Zahlen, bitte!
„Die Sauschwänzlebahn ringelt sich durch den Südschwarzwald, als wollte sie keinen Hügel auslassen.“
Wie lang ist die Sauschwänzlebahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die berühmte Bergstrecke der Sauschwänzlebahn legt für nur 9,6 Kilometer Luftlinie über 25 Kilometer Gleis an. Die gesamte Bahnstrecke Lauchringen–Hintschingen misst 61,7 Kilometer.
Die Sauschwänzlebahn ist der bekannte, kurvenreiche Teil der Bahnstrecke Lauchringen–Hintschingen im Südschwarzwald.
Sie ist normalspurig und berühmt für ihre Kehrtunnel und Schleifen.
Ihre Länge erklärt sich aus dem Zwang, viel Höhe auf wenig Luftlinie zu überwinden.

Die wichtigsten Zahlen
über 25 km
Gleis der Bergstrecke
Blumberg–Weizen
9,6 km
Luftlinie
tatsächliche Distanz
61,7 km
Gesamtstrecke
Lauchringen–Hintschingen
Für 9,6 Kilometer Luftlinie bauten die Ingenieure über 25 Kilometer Gleis mit Kehren und Tunneln.
Die kurze Antwort
Die eigentliche Sauschwänzlebahn ist die Bergstrecke zwischen Blumberg und Weizen.
Für eine Luftlinie von nur 9,6 Kilometern mussten über 25 Kilometer Gleis gebaut werden.
Möglich wurde der Aufstieg durch Kehrschleifen und Tunnel.
Die ganze Bahnstrecke Lauchringen–Hintschingen, zu der sie gehört, misst 61,7 Kilometer.

Drei Namen für eine Strecke
Offiziell heißt die Linie Bahnstrecke Lauchringen–Hintschingen.
Weil sie im ersten Drittel der Wutach folgt, wird sie auch Wutachtalbahn genannt.
Der kurvenreiche Mittelteil trägt den Namen Sauschwänzlebahn.
Der nördliche Abschnitt heißt nach der Aitrach zudem Aitrachtalbahn.
Gut zu wissen
Der Kreiskehrtunnel in der Stockhalde ist das technische Wahrzeichen der Bahn.
Die Strecke verbindet mit Hochrheinbahn und Schwarzwaldbahn zwei wichtige Linien im Südwesten.
Über 25 Kilometer für 9,6 Kilometer Luftlinie
Zwischen Tal und Höhe lag ein großer Höhenunterschied auf kurzer Distanz.
Eine direkte Strecke wäre für die Loks zu steil gewesen.
Also legten die Erbauer das Gleis in weiten Schleifen an.
So wuchs die Baustrecke auf über 25 Kilometer, obwohl die Luftlinie nur 9,6 Kilometer beträgt.
Der Kreiskehrtunnel in der Stockhalde
Das Herzstück der Bahn ist der Kreiskehrtunnel in der Stockhalde.
In ihm dreht sich die Strecke im Berg um sich selbst, um Höhe zu gewinnen.
Solche Spiraltunnel sind selten und technisch anspruchsvoll.
Ihm verdankt die Bahn einen großen Teil ihres Rufs.
Weitere Tunnel und Kehren
Im Mittelabschnitt wendet sich die Strecke im Kehrtunnel Im Weiler um 180 Grad.
Danach verläuft sie kurz talabwärts, bevor sie wieder ansteigt.
Beim Grimmelshofener Tunnel wechselt die Bahn ins Mühlbachtal.
Der Bahnhof Grimmelshofen besitzt ein Ausweichgleis für Zugkreuzungen.
Warum das Militär baute
Den Bau der Strecke trieb vor allem das Militär voran.
Sie sollte als strategische Bahn Truppen und Nachschub bewegen.
Solche Rücksichten erklären den aufwendigen Verlauf.
Durchgehend eröffnet wurde die Strecke 1890.
61,7 Kilometer Gesamtstrecke
Die ganze Bahnstrecke Lauchringen–Hintschingen ist 61,7 Kilometer lang.
Sie ist normalspurig und durchgehend eingleisig.
Am einen Ende mündet sie bei Lauchringen in die Hochrheinbahn.
Am anderen Ende trifft sie bei Hintschingen auf die Schwarzwaldbahn.
Woher der Spitzname kommt
Der volkstümliche Name Sauschwänzle spielt auf den geringelten Verlauf an.
Die vielen Kurven erinnern an ein gekräuseltes Schwänzchen.
Gerade der Kreiskehrtunnel verstärkt diesen Eindruck.
So wurde aus einer Militärbahn eine Bahn mit einem schmunzelnden Namen.
Vom Niedergang zur Museumsbahn
Der reguläre Verkehr auf der anspruchsvollen Strecke ging mit der Zeit zurück.
Der touristische Betrieb rettete den bekanntesten Abschnitt.
Heute verkehren zwischen Blumberg und Weizen Museumszüge.
Sie machen die Ingenieurskunst für Besucher erlebbar.
Dampf durch den Südschwarzwald
Die Strecke führt durch den Naturpark Südschwarzwald.
An Fahrtagen ziehen oft Dampfloks die historischen Wagen.
Durch Tunnel, über Viadukte und durch Wälder erleben Gäste die Berglandschaft.
Die Fahrt ist ein Höhepunkt für Technik- und Naturfreunde.
Die Steigung als Grund für die Länge
Ohne die Schleifen hätte die Bahn den Höhenunterschied nicht bewältigt.
Jede zusätzliche Kurve senkt die Steigung pro Meter.
So tauschten die Erbauer kurze, steile Wege gegen lange, flachere.
Die große Gleislänge ist deshalb kein Umweg, sondern Absicht.
Die Zahlen im Vergleich
Das Verhältnis von 25 Kilometer Gleis zu 9,6 Kilometer Luftlinie ist bemerkenswert.
Es zeigt, wie viel Aufwand ein Aufstieg im Mittelgebirge verlangt.
Unter deutschen Strecken ist die Sauschwänzlebahn dafür ein Paradebeispiel.
Ihre Zahlen erklären zugleich ihren bleibenden Reiz.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
