Zahlen, bitte!
„Die Museumsbahn ins Höllental steht in Payerbach bereit, bitte einsteigen und auf die alte Elektrolok achten.“
Wie lang ist die Höllentalbahn in Niederösterreich?
→ Eine Schmalspurbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die niederösterreichische Höllentalbahn ist eine elektrische Schmalspurbahn von rund 5 Kilometern Länge. Sie führt mit einer Spurweite von 760 Millimetern von Payerbach bis Hirschwang am Rand des Höllentales.
Am Fuße der Rax in Niederösterreich fährt eine kleine elektrische Schmalspurbahn.
Die Höllentalbahn verband den Bahnhof Payerbach-Reichenau mit dem Ort Hirschwang am Beginn des Höllentales.
Heute ist sie als Museumsbahn mit sehr alten Fahrzeugen unterwegs.

Die Höllentalbahn in Zahlen
ca. 5 km
Streckenlänge
Payerbach–Hirschwang
760 mm
Spurweite
Schmalspur
1926
Eröffnung
als Lokalbahn
bis 1982
Güterverkehr
zur Papierfabrik
Die bei der Museumsbahn eingesetzten Elektroloks mit Baujahr 1903 zählen zu den ältesten betriebsfähigen Elektroloks der Welt.
Die wichtigste Zahl
Die niederösterreichische Höllentalbahn ist rund 5 Kilometer lang.
Sie führte vom Bahnhof Payerbach-Reichenau nach Hirschwang.
Hirschwang liegt am Beginn des Höllentales am Fuße der Rax.
Trotz ihrer kurzen Länge hat die Bahn eine reiche Geschichte.

Von Payerbach nach Hirschwang
Ausgangspunkt war der Bahnhof Payerbach-Reichenau an der Semmeringbahn.
Von dort ging es über Reichenau an der Rax weiter.
Endpunkt ist Hirschwang am Rand des Höllentales.
Heute beginnt die Museumsbahn an der nahen Station Payerbach Lokalbahn.
Gut zu wissen
Die Höllentalbahn ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Höllentalbahn im Schwarzwald.
Beide Bahnen tragen denselben Namen, liegen aber in ganz unterschiedlichen Regionen.
Schmalspur in 760 Millimetern
Die Höllentalbahn ist eine Schmalspurbahn mit 760 Millimetern Spurweite.
Diese Spurweite ist in Österreich weit verbreitet.
Sie wird auch als bosnische Spur bezeichnet.
Schmale Spur und enge Kurven passen gut in ein Gebirgstal.
Anschluss an die Semmeringbahn
In Payerbach-Reichenau trifft die kleine Bahn auf die berühmte Semmeringbahn.
So war ein Umstieg zwischen den Netzen möglich.
Der Personenverkehr war auf diese Anschlüsse ausgerichtet.
Die Höllentalbahn war damit ein Zubringer zur großen Strecke.
Erst Materialbahn, dann Lokalbahn
Die Bahn nahm 1918 den Betrieb als Materialbahn einer Papierfabrik auf.
Zunächst diente sie also vor allem dem Werksverkehr.
Nach Erteilung der Konzession 1922 wurde sie ausgebaut.
So entstand aus der Werksbahn eine öffentliche Lokalbahn.
Die Eröffnung 1926
Als öffentliche Lokalbahn wurde die Strecke im August 1926 eröffnet.
Von da an beförderte sie Personen und Güter.
Die Fabrik blieb aber weiter ein wichtiger Kunde.
Damit verband die Bahn Alltag, Ausflug und Industrie.
Der Artzbergtunnel
Zwischen Payerbach und Reichenau liegt der Artzbergtunnel.
Er ist 428 Meter lang und durchquert einen Höhenrücken.
Schon 1918 war ein erster Stollen fertiggestellt.
Der Tunnel zeigt, wie aufwendig der Bau im Bergland war.
Zubringer zur Raxseilbahn
Die Höllentalbahn diente auch vielen Ausflüglern.
Sie war ein Zubringer zur 1926 eröffneten Raxseilbahn.
Diese Seilbahn brachte Wanderer hinauf auf die Rax.
So gehörten Bahn und Seilbahn zu einem beliebten Ausflugsziel.
Bis zu 16 Zugpaare am Tag
In ihrer besten Zeit war die Bahn gut ausgelastet.
Es verkehrten bis zu 16 Zugpaare täglich.
Das zeigt, wie wichtig die kurze Strecke für den Pendlerverkehr war.
Ein Zugpaar bedeutet dabei eine Fahrt hin und eine zurück.
Güter für die Papierfabrik
Neben den Fahrgästen spielte der Güterverkehr eine große Rolle.
Vor allem die Papierfabrik in Hirschwang wurde beliefert.
Dieser Güterverkehr lief noch bis 1982 weiter.
Damit blieb die Bahn lange ein Teil der örtlichen Wirtschaft.
Heute eine Museumsbahn
Heute fährt die Höllentalbahn nur noch als Museumsbahn.
Sie startet an der Station Payerbach Lokalbahn nahe dem ÖBB-Bahnhof.
Betrieben wird sie von Eisenbahnfreunden.
So bleibt die alte Technik für Besucher erlebbar.
Uralte Elektroloks
Ein Höhepunkt der Bahn sind ihre historischen Elektroloks.
Diese haben das Baujahr 1903.
Sie zählen zu den ältesten betriebsfähigen Elektroloks der Welt.
Eine weitere Elektrolok kam 1927 für den Werksverschub hinzu.
Ein wechselhafter Betrieb
Der Museumsbetrieb verlief nicht immer ohne Pausen.
Zwischen 1993 und 1999 konnte wegen des Gleiszustandes nur ein Teil befahren werden.
Im Jahr 2015 fiel die Saison wegen einer fehlenden Genehmigung aus.
Solche Schwierigkeiten gehören zum Alltag kleiner Museumsbahnen.
Zahlen zum Mitnehmen
Die niederösterreichische Höllentalbahn ist rund 5 Kilometer lang.
Sie hat eine Spurweite von 760 Millimetern und fährt elektrisch.
Als Lokalbahn eröffnet wurde sie 1926, der Güterverkehr lief bis 1982.
Ihre Elektroloks von 1903 gehören zu den ältesten der Welt.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
