Zahlen, bitte!
„Dieser Zug erklimmt in 40 Minuten ein verstecktes Hochtal der Pyrenäen.“
Wie lang ist die Cremallera de Núria?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Cremallera de Núria misst rund 12,5 Kilometer. Sie führt von Ribes de Freser hinauf in das Vall de Núria.
Hoch in den katalanischen Pyrenäen liegt ein Tal ohne Straße.
Nur zu Fuß oder mit der Bahn ist es zu erreichen.
Diese Bahn ist die Cremallera de Núria.

Die wichtigsten Zahlen
12,5 km
Streckenlänge
Ribes de Freser–Núria
1967 m
Höhe Bergstation
Vall de Núria
40 min
Fahrzeit
pro Richtung
Gut zwölf Kilometer trennen das Dorf vom Hochtal.
Die Zahnradbahn in den Pyrenäen
Die Cremallera de Núria ist eine Zahnradbahn in Katalonien im Nordosten Spaniens.
Ihr Name bedeutet auf Deutsch schlicht „Zahnradbahn von Núria“.
Sie liegt in den Pyrenäen nahe der Grenze zu Frankreich.
Die Talstation befindet sich im Ort Ribes de Freser auf etwa 905 Metern Höhe.
Über die Zwischenstation Queralbs steigt die Bahn ins Hochtal.
Die Bergstation liegt im Vall de Núria auf 1967 Metern.

Wie lang ist die Strecke genau?
Nach den Angaben der Wikipedia-Infobox ist die Strecke 12,491 Kilometer lang.
Gerundet sind das rund 12,5 Kilometer.
Auf dieser Distanz überwindet die Bahn mehr als tausend Höhenmeter.
Die Fahrt von Tal zu Hochtal dauert etwa 40 Minuten.
Das klingt lang, doch die Zahnstange zwingt zu ruhigem Tempo.
So bleibt die kurze Strecke eine ernsthafte Gebirgsfahrt.
Gut zu wissen
Das Vall de Núria ist ein altes Wallfahrtsziel und zugleich ein beliebtes Wandergebiet im Sommer.
Im Winter wird das Hochtal zu einem kleinen, familienfreundlichen Skigebiet, das allein die Bahn erschließt.
Vom Dorf ins Hochtal
Zwischen Ribes de Freser und dem Vall de Núria liegen gut tausend Höhenmeter.
Die Talstation liegt auf etwa 905 Metern, die Bergstation auf 1967 Metern.
Der Unterschied entspricht fast der Höhe eines ganzen Mittelgebirges.
Entsprechend steil klettert die Bahn durch Wald und Fels.
Für den steilsten Teil ist die Zahnstange unverzichtbar.
Ohne sie käme kein Zug diese Hänge hinauf.
Spurweite und Zahnstange
Die Bahn ist in Meterspur mit 1000 Millimetern gebaut.
Zusätzlich liegt zwischen den Schienen eine Zahnstange.
In diese greift ein Zahnrad der Fahrzeuge ein.
So kann die Bahn auch sehr steile Abschnitte sicher befahren.
Reine Reibung würde auf diesen Steigungen nicht genügen.
Die Technik stammt aus der langen Tradition der Alpen-Zahnradbahnen.
Ein Tal nur für Bahn und Wanderer
Das Vall de Núria ist ein beliebtes Ausflugsziel der Katalanen.
Auf dem Landweg ist es nur zu Fuß oder mit der Bahn erreichbar.
Zu Fuß führt der historische Pilgerpfad Camí vell de Núria hinauf.
Eine Straße für Autos gibt es bewusst nicht.
Die Bahn ist damit die wichtigste Verbindung ins Tal.
Das macht sie zu mehr als einer bloßen Touristenattraktion.
Anschluss nach Barcelona
In Ribes de Freser besteht Anschluss an die Vorortbahn aus Barcelona.
Von der katalanischen Hauptstadt aus ist das Tal in etwa zwei Stunden erreichbar.
Damit ist Núria ein leicht erreichbares Ziel für einen Tagesausflug.
Viele Besucher kombinieren Zugfahrt, Wanderung und Rückfahrt an einem Tag.
Im Winter dient das Tal auch als kleines Skigebiet.
Die Bahn bringt die Gäste dann direkt zu den Pisten.
Geschichte der Strecke
Die Cremallera de Núria wurde 1931 eingeweiht.
Schon wenige Jahre später kam der Betrieb zum Erliegen.
Von 1936 bis 1939 ruhte er wegen des Spanischen Bürgerkriegs.
Danach nahm die Bahn ihren Dienst wieder auf.
Seit 1984 betreibt sie die öffentliche Gesellschaft Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya.
Diese Gesellschaft ist auch für andere Bahnen in Katalonien zuständig.
Der Roc-del-Dui-Tunnel
Im November 2008 wurde ein neuer Tunnel eröffnet.
Der Roc-del-Dui-Tunnel ist 1330 Meter lang.
Im oberen Teil ist er sogar zweigleisig ausgeführt.
Er sichert den Betrieb im Höhenbereich zwischen 1450 und 1649 Metern.
Vor allem im schneereichen Winter erhöht er die Sicherheit.
So kann die Bahn auch bei Lawinengefahr verlässlich fahren.
Die Fahrzeuge
Die Bahn wird weitgehend mit Fahrzeugen schweizerischen und deutschen Ursprungs betrieben.
Die Doppeltriebwagen von 1986 und 1995 entstanden nach Schweizer Plänen.
Die neuesten Fahrzeuge wurden wieder in der Schweiz gebaut.
Sie sind baugleich mit den Fahrzeugen der Zahnradbahn von Montserrat.
Die Núria-Fahrzeuge tragen eine blaue Lackierung.
Die Montserrat-Fahrzeuge erkennt man dagegen an ihrer grünen Farbe.
Die Länge im Vergleich
Zwölfeinhalb Kilometer sind für eine Zahnradbahn eine beachtliche Länge.
Viele berühmte Zahnradbahnen der Alpen sind deutlich kürzer.
Entscheidend ist hier aber nicht die Strecke, sondern der Höhengewinn.
Mehr als tausend Meter Anstieg verlangen jedem Fahrzeug viel ab.
Die Mischung aus Länge und Steigung macht die Fahrt besonders.
So wird aus einer kurzen Strecke ein langes Bergerlebnis.
Warum die Zahl mehr ist als ein Wert
Die 12,5 Kilometer sind mehr als eine nüchterne Angabe.
Sie beschreiben den einzigen fahrbaren Weg in ein abgeschiedenes Tal.
Jeder Kilometer führt tiefer in die Bergwelt der Pyrenäen.
Am Ende wartet ein Hochtal, das ohne Bahn kaum zu erreichen wäre.
So verbindet die kurze Strecke Alltag und Abgeschiedenheit.
Das macht die Cremallera de Núria zu einem besonderen Verkehrsmittel.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
