Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Reisende, Sie überqueren nun auf rund 574 Metern das Tal der Göltzsch, auf der größten Ziegelbrücke der Welt.“
Wie lang ist die Göltzschtalbrücke?
→ Eine Brücke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtland ist rund 574 Meter lang und gilt als die größte Ziegelbrücke der Welt. Das 78 Meter hohe Viadukt mit 98 Bögen wurde von 1846 bis 1851 erbaut.
Im Vogtland spannt sich eine gewaltige Wand aus roten Ziegeln über ein tiefes Tal.
Es ist die Göltzschtalbrücke, ein Wahrzeichen aus der Frühzeit der Eisenbahn.
Ihre wichtigste Zahl ist eine Länge, die bis heute einen Weltrekord hält.

Die wichtigsten Zahlen
574 m
Gesamtlänge
größte Ziegelbrücke der Welt
78 m
Höhe über dem Tal
98 Bögen in vier Etagen
≈ 26 Mio.
verbaute Ziegel
im Dresdner Format
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Göltzschtalbrücke. Stand 2026.
Die große Zahl
Die Göltzschtalbrücke ist rund 574 Meter lang.
Damit gilt sie als die größte Ziegelbrücke der Welt.
Sie überspannt im sächsischen Vogtland das Tal der Göltzsch.
Über ihre beiden Gleise führt die Bahnstrecke von Leipzig nach Hof.
An ihren Enden liegen die Orte Netzschkau und Reichenbach im Vogtland.
Die Länge von 574 Metern machte das Viadukt weithin berühmt.

Ein Bauwerk aus 26 Millionen Ziegeln
Für die Brücke wurden rund 26 Millionen Ziegelsteine verbaut.
Genauer waren es gut 26 Millionen Steine im sogenannten Dresdner Format.
Gebrannt wurden sie in fast zwanzig Ziegeleien direkt entlang der Bahnstrecke.
Der Baustoff Ziegel wurde gewählt, weil es in der Gegend reiche Lehmvorkommen gab.
So ließ sich das Material günstig und schnell beschaffen.
Als Bindemittel diente ein eigens gemischter Spezialmörtel aus Kalk, Sand und Ziegelmehl.
Gut zu wissen
Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtland ist rund 574 Meter lang und 78 Meter hoch; mit 98 Bögen in vier Etagen gilt sie als die größte Ziegelbrücke der Welt.
Erbaut wurde sie von 1846 bis 1851 aus rund 26 Millionen Ziegeln; am 15. Juli 1851 wurde sie gemeinsam mit der benachbarten Elstertalbrücke fertiggestellt.
98 Bögen in vier Etagen
Das Viadukt besteht aus insgesamt 98 Bögen.
Diese Bögen verteilen sich auf vier übereinanderliegende Etagen.
Allein die oberste Etage trägt 29 dieser Bögen.
An seiner höchsten Stelle misst das Bauwerk rund 78 Meter.
Von unten wirkt es wie eine riesige Wand aus rotem Ziegel.
Bei seiner Fertigstellung war es sogar die höchste Eisenbahnbrücke der Welt.
Ein größerer Bogen in der Mitte
Ursprünglich waren lauter gleich große Bögen geplant.
Doch der Baugrund im Tal erwies sich als weniger fest als erwartet.
Deshalb entwarf der Oberingenieur Robert Wilke einen großen Bogen in der Mitte.
Die beiden mittleren Bögen wurden als besonders tragfähige Parabolbögen ausgeführt.
Diese Form verteilt die Last günstiger auf den Untergrund.
So konnte die Brücke sicher über die weiche Talsohle gespannt werden.
Der Mann hinter der Brücke
Den Entwurf und die Berechnung lieferte Johann Andreas Schubert.
Der sächsische Professor lebte von 1808 bis 1870.
Er leitete die Prüfungskommission für den kühnen Brückenbau.
Schubert gilt als einer der bedeutenden Ingenieure seiner Zeit.
Lange galt eine so hohe Ziegelbrücke als technisch nicht machbar.
Erst seine Berechnungen gaben dem gewagten Bauwerk die nötige Sicherheit.
Fünf Jahre Bauzeit
Der Bau begann im Jahr 1846.
Zunächst führte ihn die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn-Compagnie aus.
Im folgenden Jahr übernahm der sächsische Staat den Weiterbau.
Am 15. Juli 1851 war das Viadukt endlich vollendet.
Am selben Tag wurde auch die kleinere Elstertalbrücke fertig.
Nach fünf Jahren Arbeit konnten die ersten Züge über das Tal rollen.
Teil einer großen Linie
Die Brücke ist ein Teil der Bahnstrecke von Leipzig nach Hof.
Mit ihr schloss sich eine wichtige Lücke im deutschen Eisenbahnnetz.
Erst dadurch wurde die durchgehende Verbindung von Berlin nach München möglich.
Das tiefe Tal der Göltzsch hatte diese Linie lange blockiert.
Ohne die Brücke hätten die Züge einen weiten Umweg nehmen müssen.
So wurde das Viadukt zum Schlüssel für den Verkehr durch Mitteldeutschland.
Wahrzeichen des Vogtlandes
Bis heute gilt die Göltzschtalbrücke als das Wahrzeichen des Vogtlandes.
Jedes Jahr kommen viele Besucher, um das rote Viadukt zu bestaunen.
Unter und neben der Brücke führen beschilderte Wanderwege entlang.
Von dort lässt sich die wahre Größe des Bauwerks erst richtig begreifen.
Noch immer rollen regelmäßig Züge über die alten Bögen.
Nach über 170 Jahren trägt die Ziegelbrücke ihre Last unverändert.
Ein Rekord aus Ziegeln
Keine andere Ziegelbrücke der Welt erreicht die Ausmaße der Göltzschtalbrücke.
Ihre 574 Meter Länge blieben über Generationen unübertroffen.
Schon kurz nach dem Bau galt sie als technisches Wunderwerk.
Ein englisches Viadukt bei Stockport war zwar fast ebenso lang.
Doch es war deutlich niedriger und wirkte weit weniger gewaltig.
So blieb die Göltzschtalbrücke das größte Bauwerk ihrer Art.
Was die Länge bedeutet
Rund 574 Meter aus Ziegel sind mehr als nur eine Rekordzahl.
Sie erzählen von einer Zeit, in der die Eisenbahn noch ganz neu war.
Damals musste man ohne Stahlbeton und ohne moderne Maschinen auskommen.
Stein für Stein wuchs das Viadukt dennoch in den Himmel.
Jeder der Millionen Ziegel wurde von Hand gesetzt.
Genau das macht die Länge von 574 Metern bis heute so beeindruckend.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
