Wie lang ist die Elstertalbrücke?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Reisende, Sie überqueren nun auf rund 279 Metern das Tal der Weißen Elster, auf der zweitgrößten Ziegelbrücke der Welt.“

Wie lang ist die Elstertalbrücke?

→ Eine Brücke in Zahlen.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Die Elstertalbrücke im sächsischen Vogtland ist rund 279 Meter lang und gilt als die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt. Das 68 Meter hohe Viadukt wurde von 1846 bis 1851 erbaut.

Nur wenige Kilometer von der berühmten Göltzschtalbrücke steht ihre kleine Schwester.

Die Elstertalbrücke überspannt das Tal der Weißen Elster im sächsischen Vogtland.

Ihre wichtigste Zahl ist eine Länge, die ihr den zweiten Platz unter allen Ziegelbrücken der Welt sichert.

Elstertalbruecke
Foto: Original uploader was Störfix, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

279 m

Gesamtlänge

zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt

68 m

Höhe über dem Tal

Bögen in zwei Etagen

≈ 12 Mio.

verbaute Ziegel

von bis zu 800 Arbeitern vermauert

Quelle: Wikipedia-Artikel zur Elstertalbrücke. Stand 2026.

Die große Zahl

Die Elstertalbrücke ist rund 279 Meter lang.

Damit gilt sie als die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.

Nur die nahe Göltzschtalbrücke ist noch größer.

Die Elstertalbrücke überspannt im Vogtland das Tal der Weißen Elster.

Über sie führt die Bahnstrecke von Leipzig nach Hof beim Ort Jocketa.

Unter ihr verläuft neben dem Fluss noch eine zweite Bahnstrecke.

Die Länge von 279 Metern macht sie zu einem der großen Viadukte Sachsens.

Elstertalbrücke 0894
Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwölf Millionen Ziegel

Für die Brücke wurden rund zwölf Millionen Ziegelsteine vermauert.

An ihrem Bau waren zeitweise bis zu 800 Arbeiter beteiligt.

Fünf Jahre lang setzten sie Stein auf Stein über dem Tal.

Wie bei der Göltzschtalbrücke war Ziegel der wichtigste Baustoff.

Für die Fundamente und die Deckplatten kam dagegen harter Granit zum Einsatz.

So verbindet das Viadukt zwei verschiedene Baustoffe zu einem Ganzen.

Gut zu wissen

Die Elstertalbrücke im sächsischen Vogtland ist rund 279 Meter lang und 68 Meter hoch; sie gilt nach der Göltzschtalbrücke als die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.

Erbaut wurde sie von 1846 bis 1851 aus rund zwölf Millionen Ziegeln; am 15. Juli 1851 wurde sie gemeinsam mit der Göltzschtalbrücke fertiggestellt.

68 Meter über der Elster

An ihrer höchsten Stelle misst die Brücke rund 68 Meter.

Damit ist sie etwas niedriger als die benachbarte Göltzschtalbrücke.

Ihre Bögen verteilen sich auf zwei übereinanderliegende Etagen.

Die untere Etage ruht auf fünf kräftigen Pfeilern.

Vier von ihnen sind zu stabilen Doppelpfeilern verbunden.

Die oberste Etage überspannt das Tal mit neun weiten Öffnungen.

Die größte dieser Öffnungen misst gut 31 Meter in der lichten Weite.

Die kleine Schwester

Die Elstertalbrücke liegt nur rund zehn Kilometer von der Göltzschtalbrücke entfernt.

Beide Viadukte wurden zur selben Zeit und für dieselbe Strecke gebaut.

Deshalb ähneln sie sich in Form und Baustoff sehr.

Die Elstertalbrücke ist dabei die kleinere der beiden.

Oft wird sie darum als die kleine Schwester der Göltzschtalbrücke bezeichnet.

Als eigenes Bauwerk ist sie dennoch höchst beeindruckend.

Fünf Jahre Bauzeit

Der erste Spatenstich erfolgte am 7. November 1846.

Der Bau zog sich über rund fünf Jahre hin.

Am 15. Juli 1851 war das Viadukt vollendet.

Am selben Tag wurde auch die größere Göltzschtalbrücke fertig.

Beide Brücken gingen also gemeinsam in Betrieb.

Damit war die ganze Strecke durch das Vogtland endlich befahrbar.

Eine Lücke im Netz schließt sich

Die Brücke ist ein Teil der Bahnstrecke von Leipzig nach Hof.

Mit ihr schloss sich eine wichtige Lücke im deutschen Schienennetz.

Erst dadurch wurde die durchgehende Linie von Sachsen nach Bayern möglich.

Das tiefe Tal der Weißen Elster hatte den Verkehr lange behindert.

Ohne die Brücke hätten die Züge weite Umwege fahren müssen.

So wurde das Viadukt zu einem wichtigen Bindeglied im Netz.

Zerstörung und Wiederaufbau

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein mittlerer Pfeiler gesprengt.

Die Sprengung erfolgte in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945.

Die Brücke war dadurch für den Verkehr nicht mehr sicher.

Zunächst half eine stählerne Hilfskonstruktion über die Lücke hinweg.

Später wurden die zerstörten Teile dauerhaft wieder aufgebaut.

Dabei kam beim Wiederaufbau auch Stahlbeton zum Einsatz.

So konnte das alte Viadukt erhalten und weiter genutzt werden.

Einer der schönsten Brückenbauten Sachsens

Die Elstertalbrücke gilt als einer der schönsten Brückenbauten Sachsens.

Ihre roten Ziegelbögen fügen sich eindrucksvoll in das grüne Tal.

Der nahe Ort Jocketa ist ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge.

Von dort aus lässt sich das Viadukt gut von unten betrachten.

Noch heute rollen regelmäßig Züge über die alten Bögen.

Nach über 170 Jahren erfüllt die Brücke weiter ihren Dienst.

Zwei berühmte Schwestern

Göltzschtalbrücke und Elstertalbrücke gehören untrennbar zusammen.

Gemeinsam gelten sie als die größte und die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.

Beide entstanden aus Millionen von Hand gesetzten Ziegeln.

Zusammen prägen sie das Bild der Eisenbahn im Vogtland.

Viele Reisende besuchen darum beide Bauwerke an einem Tag.

So erzählen die zwei Viadukte dieselbe Geschichte in zwei Größen.

Was die Länge bedeutet

Rund 279 Meter aus Ziegel sind eine stolze Zahl.

Sie zeigen, wie viel die Baumeister schon vor über 170 Jahren wagten.

Ohne moderne Maschinen türmten sie Millionen Steine über dem Tal auf.

Jeder einzelne Ziegel wurde dabei von Hand vermauert.

Dass die Brücke bis heute Züge trägt, grenzt an ein Wunder.

Genau das macht die Länge von 279 Metern so bemerkenswert.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Elstertalbrücke?
Sie ist rund 279 Meter lang und gilt damit als die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.
Wie hoch ist die Brücke?
An ihrer höchsten Stelle misst das Viadukt rund 68 Meter. Seine Bögen verteilen sich auf zwei Etagen.
Wo steht die Elstertalbrücke?
Sie überspannt im sächsischen Vogtland bei Jocketa das Tal der Weißen Elster, auf der Bahnstrecke Leipzig–Hof.
Was unterscheidet sie von der Göltzschtalbrücke?
Die Elstertalbrücke ist mit 279 Metern kürzer und mit 68 Metern niedriger. Sie liegt nur rund zehn Kilometer von der größeren Göltzschtalbrücke entfernt.
Wann wurde sie gebaut?
Der Bau dauerte von 1846 bis 1851. Am 15. Juli 1851 wurde sie gemeinsam mit der Göltzschtalbrücke fertiggestellt.

Weiterfahrt

→ Alle Schalter – zurück zur Übersicht

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →