Zahlen, bitte!
„Bitte einsteigen zur kurzen Fahrt entlang der Erms, gut zwölf Kilometer bis Bad Urach.“
Wie lang ist die Ermstalbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Ermstalbahn ist eine Stichbahn von Metzingen nach Bad Urach. Sie ist rund 12,3 Kilometer lang und gehört zu den älteren Nebenbahnen des Landes.
Am Nordrand der Schwäbischen Alb folgt eine kurze Bahn einem kleinen Fluss.
Sie entstand schon im neunzehnten Jahrhundert als Privatbahn.
Ihre Länge ist überschaubar und genau dokumentiert.

Die Ermstalbahn in Zahlen
12,260 km
Streckenlänge
von Metzingen bis Bad Urach
1873
Eröffnung
als private Ermsthalbahn
eingleisig
Ausbau
durchgehend und elektrifiziert
Quelle: Wikipedia „Ermstalbahn“, Stand 2026. Längenangabe nach den Streckendaten.
Die Antwort in einer Zahl
Die Ermstalbahn ist nach den Streckendaten rund 12,3 Kilometer lang.
Genau nennen die Daten eine Länge von 12,260 Kilometern.
Sie verbindet Metzingen mit Bad Urach.
Damit gehört sie zu den kürzesten Nebenbahnen in Baden-Württemberg.
Den Namen trägt sie nach dem Fluss Erms.

Von Metzingen nach Bad Urach
In Metzingen zweigt die Strecke von der Bahn Plochingen–Immendingen ab.
Von dort führt sie als Stichbahn in das Tal der Erms.
Sie folgt dem Fluss auf ihrer gesamten Länge.
Endpunkt ist die Kurstadt Bad Urach am Nordrand der Schwäbischen Alb.
Bis Juli 1983 hieß der Ort schlicht Urach.
Gut zu wissen
Eine Stichbahn ist eine Strecke, die in einem Ort endet und nicht weiterführt; die Züge wenden dort und fahren dieselbe Strecke zurück.
Bad Urach erhielt den Zusatz Bad erst 1983, nachdem der Kurbetrieb den Ort über viele Jahre geprägt hatte.
Eine frühe Privatbahn
Die Ermstalbahn ist älter als viele bekannte Hauptstrecken der Region.
Gebaut wurde sie von einer eigens gegründeten Gesellschaft.
Am 12. Juni 1872 entstand die Ermsthalbahngesellschaft mit Sitz in Stuttgart.
Nur gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich war die Strecke fertig.
Am 27. Dezember 1873 wurde sie als Privatbahn eröffnet.
Warum Urach eine Bahn wollte
Der Wunsch nach einer Bahn hatte einen klaren Hintergrund.
1859 war die Strecke von Plochingen nach Reutlingen eröffnet worden.
Dadurch verlor die alte Postkutsche von Tübingen über Urach nach Ulm ihre Grundlage.
Die Stadt Urach fürchtete, vom Verkehr abgeschnitten zu werden.
Deshalb setzte sie sich jahrelang für eine eigene Nebenbahn ein.
Vom Ermsthal zur Ermstalbahn
Früher schrieb man den Namen als Ermsthalbahn.
Mit der Zeit wurde daraus die heutige Schreibweise Ermstalbahn.
Auch der Zielort änderte seinen Namen im Lauf der Jahre.
Aus Urach wurde 1983 die Kurstadt Bad Urach.
Der Flussname Erms blieb dabei stets erhalten.
Verstaatlichung und Einbindung
Private Bahnen hatten es im neunzehnten Jahrhundert oft schwer.
Konkurrenz und hohe Kosten setzten der Ermsthalbahn zu.
Später ging die Strecke in den Besitz der Staatsbahn über.
So wurde sie Teil des größeren württembergischen Netzes.
Damit war ihr langfristiger Betrieb gesichert.
Heute elektrisch und stabil
Die Ermstalbahn ist heute durchgehend elektrifiziert.
Betrieben wird die Infrastruktur von der Erms-Neckar-Bahn.
Regelmäßige Nahverkehrszüge verbinden Bad Urach mit dem Neckartal.
Für die Kurstadt ist die Bahn eine wichtige Anbindung.
Die kurze Strecke ist damit gut in den Takt eingebunden.
Was zwölf Kilometer bedeuten
Zwölf Kilometer sind für eine Bahnstrecke sehr wenig.
Ein Zug legt diese Strecke in wenigen Minuten zurück.
Unter den hier vorgestellten Nebenbahnen ist die Ermstalbahn die kürzeste.
Die Ammertalbahn ist fast doppelt so lang.
Gerade diese Kürze macht die Ermstalbahn zu einer typischen Stichbahn.
Eine eingleisige Stichbahn
Die Ermstalbahn endet in Bad Urach, ohne weiterzuführen.
Eine solche Strecke nennt man Stichbahn.
Die Züge müssen am Ende wenden und zurückfahren.
Die Strecke ist dabei durchgehend eingleisig.
Begegnungen sind nur in den Bahnhöfen möglich.
Bad Urach als Ziel
Der Endbahnhof liegt in der Kurstadt Bad Urach.
Der Ort ist für seine Thermen und sein Fachwerk bekannt.
Ganz in der Nähe liegt der viel besuchte Uracher Wasserfall.
Viele Gäste reisen bewusst mit der Bahn an.
So ist aus der alten Privatbahn eine Ausflugsstrecke geworden.
Die Zahl zum Mitnehmen
Die Ermstalbahn ist 12,260 Kilometer lang.
Sie verbindet Metzingen mit Bad Urach.
Eröffnet wurde sie 1873 als private Ermsthalbahn.
Heute ist sie elektrifiziert und gut in den Nahverkehr eingebunden.
Die kurze Stichbahn ist das Tor zur Kurstadt am Fuß der Alb.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
