Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug bringt Sie gleich hinauf zur größten Statue über Rio de Janeiro.“
Wie lang ist die Corcovado-Bergbahn in Rio?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Corcovado-Bergbahn in Rio de Janeiro ist 3824 Meter lang und klettert als Zahnradbahn auf den 710 Meter hohen Corcovado. Sie fährt seit 1884 und führt hinauf zur weltberühmten Christusstatue.
Über Rio de Janeiro thront auf einem steilen Felsen die größte Christusstatue der Welt.
Hinauf führt seit über 140 Jahren eine kleine Zahnradbahn.
Sie ist eine der ältesten Bergbahnen des Kontinents.

Die wichtigsten Zahlen
3824 m
Länge der Strecke
rund 3,8 Kilometer
710 m
Höhe des Corcovado
Hausberg von Rio
1884
Eröffnung
eine der ältesten in Amerika
167 ‰
mittlere Steigung
Zahnrad nach Riggenbach
15 Min.
Fahrzeit bergauf
mit modernen Triebwagen
154
Fahrgäste pro Zug
neue Wagen, 27 Meter lang
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Corcovado-Bergbahn“. Alle Zahlen gerundet.
Die große Zahl
Die Corcovado-Bergbahn ist 3824 Meter lang, also knapp vier Kilometer.
Auf dieser Strecke klettert sie bis auf 670 Meter Höhe.
Der Gipfel des Corcovado selbst liegt auf 710 Metern.
Dort oben steht die berühmte Christusstatue von Rio.

Von 40 auf 670 Meter
Der Ausgangspunkt der Bahn liegt in einer Höhe von 40 Metern.
Von dort geht es steil bergauf bis knapp unter den Gipfel.
Die mittlere Steigung beträgt 167 Promille.
Das ist weit mehr, als eine normale Bahn schaffen würde.
Gut zu wissen
Die meterspurige Zahnradbahn ist 3824 Meter lang, fährt mit einer Leiterzahnstange nach System Riggenbach und überwindet bei einer mittleren Steigung von 167 Promille rund 630 Höhenmeter.
Sie wurde 1884 eröffnet und führt durch den Tijuca-Nationalpark hinauf zur Christusstatue, die seit 1931 auf dem Gipfel steht.
Zahnrad nach Riggenbach
Damit nichts rutscht, fährt die Bahn mit einem Zahnrad.
Es greift in eine Leiterzahnstange nach dem System Riggenbach.
Dieses System stammt aus der Schweiz und ist eines der ältesten der Welt.
In Brasilien kam es damit früh zum Einsatz.
Strom in drei Phasen
Die Corcovado-Bergbahn ist eine der wenigen Bahnen mit Drehstrom.
Dafür braucht sie zwei Fahrdrähte über dem Gleis.
Die dritte Phase bildet die Schiene selbst.
Dieselbe seltene Technik nutzen auch die Jungfraubahn und die Gornergratbahn.
Durch den Tijuca-Regenwald
Auf dem Weg nach oben fährt der Zug durch dichten Wald.
Es ist der Tijuca-Regenwald, einer der größten Stadtwälder der Welt.
Seit 1961 ist er ein Nationalpark von rund 40 Quadratkilometern.
So verbindet die Fahrt Technik und Natur auf engstem Raum.
Hinauf zur Christusstatue
Ziel der meisten Fahrgäste ist die Statue Cristo Redentor.
Sie steht seit 1931 auf dem Gipfel des Corcovado.
Mit ausgebreiteten Armen überblickt sie die ganze Stadt.
Die Bahn ist der bequemste Weg zu diesem Wahrzeichen.
Wie lange die Fahrt dauert
Früher brauchte der Zug für die Bergfahrt rund 25 Minuten.
Die alten Wagen fuhren mit höchstens 15 Kilometern pro Stunde.
Moderne Triebwagen schaffen heute bis zu 25 Kilometer pro Stunde.
Dadurch dauert die Fahrt nur noch etwa 15 Minuten.
Die neuen Wagen
Die heutige Fahrzeuggeneration ist 27 Meter lang.
Jeder Wagen fasst bis zu 154 Fahrgäste.
Panoramafenster und ein Glasdach geben den Blick in den Wald frei.
Es gibt auch Platz für Fahrräder und Rollstühle.
Strom sparen bergab
Bei der Talfahrt bremsen die Wagen nicht einfach ihre Energie weg.
Stattdessen speisen sie Strom über eine Bremse ins Netz zurück.
Das spart rund 75 Prozent beim Stromverbrauch.
So fährt eine alte Bahn mit moderner Technik.
Eine der ältesten ihrer Art
Die Bahn wurde bereits 1884 eröffnet.
Damit zählt sie zu den ältesten Bergbahnen Amerikas.
Sie war schon da, lange bevor die Christusstatue stand.
Über die Jahrzehnte wurde sie mehrfach erneuert.
Zum Vergleich mit Europa
In der Schweiz fahren ähnliche Zahnradbahnen auf viel höhere Gipfel.
Die Corcovado-Bahn ist kürzer und niedriger, aber genauso steil.
In Deutschland erschließt etwa die Zugspitzbahn mit Zahnrad das Hochgebirge.
Das Prinzip ist überall dasselbe: ein Zahnrad gegen die Schwerkraft.
Was die Zahl bedeutet
Knapp vier Kilometer klingen nach einem Spaziergang.
Doch diese vier Kilometer führen fast senkrecht durch den Dschungel.
Die Bahn macht aus einem schweißtreibenden Aufstieg eine Viertelstunde Fahrt.
Genau darin liegt ihr Wert für die Millionen Besucher.
Ein Berg, eine Bahn, ein Wahrzeichen
Kaum ein Bild von Rio kommt ohne den Corcovado aus.
Die kleine Bahn ist seit 1884 der Schlüssel zu diesem Blick.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: 3824 Meter hinauf zur Statue.
Sie ist eine der schönsten kurzen Bahnfahrten der Welt.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
