Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug klettert gleich fast neun Kilometer weit auf einen Berg im Tessin.“
Wie lang ist die Monte-Generoso-Bahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Monte-Generoso-Bahn im Tessin ist 8,991 Kilometer lang und überwindet dabei 1328 Höhenmeter. Sie ist die einzige Schmalspur-Zahnradbahn der Schweiz südlich der Alpen und fährt seit 1890.
Im Süden der Schweiz, am Luganersee, beginnt eine ungewöhnliche Reise.
Von fast null startet ein kleiner Zug und klettert auf einen über 1600 Meter hohen Berg.
Die Monte-Generoso-Bahn ist dabei die einzige ihrer Art südlich der Alpen.

Die wichtigsten Zahlen
8,991 km
Länge der Strecke
eingleisig, Zahnstange
1328 m
überwundene Höhe
von Capolago bis zum Gipfel
22 %
maximale Steigung
System Abt
800 mm
Spurweite
Schmalspur
1601 m
Bergstation
Generoso Vetta
1890
Eröffnung
seit 1982 elektrisch
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Ferrovia Monte Generoso“. Alle Zahlen gerundet.
Die große Zahl
Die Monte-Generoso-Bahn ist 8,991 Kilometer lang.
Auf dieser kurzen Strecke überwindet sie 1328 Höhenmeter.
Sie startet in Capolago auf 273 Metern über dem Meer.
Ihre Bergstation Generoso Vetta liegt auf 1601 Metern.

Von Capolago auf den Berg
Ausgangspunkt ist der Ort Capolago am Südzipfel des Luganersees.
Gleich hinter dem Bahnhof überquert die Bahn die Gotthardstrecke.
Dann zieht sie steil den Hang hinauf nach Süden.
Am Ende erreicht sie nach einigen kurzen Tunneln die Bergstation.
Gut zu wissen
Die eingleisige Strecke ist 8,991 Kilometer lang, hat eine Spurweite von 800 Millimetern und überwindet 1328 Höhenmeter bei maximal 22 Prozent Steigung nach dem Zahnstangensystem Abt.
Eröffnet wurde die Bahn am 4. Juni 1890; seit 1982 fährt sie elektrisch und gehört heute dem Migros-Genossenschafts-Bund.
Zahnrad nach System Abt
Eine normale Bahn würde an solchen Steigungen durchdrehen.
Deshalb greift ein Zahnrad des Zuges in eine Zahnstange im Gleis.
Hier kommt das verbreitete System Abt zum Einsatz.
So schafft der Zug eine maximale Neigung von 22 Prozent.
Die einzige südlich der Alpen
In der Schweiz gibt es viele Zahnradbahnen.
Doch südlich der Alpen ist die Monte-Generoso-Bahn die einzige in Schmalspur.
Sie liegt im italienischsprachigen Tessin, nahe der Grenze zu Italien.
Das macht sie zu einer kleinen Besonderheit im Schweizer Bahnland.
Schmalspur mit 800 Millimetern
Die Gleise stehen nur 800 Millimeter auseinander.
Das ist deutlich schmaler als eine normale Bahn.
Schmale Spuren lassen engere Kurven und steilere Hänge zu.
Für eine Bergbahn ist das ein großer Vorteil.
Seit 1890 unterwegs
Nach 16 Monaten Bauzeit wurde die Bahn am 4. Juni 1890 eröffnet.
Damit gehört sie zu den älteren Bergbahnen der Schweiz.
Anfangs fuhr sie mit Dampf, später wurde sie umgebaut.
Über 130 Jahre bringt sie nun schon Gäste auf den Berg.
Vom Dampf zum Strom
Zu Beginn zogen Zahnrad-Dampfloks die Wagen den Berg hinauf.
Das Wasser dafür lieferte der nahe Luganersee.
Seit 1982 fährt die Bahn elektrisch mit 800 Volt Gleichstrom.
Den Strom bezieht sie über eine Oberleitung.
Wem die Bahn gehört
Eigentümerin ist heute der Migros-Genossenschafts-Bund.
Der Handelskonzern betreibt die Bahn als Ausflugsziel.
Rund 55 Menschen arbeiteten 2024 für das Unternehmen.
Neben der Bahn gehören auch Gaststätten und ein Campingplatz dazu.
Nur im Halbjahr
Die Bahn fährt nicht das ganze Jahr nach festem Takt.
Von April bis Oktober verkehrt sie täglich.
Von Dezember bis März fährt sie an Wochenenden und Feiertagen.
Sie ist damit vor allem eine Bahn für Ausflügler.
Was oben wartet
Auf dem Gipfel steht das Gebäude Fiore di pietra, die steinerne Blume.
Bei der Mittelstation lädt das Buffet Bellavista zur Rast.
Von oben reicht der Blick weit über die Seen und Berge.
Bei klarem Wetter sieht man bis in die Po-Ebene und zu den Alpen.
Wie sich das einordnet
Die Schweiz ist das Land der Zahnradbahnen schlechthin.
Berühmter sind die Pilatusbahn oder die Bahn aufs Jungfraujoch.
Der Monte Generoso ist niedriger, aber genauso steil erschlossen.
Er ist der Aussichtsberg des Südens.
Zum Vergleich
Die steilste Zahnradbahn der Welt, die Pilatusbahn, schafft bis zu 48 Prozent.
Mit 22 Prozent ist der Monte Generoso deutlich sanfter unterwegs.
Dafür ist seine Strecke mit fast neun Kilometern recht lang.
Jede dieser Bahnen hat ihren eigenen Rekord.
Was die Zahl bedeutet
Neun Kilometer klingen nach wenig für eine Zugstrecke.
Doch jeder davon führt steil bergauf, Meter um Meter.
Die Bahn verwandelt einen anstrengenden Aufstieg in eine gemütliche Fahrt.
Genau das war schon 1890 ihr Sinn.
Ein Balkon über dem Tessin
Der Monte Generoso gilt als einer der schönsten Aussichtsberge der Südschweiz.
Die Bahn macht seinen Gipfel für jeden erreichbar.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: 8,991 Kilometer und 1328 Höhenmeter.
Mehr braucht es nicht, um aus einem See einen Gipfel zu machen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
