine Ausweiche für die beiden Wagen.
Dort begegnen sich der aufsteigende und der absteigende Wagen.
Der Rest der Strecke besteht nur aus einem einzigen Gleis.
Gut zu wissen
Die Abtsche Weiche ist eine Erfindung eigens für Standseilbahnen.
Sie führt die beiden Wagen in der Ausweiche ganz ohne bewegliche Schienenteile.
Jeder Wagen läuft durch die Form seiner Räder von selbst auf die richtige Spur.
133 Höhenmeter
Auf den 1228 Metern überwindet die Bahn 133 Höhenmeter.
Das ist ein eher sanfter Anstieg für eine Standseilbahn.
Trotzdem reicht er aus, um Tal und Hügel deutlich zu trennen.
Für Fußgänger wären diese 133 Meter ein ordentlicher Aufstieg.
Die Bahn erledigt ihn in wenigen Minuten.
Nicht sehr steil, aber stetig
Die größte Neigung der Bahn beträgt 130 Promille.
Das sind umgerechnet etwa 13 Prozent.
Im Vergleich zu echten Steilbahnen ist das ein moderater Wert.
Dafür ist die Fahrt ruhig und gleichmäßig.
Die geringe Steigung passt gut zu einer Zubringerbahn.
Eine Bahn mit einer Ausweiche
Die Standseilbahn Cossonay fährt mit zwei Wagen am gemeinsamen Seil.
Da die Strecke nur ein Gleis hat, brauchen die Wagen eine Ausweiche.
Diese liegt genau in der Mitte der Strecke.
Dort teilt sich das Gleis kurz in zwei Spuren.
So können die Wagen aneinander vorbeifahren, ohne sich zu behindern.
Was eine Abtsche Weiche ist
In der Ausweiche steckt eine besondere Technik, die Abtsche Weiche.
Sie wurde für Standseilbahnen entwickelt und kommt ohne bewegliche Teile aus.
Die Räder der Wagen sind unterschiedlich geformt und werden fest geführt.
Dadurch läuft jeder Wagen von selbst auf seine Spur.
Diese elegante Lösung findet sich bei vielen Standseilbahnen der Welt.
Eröffnet im Jahr 1897
Die Standseilbahn von Cossonay fährt seit 1897.
Sie entstand als Anschluss an die Bahnstrecke Lausanne–Biel/Bienne.
Der Bahnhof Cossonay-Penthalaz lag schon seit 1855 im Tal.
Die Standseilbahn band das höher gelegene Städtchen an diesen Bahnhof an.
Seitdem gehört sie fest zum Ortsbild von Cossonay.
Vom Bahnhof ins Städtchen
Die Talstation steht nur etwa 50 Meter westlich des Bahnhofs.
Umsteigen vom Zug in die Standseilbahn geht also sehr schnell.
Oben endet die Bahn mitten im Städtchen Cossonay.
Der Zubringer macht aus Bahnhof und Ort ein zusammenhängendes Ganzes.
Genau dafür wurde die Bahn einst gebaut.
Zwei Kabinen, 47 Plätze
Die Bahn fährt mit zwei Kabinen.
Jede Kabine fasst 47 Personen.
Die beiden Wagen sind über das Zugseil fest miteinander verbunden.
Fährt der eine hinauf, fährt der andere hinunter.
So teilen sich die Wagen die Arbeit auf der Strecke.
Fast 287.000 Fahrgäste im Jahr
Im Jahr 2016 zählte die Bahn rund 286.800 Fahrgäste.
Für einen so kleinen Ort ist das eine beachtliche Zahl.
Sie zeigt, wie wichtig der Zubringer für den Alltag ist.
Viele Fahrgäste nutzen die Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule.
Andere kommen als Ausflügler in das alte Städtchen.
Warum kleine Städte Standseilbahnen bauten
Viele alte Städtchen liegen aus Schutzgründen auf einem Hügel.
Die Eisenbahn dagegen wurde meist unten im Tal gebaut.
So entstand eine Lücke zwischen Bahnhof und Ortskern.
Eine Standseilbahn war die einfachste Lösung, diese Lücke zu schließen.
Cossonay ist ein schönes Beispiel für diese Idee.
Teil des Schweizer Bahnnetzes
Die Standseilbahn ist in den öffentlichen Verkehr eingebunden.
Am Bahnhof im Tal halten die Züge der Linie Lausanne–Biel/Bienne.
Oben schließt die Bahn an das Leben im Städtchen an.
So wird aus einer kurzen Fahrt ein wichtiges Bindeglied.
Kleine Bahnen wie diese halten viele Schweizer Orte zusammen.
1228 Meter im Vergleich
Mit 1228 Metern liegt die Bahn im Mittelfeld der Schweizer Standseilbahnen.
Die Gurtenbahn in Bern ist mit 1059 Metern etwas kürzer.
Die Biel-Magglingen-Bahn kommt auf 1693 Meter.
Die Standseilbahn zum Ritom-See misst 1369 Meter.
Cossonay reiht sich damit sauber in diese Reihe ein.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
