Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, diese Strecke bringt Sie von Rastatt durch die Schluchten des Murgtals hinauf nach Freudenstadt.“
Wie lang ist die Murgtalbahn?
→ Eine Gebirgsbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Murgtalbahn ist 58,2 Kilometer lang und verbindet Rastatt mit Freudenstadt im Nordschwarzwald. Auf ihrem Weg durch das enge Murgtal überwindet sie 619 Höhenmeter und durchfährt zahlreiche Tunnel und Brücken.
Das Murgtal schneidet tief in den Nordschwarzwald ein.
Durch diese Schlucht führt seit über hundert Jahren eine Bahn.
Ihre Länge verrät, wie weit sie das Tal hinaufreicht.

Die wichtigsten Zahlen
58,2 km
Länge der Strecke
Rastatt bis Freudenstadt
619 m
Höhenunterschied
auf dem Weg durch das Tal
1868/69
erster Abschnitt
in nur neun Monaten gebaut
1928
Lückenschluss
erst dann durchgehender Betrieb
2000
Übernahme durch die AVG
Anschluss an die Stadtbahn Karlsruhe
Zahnrad
früher im steilsten Stück
heute reiner Reibungsbetrieb
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Murgtalbahn“. Die Längen- und Höhenangaben stammen aus dem Artikel, weitere Zahlen sind gerundet.
Die große Zahl
Die Murgtalbahn ist 58,2 Kilometer lang.
Damit ist sie eine der längeren Nebenbahnen im Schwarzwald.
Sie führt von der Rheinebene tief in das Gebirge.
Auf diesem Weg gewinnt sie spürbar an Höhe.

Durch den Nordschwarzwald
Die Strecke verbindet die Kreisstädte Rastatt und Freudenstadt.
Dazwischen folgt sie dem Lauf des Flusses Murg.
Sie bindet das Murgtal an das überregionale Streckennetz an.
In Rastatt trifft sie auf die Linie Mannheim–Basel.
Gut zu wissen
Die Murgtalbahn ist 58,2 Kilometer lang, verbindet Rastatt und Freudenstadt und überwindet im engen Murgtal 619 Höhenmeter mit zahlreichen Tunneln und Brücken.
Der erste Abschnitt entstand 1868/69 in neun Monaten, der durchgehende Betrieb begann 1928; seit 2000 gehört die Strecke zur Stadtbahn Karlsruhe.
Zwei Länder, zwei Projekte
Die Bahn ging aus zwei getrennten Plänen hervor.
Das Großherzogtum Baden und das Königreich Württemberg planten je ein Stück.
Erst nach und nach wuchsen die Teile zusammen.
Das erklärt die lange Entstehungsgeschichte.
Der erste Abschnitt 1868
Das untere Stück entstand in den Jahren 1868 und 1869.
Es wurde in nur neun Monaten gebaut.
Es schließt in Rastatt an die große Rheintalachse an.
Getrieben wurde der Bau auch vom Holzhandel des Tals.
619 Meter hinauf
Auf ihrem Weg überwindet die Strecke 619 Höhenmeter.
Das ist für eine Nebenbahn ein beachtlicher Anstieg.
Die Bahn muss sich dafür mühsam das Tal hinaufarbeiten.
Jeder Meter Höhe kostete beim Bau zusätzliche Mühe.
Tunnel und Brücken in der Schlucht
Zwischen Gernsbach und Huzenbach wird das Tal schluchtartig eng.
Hier waren zahlreiche Tunnel und Brücken nötig.
Die Trasse musste sich an die Felsen schmiegen.
Das macht die Strecke bis heute zu einem Erlebnis.
Vom Zahnrad zum Reibungsbetrieb
Das steilste Stück war zunächst eine Zahnradbahn.
Dort halfen Zahnstangen den Zügen bergauf.
Heute fährt die Bahn allein über die Reibung der Räder.
Dafür brauchen die Fahrzeuge eine Zulassung für Steilstrecken.
Der späte Lückenschluss
Lange fehlte zwischen den Teilstücken ein Stück Gleis.
Erst 1928 wurde diese Lücke geschlossen.
Das war rund sechs Jahrzehnte nach dem ersten Spatenstich.
Seitdem ist ein durchgehender Betrieb möglich.
Die AVG und die Stadtbahn
Im Jahr 2000 übernahm die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft die Strecke.
Sie band das Murgtal in die Stadtbahn Karlsruhe ein.
Seither fahren Stadtbahnwagen bis tief in den Schwarzwald.
Das brachte dem Tal viele neue, direkte Verbindungen.
Warum das Tal eine Bahn wollte
Das Murgtal lebte lange von Holz und Flößerei.
Die Stämme trieben früher auf dem Fluss talabwärts.
Eine Bahn bot dafür einen schnelleren, sicheren Weg.
So wurde die Strecke zur Lebensader der Region.
Für Pendler und Ausflügler
Heute dient die Bahn dem Alltag und dem Ausflug zugleich.
Pendler erreichen damit Rastatt, Karlsruhe und Freudenstadt.
Wanderer steigen an den kleinen Bahnhöfen im Tal aus.
So verbindet die Strecke Arbeit und Freizeit.
Was die Zahl bedeutet
58,2 Kilometer führen von der Ebene in den Hochschwarzwald.
Sie stehen für eine der schönsten Talbahnen des Landes.
Jeder Kilometer wurde dem engen Tal abgerungen.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: gut 58 Kilometer.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
