Zahlen, bitte!
„Endstation Magglingen, bitte die 442 Höhenmeter beim Aussteigen nicht vergessen.“
Wie groß ist der Höhenunterschied der Biel-Magglingen-Bahn?
→ Ein steiler Aufstieg in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Biel-Magglingen-Bahn überwindet einen Höhenunterschied von 442 Metern. Dafür braucht die Schweizer Standseilbahn eine 1693 Meter lange Strecke.
Hoch über dem Bielersee liegt das Dorf Magglingen.
Wer nicht zu Fuß hinaufwandern will, nimmt die Standseilbahn von Biel.
Die spannende Frage ist dabei: Wie viele Höhenmeter überwindet diese Bahn eigentlich?

Die wichtigsten Zahlen
442 m
Höhenunterschied
von Biel hinauf nach Magglingen
1693 m
Streckenlänge
als Standseilbahn gebaut
1887
Einweihung
zunächst mit Wasserballast
2001
letzte Modernisierung
durch die Firma Doppelmayr
Alle Werte nach der deutschsprachigen Wikipedia zur Biel-Magglingen-Bahn.
Der steile Weg nach Magglingen
Die Biel-Magglingen-Bahn überwindet einen Höhenunterschied von 442 Metern.
Dafür legt sie eine Strecke von 1693 Metern zurück.
Sie verbindet die Stadt Biel am See mit dem höher gelegenen Magglingen.
Der große Höhenunterschied macht sie zu einer der kräftigeren Standseilbahnen der Schweiz.
Für die Fahrgäste bedeutet das einen schnellen Wechsel von der Stadt in die Höhe.

Von der Stadt auf die Höhe
Biel/Bienne liegt am Nordufer des Bielersees.
Magglingen thront mehrere hundert Meter darüber am Jurahang.
Zwischen beiden liegt genau jener Höhenunterschied von 442 Metern.
Die Bahn nimmt den Fahrgästen diesen Anstieg in wenigen Minuten ab.
Zu Fuß wäre derselbe Weg ein langer und schweißtreibender Aufstieg.
Gut zu wissen
Eine Wasserballastbahn nutzt das Gewicht von Wasser statt eines Motors.
Der obere Wagen wird mit Wasser gefüllt und zieht den unteren beim Absenken nach oben.
Dieses Prinzip arbeitete ganz ohne Strom und war im 19. Jahrhundert weit verbreitet.
Was 442 Höhenmeter bedeuten
Ein Höhenunterschied von 442 Metern ist beachtlich für eine so kurze Strecke.
Das entspricht ungefähr der Höhe eines sehr hohen Wolkenkratzers.
Viele bekannte Aussichtsbahnen überwinden deutlich weniger.
Die Gurtenbahn in Bern etwa schafft nur rund 267 Höhenmeter.
Die Biel-Magglingen-Bahn steigt also fast doppelt so hoch.
1693 Meter Strecke
Mit 1693 Metern Länge gehört die Bahn zu den längeren Standseilbahnen der Schweiz.
Auf dieser Strecke verteilt sich der Anstieg von 442 Metern.
Das Gelände am Jurahang ist steil und bewaldet.
Die Bahn folgt einer festen Trasse mit Schienen und einem Zugseil.
So kommt sie sicher und gleichmäßig den Berg hinauf.
Die Einweihung 1887
Die Biel-Magglingen-Bahn wurde 1887 eingeweiht.
Gebaut wurde sie von der Firma Pümpin, Herzog und Cie aus Bern.
Damit zählt sie zu den älteren Bergbahnen der Schweiz.
Seit über 135 Jahren fährt sie den Jurahang hinauf.
Ihre lange Geschichte macht sie auch zu einem Stück Technikgeschichte.
Als die Bahn mit Wasser fuhr
Bis 1923 fuhr die Bahn als sogenannte Wasserballastbahn.
Sie brauchte dafür keinen Motor und keinen Strom.
Stattdessen nutzte sie das Gewicht von Wasser als Antrieb.
Das war im 19. Jahrhundert eine verbreitete und günstige Technik.
Viele frühe Standseilbahnen funktionierten nach diesem Prinzip.
Wie eine Wasserballastbahn arbeitet
Der obere Wagen füllt an der Bergstation einen großen Wassertank.
Dadurch wird er schwerer als der untere Wagen.
Das Übergewicht zieht den oberen Wagen nach unten.
Über das gemeinsame Seil wird der untere Wagen gleichzeitig nach oben gezogen.
Unten lässt der Wagen das Wasser wieder ab, und das Spiel beginnt von vorne.
Mehr Wasser in den Wagen
1923 erneuerte die Firma von Roll die Wagen der Bahn.
Dabei wurde der Wasserballast je Wagen von 3,5 auf 4,5 Tonnen erhöht.
Mit mehr Wasser ließ sich die Bahn kräftiger und sicherer betreiben.
Die Grundidee des Wassergewichts blieb aber zunächst erhalten.
Erst später kam die Umstellung auf einen anderen Antrieb.
Der Umstieg auf Strom
1954 wurde die Anlage auf elektrischen Betrieb umgebaut.
Auch diesen Umbau führte die Firma von Roll aus.
Dabei wurde die alte Bremszahnstange nach dem System Riggenbach entfernt.
Die Wagen wurden erneut ersetzt und an die neue Technik angepasst.
Seitdem treibt ein elektrischer Motor das Zugseil an.
Die moderne Anlage seit 2001
2001 brachte die Firma Doppelmayr die Bahn auf den neuesten Stand.
Doppelmayr ist ein bekannter Hersteller von Seilbahnen aus Österreich.
Die Technik wurde erneuert, der Höhenunterschied von 442 Metern blieb gleich.
So verbindet die Bahn alte Trasse und moderne Steuerung.
Für die Fahrgäste fährt sie heute so zuverlässig wie eh und je.
Magglingen und der Sport
Magglingen ist vor allem als Zentrum des Schweizer Sports bekannt.
Oben am Berg liegt ein großes Ausbildungs- und Trainingsgelände.
Viele Athletinnen und Athleten reisen regelmäßig dorthin.
Die Standseilbahn ist für sie ein wichtiger Zubringer.
Ohne die Bahn wäre der tägliche Weg deutlich mühsamer.
Eine von vielen Schweizer Bergbahnen
Die Schweiz ist bekannt für ihre zahlreichen Standseilbahnen.
Viele davon stammen wie diese aus dem 19. Jahrhundert.
Sie erschließen Hausberge, Dörfer und Aussichtspunkte.
Die Biel-Magglingen-Bahn ist ein typisches Beispiel dafür.
Sie zeigt, wie eine Stadt und ein Höhendorf verbunden werden.
442 Meter im Vergleich
Mit 442 Höhenmetern gehört die Bahn zu den kräftigeren im Land.
Die Gurtenbahn in Bern überwindet nur rund 267 Meter.
Die Standseilbahn von Cossonay kommt sogar nur auf 133 Meter.
Die vinifuni-Bahn am Bielersee schafft 383 Meter.
Die Biel-Magglingen-Bahn liegt damit klar an der Spitze dieser Gruppe.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
