Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, diese Dampfbahn bringt Sie auf 17,3 Kilometern von Cranzahl hinauf in die höchste Stadt Deutschlands.“
Wie lang ist die Fichtelbergbahn?
→ Eine Schmalspurstrecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Fichtelbergbahn ist 17,3 Kilometer lang und führt von Cranzahl nach Kurort Oberwiesenthal im oberen Erzgebirge. Sie ist in sächsischer Schmalspur mit 750 Millimetern gebaut und steigt mit bis zu 33 Promille an. Ihr Ziel Oberwiesenthal ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Seit 1897 dampft die Bahn hinauf, seit 1996 trägt sie offiziell den Namen Fichtelbergbahn.
Es gibt Bahnen, die bringen einen ans Meer, und Bahnen, die bringen einen in die Höhe.
Die Fichtelbergbahn gehört klar zur zweiten Sorte.
Sie dampft 17,3 Kilometer weit hinauf in die höchste Stadt Deutschlands.

Die wichtigsten Zahlen
17,3 km
Streckenlänge
Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal
750 mm
Spurweite
sächsische Schmalspur
33 ‰
größte Steigung
reine Adhäsion, ohne Zahnstange
1897
Eröffnung
seit über 125 Jahren in Betrieb
Die genaue Streckenlänge beträgt 17,349 Kilometer; sie misst die Strecke Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal.
Dampf in das höchste Städtchen
Die Fichtelbergbahn verbindet den Ort Cranzahl mit Kurort Oberwiesenthal.
Dazwischen liegen 17,3 Kilometer Strecke im oberen Erzgebirge.
Gebaut ist sie in sächsischer Schmalspur mit 750 Millimetern.
Elektrifiziert ist die Strecke nicht, hier zieht der Dampf.
Ihr Ziel Oberwiesenthal ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands.

Wie die Zahl zustande kommt
In Cranzahl zweigt die Schmalspurbahn von einer normalspurigen Strecke ab.
Von dort führt sie über Neudorf hinauf nach Oberwiesenthal.
Die genaue Länge beträgt 17,349 Kilometer.
Das ist für eine Erzgebirgsbahn eine mittlere, aber steile Strecke.
Jeder Kilometer gewinnt spürbar an Höhe.
Gut zu wissen
Die genaue Streckenlänge beträgt 17,349 Kilometer; offiziell heißt die Strecke Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal.
Ziel der Bahn ist Kurort Oberwiesenthal, die höchstgelegene Stadt Deutschlands am Fuß des Fichtelbergs.
Hinauf ins obere Erzgebirge
Von Cranzahl aus geht es stetig bergauf.
Die Bahn windet sich durch Wälder und über Hochtäler.
Das obere Erzgebirge ist eine der kältesten und schneereichsten Gegenden Deutschlands.
Entsprechend rau ist oft das Wetter an der Strecke.
Gerade im Winter wirkt die Fahrt wie eine kleine Expedition.
Die höchste Stadt Deutschlands
Oberwiesenthal gilt als die höchstgelegene Stadt Deutschlands.
Direkt über dem Ort erhebt sich der Fichtelberg, der höchste Berg Sachsens.
Von der Höhenlage profitiert vor allem der Wintersport.
Die Bahn bringt Gäste und Skifahrer bequem bis in den Ort.
So wurde die kleine Dampfbahn zum festen Teil des Tourismus.
Ein steiler Anstieg
Die Fichtelbergbahn steigt mit bis zu 33 Promille an.
Das sind 33 Meter Höhengewinn auf 1000 Meter Strecke.
Sie schafft das allein über die Reibung der Räder, ohne Zahnstange.
Die Dampfloks müssen dafür kräftig arbeiten.
Genau dieser Anstieg macht die kurze Strecke so anspruchsvoll.
Gebaut 1897
Im Juli 1897 ging die Strecke in Betrieb.
Gebaut hat sie die Königlich Sächsische Staatseisenbahn.
Schon im Winter zuvor hatten Schnee und Kälte die Arbeiten aufgehalten.
Seit über 125 Jahren fährt die Bahn nun hinauf.
Sie gehört damit zu den älteren Schmalspurbahnen Sachsens.
Warum 750 Millimeter
Sachsen baute seine Schmalspurbahnen fast alle in 750 Millimeter Spur.
Diese schmale Spur war günstig und passte in enge Gebirgstäler.
Dadurch konnten Loks und Wagen zwischen den Strecken wechseln.
Auch die Fichtelbergbahn folgt diesem bewährten Maß.
So ließ sich die Bahn trotz des schwierigen Geländes bezahlen.
Der Name Fichtelbergbahn seit 1996
Offiziell heißt die Strecke Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal.
Die Bezeichnung Fichtelbergbahn wird erst seit 1996 als Marketingname verwendet.
Benannt ist sie nach dem Fichtelberg über Oberwiesenthal.
Unter diesem Namen ist sie heute überregional bekannt.
So trägt eine alte Bahn einen recht jungen Namen.
Dampf das ganze Jahr
Die Fichtelbergbahn fährt nicht nur im Sommer.
Auch im tiefsten Winter dampfen die Züge durch den Schnee.
Gerade das verschneite Erzgebirge macht die Fahrt besonders stimmungsvoll.
Für viele Gäste ist die Winterfahrt der Höhepunkt des Jahres.
Der ganzjährige Dampfbetrieb ist in Deutschland selten geworden.
Eine Bahn für den Wintersport
Oberwiesenthal ist ein bekannter Wintersportort.
Pisten, Loipen und Schanzen liegen rund um den Fichtelberg.
Die Bahn bringt Gäste ohne Auto mitten in den Ort.
So verbindet sie Freizeit und Nahverkehr auf schmaler Spur.
An schönen Wintertagen sind die Züge gut gefüllt.
Von der Staatsbahn bis heute
Lange gehörte die Strecke zur sächsischen und später zur Reichsbahn.
Nach der Wende ging der Betrieb in neue Hände über.
Heute wird die Bahn als lebendige Dampfstrecke erhalten.
Technik und Fahrzeuge bleiben bewusst historisch.
So blieb ein Stück Erzgebirgsgeschichte auf den Gleisen.
Hoch gelegen, aber nicht die höchste
Die Fichtelbergbahn führt in die höchste Stadt Deutschlands.
Ihr Gleis liegt damit sehr hoch, aber nicht am höchsten.
Die Brockenbahn im Harz erreicht noch größere Höhen.
Trotzdem ist der Anstieg hier ungewöhnlich steil.
Die Lage im rauen Erzgebirge macht die Strecke besonders.
Teil der sächsischen Schmalspurfamilie
Sachsen hat mehrere schmale Dampfbahnen bewahrt.
Dazu zählen die Weißeritztalbahn und die Lößnitzgrundbahn.
Alle fahren in der gleichen Spur von 750 Millimetern.
Die Fichtelbergbahn ist davon die hoch gelegene Erzgebirgsstrecke.
Gemeinsam bilden sie ein einzigartiges Netz an Traditionsbahnen.
Was 17 Kilometer bergauf bedeuten
17 Kilometer sind mit dem Auto schnell erledigt.
Mit der Fichtelbergbahn werden sie zu einer gemächlichen Bergfahrt.
Jeder Kilometer gewinnt an Höhe, an Wald und an kühler Luft.
Am Ende steht man in der höchsten Stadt des Landes.
Deshalb zählt bei dieser Zahl vor allem der Weg nach oben.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
