Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, Ihr Zug überquert gerade die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands über die Saale-Elster-Aue.“
Wie lang ist die Saale-Elster-Talbrücke?
→ Eine Talbrücke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Saale-Elster-Talbrücke ist mit 6465 Metern die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. An das Hauptbauwerk schließt ein weiteres, 2112 Meter langes Teilstück an, sodass die gesamte Konstruktion noch deutlich länger ist. Die Brücke führt die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle über die weite Saale-Elster-Aue in Sachsen-Anhalt.
Südlich von Halle spannt sich eine Brücke über eine ungewöhnlich breite Flussaue.
Wer sie im Zug überquert, merkt kaum, wie lange die Fahrt über dem Tal dauert.
Erst die Länge dieses Bauwerks macht begreiflich, welche Entfernung hier überbrückt wird.

Die wichtigsten Zahlen
6465 m
Länge des Hauptbauwerks
über die Saale-Elster-Aue
2112 m
anschließendes Teilstück
als zweiter Brückenabschnitt
21 m
größte Höhe
über dem Gelände
13,9 m
Breite
für zwei Gleise
2006–2013
Bauzeit
Baubeginn bis Fertigstellung
Platz 3
der längsten Brücken Deutschlands
nach ihrer Länge
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Saale-Elster-Talbrücke“. Die Länge von 6465 Metern stammt aus dem Artikel, weitere Angaben sind gerundet.
Die große Zahl
Das Hauptbauwerk der Saale-Elster-Talbrücke misst 6465 Meter.
Damit ist sie die längste Eisenbahnbrücke in ganz Deutschland.
An das Hauptstück schließt noch ein 2112 Meter langer Abschnitt an.
Zusammengenommen überspannt die Konstruktion mehr als acht Kilometer.

Eine Brücke über die Aue
Die Brücke führt über die weite Niederung von Saale und Weißer Elster.
Dieses Gebiet südlich von Halle ist flach, feucht und ökologisch wertvoll.
Ein Damm hätte die Aue zerschnitten und den Wasserhaushalt gestört.
Deshalb entschied man sich für ein durchgehend aufgeständertes Bauwerk.
Gut zu wissen
Die Saale-Elster-Talbrücke ist mit einem 6465 Meter langen Hauptbauwerk die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands und führt die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle über die Saale-Elster-Aue.
An das Hauptstück schließt ein weiteres, 2112 Meter langes Teilbauwerk an; eine Besonderheit ist eine niveaufreie Gleisabzweigung mitten auf der Brücke.
Teil einer schnellen Linie
Die Talbrücke gehört zur Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle.
Diese Linie ist ein Baustein der schnellen Verbindung von München nach Berlin.
Sie ging Mitte der 2010er Jahre in Betrieb.
Über die Brücke rollen seither Fernzüge mit hohem Tempo.
Warum sie so lang wurde
Die große Länge ergibt sich aus der Breite der zu querenden Aue.
Zusätzlich müssen Flüsse, Wege und weitere Bahnlinien überbrückt werden.
Eine Brücke kann all das überspannen, ohne in die Landschaft einzugreifen.
So entstand ein Bauwerk von außergewöhnlichen Ausmaßen.
Eine Abzweigung in der Luft
Eine Besonderheit ist eine niveaufreie Abzweigstelle auf der Brücke selbst.
Dort trennen sich Gleise, ohne dass sich die Fahrwege kreuzen müssen.
Solche Verzweigungen liegen sonst meist ebenerdig am Boden.
Hier aber geschieht das hoch über der Aue auf dem Bauwerk.
Wie hoch sie steht
Über dem Gelände erreicht die Brücke eine größte Höhe von 21 Metern.
Das ist für ihre enorme Länge ein eher moderater Wert.
Die Aue ist flach, hohe Pfeiler sind daher nicht nötig.
Entscheidend war hier die Weite, nicht die Höhe.
Zwei Gleise auf der Brücke
Mit einer Breite von 13,9 Metern trägt das Bauwerk zwei Gleise.
Züge können so in beide Richtungen gleichzeitig fahren.
Für eine schnelle Fernstrecke ist das die übliche Ausstattung.
Der breite Überbau sorgt zudem für einen ruhigen Lauf der Züge.
Gebaut in sieben Jahren
Der Bau begann im Jahr 2006.
Fertiggestellt wurde die Brücke im Jahr 2013.
Ein Bauwerk dieser Länge braucht viele Pfeiler und Überbauten.
Jeder einzelne Abschnitt wurde sorgfältig gegründet und verbunden.
Die längste ihrer Art
In der Liste der längsten deutschen Brücken steht sie weit vorn.
Unter den Eisenbahnbrücken des Landes ist sie die Nummer eins.
Nur wenige Straßenbrücken erreichen überhaupt ähnliche Längen.
Für die Bahn ist sie damit ein Rekordbauwerk.
Was die Zahl bedeutet
6465 Meter sind weit mehr als eine beeindruckende Zahl.
Sie stehen für den Versuch, eine empfindliche Landschaft zu schonen.
Jeder Meter hält die Gleise über der Aue in der Schwebe.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: knapp sechseinhalb Kilometer Brücke.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
