Zahlen, bitte!
„Die älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands dampft seit 1880 durch das Mansfelder Land.“
Wie lang ist die Mansfelder Bergwerksbahn?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Mansfelder Bergwerksbahn fährt heute auf rund 11,8 Kilometern. In ihrer Blütezeit umfasste das Grubennetz bis zu 95 Kilometer Gleis.
Die Mansfelder Bergwerksbahn hat eine Spurweite von 750 Millimetern und gilt als älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands.
Sie entstand, um die Erze und Materialien des Mansfelder Kupferbergbaus zu transportieren.
Heute fährt sie als dampfbetriebene Museumsbahn auf einem Teil des einstigen Netzes.

Die wichtigsten Zahlen
11,8 km
heutige Strecke
Museumsbetrieb
bis 95 km
historisches Netz
1913–1924
750 mm
Spurweite
seit 1880
Als älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands nahm die Bahn ihren Betrieb 1880 auf.
Die kurze Antwort
Die Mansfelder Bergwerksbahn fährt heute auf rund 11,8 Kilometern.
Dieses Teilstück ist ein Rest eines einst viel größeren Grubennetzes.
In der Blütezeit umfasste dieses Netz bis zu 95 Kilometer Gleis.
Mit 750 Millimetern Spurweite gilt sie als älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands.

Eine Bahn für den Bergbau
Das Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt lebte jahrhundertelang vom Kupferschieferbergbau.
Die Schächte und Hütten mussten mit Erz, Kohle und Koks versorgt werden.
Dafür baute man ein dichtes Netz schmalspuriger Grubenanschlussbahnen.
Die Mansfelder Bergwerksbahn war das Rückgrat dieses Transports.
Gut zu wissen
Der Vereinsbahnhof Benndorf liegt unmittelbar neben dem DB-Bahnhof Klostermansfeld.
Das Mansfelder Land war eine der ältesten Bergbauregionen Mitteldeutschlands.
11,8 Kilometer fahren heute
Vom großen Netz ist heute eine Strecke von 11,8 Kilometern in Betrieb.
Darauf verkehrt an Fahrtagen eine dampfbetriebene Museumsbahn.
Betreiber ist der Verein Mansfelder Bergwerksbahn.
Direkt neben dem DB-Bahnhof Klostermansfeld unterhält er einen eigenen Bahnhof namens Benndorf.
Die schmale 750-Millimeter-Spur
Man entschied sich bewusst für die schmale Spur von 750 Millimetern.
Sie war im hügeligen Gelände billiger und flexibler zu bauen.
Enge Kurven ließen sich damit leichter anlegen.
Diese Spurweite prägte viele Industriebahnen in Deutschland.
1880: der Anfang mit 4,5 Kilometern
Im November 1880 nahm die Bahn ihren Betrieb auf.
Die erste Strecke war 4,5 Kilometer lang.
Sie führte vom Glückhilfsschacht bei Welfesholz zur Kupferkammerhütte in Hettstedt.
Damit begann die Geschichte der heute ältesten betriebsfähigen Schmalspurbahn des Landes.
Wie das Netz wuchs
Von 1882 bis 1886 bauten die Betreiber das Netz systematisch aus.
Rückgrat wurde die 24 Kilometer lange Strecke von Eisleben nach Hettstedt.
Das Gleisnetz wuchs auf 48 Kilometer.
Dazu kamen noch einmal 26 Kilometer Anschluss- und Nebenbahnen.
Bis zu 95 Kilometer
Zwischen 1913 und 1924 erreichte das Netz seine größte Ausdehnung.
Es wuchs auf rund 95 Kilometer an.
Anlass war der Anschluss der Großschächte Vitzthum-Schacht und Wolf-Schacht.
Damit war die Bergwerksbahn ein weit verzweigtes Industrienetz.
52 Züge am Tag
Die Bahn beförderte nicht nur Güter, sondern auch die Bergleute.
In Spitzenzeiten verkehrten bis zu 52 Personenzüge am Tag.
Sie bewältigten einen großen Teil des Berufsverkehrs im Revier.
Ab 1960 übernahmen jedoch Busse diese Aufgabe.
Von der Werksbahn zum Museum
Mit dem Rückgang des Bergbaus verlor die Bahn ihre ursprüngliche Aufgabe.
Der Verein Mansfelder Bergwerksbahn bewahrte Fahrzeuge und Strecke.
Heute betreibt er die Bahn als dampfbetriebenes Museum.
So bleibt ein Stück Industriegeschichte lebendig.
Die Bahnwerkstatt Klostermansfeld
Schon 1882 entstand am Bahnhof Mansfeld eine eigene Bahnwerkstatt.
Dort wurden Lokomotiven und Wagen unterhalten und gebaut.
Aus ihr ging später ein eigenständiger Lok- und Waggonbau hervor.
Die Werkstatt zeigt, wie viel Technik an der Bahn hing.
Älteste betriebsfähige Schmalspurbahn
Weil die Bahn seit 1880 ununterbrochen fahrbereit ist, gilt sie als älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands.
Andere alte Bahnen wurden zwischenzeitlich stillgelegt oder umgespurt.
Die Mansfelder Bahn bewahrte dagegen ihren Betrieb.
Dieser Titel macht sie unter Eisenbahnfreunden bekannt.
Die Zahlen im Vergleich
Heute fährt die Bahn auf 11,8 von einst bis zu 95 Kilometern.
Das zeigt, wie stark das Industrienetz nach dem Bergbau geschrumpft ist.
Was bleibt, ist ein gut gepflegtes Kernstück.
Gerade der Kontrast zwischen einst und heute macht die Zahl greifbar.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
