Zahlen, bitte!
„Das Bähnle nach Schruns steht in Bludenz bereit, bitte einsteigen in die Montafonerbahn.“
Wie lang ist die Montafonerbahn?
→ Eine Nebenbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Montafonerbahn ist eine normalspurige Nebenbahn in Vorarlberg und 12,717 Kilometer lang. Sie verbindet seit 1905 Bludenz mit Schruns im Montafon.
Im österreichischen Vorarlberg führt eine kurze, aber traditionsreiche Bahn in ein Seitental der Alpen.
Die Montafonerbahn verbindet Bludenz mit Schruns und dem unteren Montafon.
Von Einheimischen wird sie liebevoll Bähnle oder Mobah genannt.

Die Montafonerbahn in Zahlen
12,717 km
Streckenlänge
Bludenz–Schruns
1905
Eröffnung
18. Dezember
1435 mm
Spurweite
Normalspur
S 4
Linie
S-Bahn Vorarlberg
In Bludenz ist die Montafonerbahn mit der Arlbergbahn und der Bahnstrecke Lindau–Bludenz verknüpft.
Die wichtigste Zahl
Die Montafonerbahn ist 12,717 Kilometer lang.
Sie verbindet Bludenz mit Schruns im unteren Montafon.
Als Stichbahn führt sie in das Tal hinein und endet dort.
Damit ist sie eine vergleichsweise kurze, aber wichtige Nebenbahn.

Von Bludenz nach Schruns
Ausgangspunkt der Bahn ist der Bahnhof Bludenz.
Von dort geht es in Richtung Süden in das Montafon.
Endstation ist der Bahnhof Schruns.
Unterwegs liegen unter anderem die Orte Vandans und Tschagguns.
Gut zu wissen
Das Montafon ist ein beliebtes Urlaubstal, und die Bahn bringt Gäste bequem von Bludenz ins Tal.
Mit Anschluss an die Arlbergbahn ist Schruns auch aus der Ferne gut mit der Bahn erreichbar.
Eine normalspurige Nebenbahn
Anders als viele österreichische Lokalbahnen ist die Montafonerbahn normalspurig.
Ihre Spurweite beträgt 1435 Millimeter.
Dadurch können Wagen direkt vom großen Netz auf die Bahn übergehen.
Das war schon beim Bau ein praktischer Vorteil.
Anschluss in Bludenz
In Bludenz trifft die Montafonerbahn auf zwei große Strecken.
Das ist zum einen die Arlbergbahn über den Arlberg.
Zum anderen ist es die Bahnstrecke von Lindau nach Bludenz.
So ist das Montafon an das überregionale Netz angebunden.
Die Eröffnung 1905
Die Montafonerbahn nahm am 18. Dezember 1905 den Betrieb auf.
Sie verband von Beginn an das Montafon mit Bludenz.
Damit gehört sie zu den älteren Bahnen in Vorarlberg.
Seither prägt sie den Verkehr im Tal.
Strom von Anfang an
Die Montafonerbahn fuhr schon bei der Eröffnung elektrisch.
Sie war eine der ersten elektrisch betriebenen Vollbahnen in der damaligen Monarchie.
Das war zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch sehr selten.
Elektrischer Betrieb passte gut zu den Wasserkräften der Alpen.
Das eigene Kraftwerk
Für den Strom sorgte früh ein eigenes Wasserkraftwerk.
Die Bahngesellschaft erwarb 1904 das bereits 1895 erbaute Litzkraftwerk.
So konnte die Bahn ihren Fahrstrom selbst erzeugen.
Wasserkraft aus den Bergen trieb damit die Züge an.
Das Hochwasser von 1910
Im Juni 1910 traf ein schweres Hochwasser das Tal.
Starke Regenfälle und eine späte Schneeschmelze kamen zusammen.
Mehr als die Hälfte der Strecke wurde dabei zerstört.
Zeitweise fuhren sogar Pferdefuhrwerke als Ersatz für die Bahn.
Anpassung an die Arlbergbahn
Die Montafonerbahn nutzte zunächst eine Oberleitung mit Gleichstrom.
Als 1924 die Arlbergbahn elektrifiziert wurde, musste das im Bahnhof Bludenz angepasst werden.
Dort wurde die alte Gleichstrom-Oberleitung der Montafonerbahn abgebaut.
Solche Anpassungen gehören zur Geschichte vieler alter Bahnen.
Die Bahn im Alltag heute
Heute ist die Montafonerbahn als Linie S 4 Teil der S-Bahn Vorarlberg.
Sie ist in den Verkehrsverbund Vorarlberg eingebunden.
So bringt sie Pendler und Ausflügler ins Tal und zurück.
Aus der alten Talbahn ist moderner Nahverkehr geworden.
Stationen und Umstieg
An mehreren Bahnhöfen kann man bequem umsteigen.
In Schruns, Tschagguns, Vandans und Bludenz bestehen Anschlüsse an Busse der Region.
So lassen sich auch Orte abseits der Schiene gut erreichen.
Die kurze Strecke ist damit fest ins Nahverkehrsnetz eingebunden.
Bähnle und Mobah
Die Einheimischen haben für ihre Bahn eigene Namen.
Oft heißt sie schlicht Bähnle.
In Anlehnung an die Betreibergesellschaft wird sie auch Mobah genannt.
Solche Spitznamen zeigen, wie vertraut die Bahn den Menschen ist.
Eine Bahn in einer Hand
Die Strecke gehört der Montafonerbahn AG.
Diese ist zugleich für die Gleise und für den Zugbetrieb zuständig.
Depot, Werkstatt und Verwaltung befinden sich am Bahnhof Schruns.
So bleibt die kleine Bahn weitgehend in einer Hand.
Zahlen zum Mitnehmen
Die Montafonerbahn ist 12,717 Kilometer lang.
Sie verbindet seit dem 18. Dezember 1905 Bludenz mit Schruns.
Die Bahn ist normalspurig und fährt seit jeher elektrisch.
Heute verkehrt sie als Linie S 4 der S-Bahn Vorarlberg.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
