Wie lang ist die Centovallibahn?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, diese Bahn fährt rund 51 Kilometer von Locarno durch enge Täler bis nach Domodossola in Italien.“

Wie lang ist die Centovallibahn?

→ Eine grenzüberschreitende Bergbahn in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Centovallibahn verbindet Locarno im Schweizer Tessin mit Domodossola in Italien. Die ganze Strecke ist rund 51 Kilometer lang, davon liegen 18,95 Kilometer als Schweizer Abschnitt bis zur Grenze. Gebaut ist sie in Meterspur und steigt mit bis zu 60 Promille sehr steil an. Eröffnet wurde die internationale Bahn 1923.

Manche Bahnen bleiben brav im eigenen Land, diese nicht.

Die Centovallibahn fährt von der Schweiz mitten hinein nach Italien.

Auf rund 51 Kilometern durchquert sie dabei enge Bergtäler.

Centovalli cassinam 194
Foto: Cassinam, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

≈ 51 km

ganze Strecke

Locarno–Domodossola

18,95 km

Schweizer Abschnitt

Locarno bis zur Landesgrenze

60 ‰

größte Steigung

sehr steil für eine Adhäsionsbahn

1923

Eröffnung

als internationale Verbindung

Die ganze Strecke Locarno–Domodossola ist rund 51 Kilometer lang; der schweizerische Abschnitt bis zur Grenze misst 18,95 Kilometer.

Zwei Länder, eine Bahn

Die Centovallibahn beginnt in Locarno im Schweizer Kanton Tessin.

Von dort fährt sie durch das Centovalli bis an die italienische Grenze.

Jenseits der Grenze führt sie als Vigezzina weiter nach Domodossola.

Die ganze Strecke ist rund 51 Kilometer lang.

Gebaut ist sie durchgehend in Meterspur.

Bahnhof Camedo der Centovallibahn
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie die Zahl zustande kommt

Die rund 51 Kilometer messen den Weg von Locarno bis Domodossola.

Davon liegen 18,95 Kilometer auf Schweizer Seite bis zur Grenze.

Der längere Teil der Strecke verläuft in Italien.

Beide Abschnitte gehören aber zu einer durchgehenden Bahn.

So entsteht aus zwei Hälften eine grenzüberschreitende Strecke.

Gut zu wissen

Die ganze Strecke Locarno–Domodossola ist rund 51 Kilometer lang; der schweizerische Abschnitt bis zur Grenze misst 18,95 Kilometer.

Betrieben wird die Bahn auf Schweizer Seite von der FART, in Italien als Vigezzina von der SSIF.

Durch das Centovalli

Der Name Centovalli bedeutet so viel wie hundert Täler.

Die Bahn schlängelt sich durch eine zerklüftete Berglandschaft.

Tiefe Schluchten und hohe Viadukte prägen die Strecke.

Immer wieder öffnet sich der Blick in die Täler.

Dieser Abschnitt gilt als besonders eindrucksvoll.

Weiter als Vigezzina

Hinter der Grenze heißt die Bahn in Italien Vigezzina.

Sie führt durch das Valle Vigezzo bis Domodossola.

Betrieben wird dieser Teil von einer italienischen Gesellschaft.

Auch hier geht es durch enge, grüne Täler.

Die Landschaft wechselt, die Spur bleibt gleich.

Eine sehr steile Strecke

Die Centovallibahn steigt mit bis zu 60 Promille an.

Das sind 60 Meter Höhengewinn auf 1000 Meter Strecke.

Für eine Bahn ohne Zahnstange ist das extrem steil.

Die Fahrzeuge müssen allein über die Reibung der Räder halten.

Diese Steigung macht die Fahrt technisch anspruchsvoll.

Verbindung zweier großer Linien

Die Centovallibahn hängt nicht in der Luft.

In Locarno schließt sie an die Gotthardbahn an.

In Domodossola trifft sie auf die Simplonstrecke.

So verbindet die schmale Bergbahn zwei große Hauptlinien.

Sie ist damit mehr als eine reine Ausflugsbahn.

Zwei Gesellschaften, eine Strecke

Die internationale Bahn hat zwei Betreiber.

Auf Schweizer Seite ist es die FART.

Auf italienischer Seite betreibt die SSIF die Vigezzina.

Beide arbeiten eng zusammen.

So fährt ein Zug durchgehend über die Grenze.

Seit 1923 unterwegs

Offiziell eröffnet wurde die Bahn im November 1923.

Grundlage war ein Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Italien.

Von Anfang an war die Strecke grenzüberschreitend gedacht.

Über 100 Jahre verbindet sie nun die beiden Länder.

Damit gehört sie zu den älteren internationalen Bergbahnen.

Der unterirdische Bahnhof in Locarno

In Locarno wurde die Strecke später unter die Erde verlegt.

Ein Tunnel von 2791 Metern Länge führt heute aus der Stadt.

Er ging 1990 in Betrieb und hat eigene Haltestellen.

Schon ab 1980 war der internationale Verkehr wieder möglich.

So verschwand die Bahn in der Stadt von der Straße.

Viele kleine Stationen

Auf ihrer Strecke hält die Bahn sehr oft.

Im Schweizer Abschnitt gibt es 14 Stationen und Haltestellen.

Auf der italienischen Seite sind es sogar 19.

Manche Halte werden allerdings nur noch selten bedient.

So erschließt die Bahn viele kleine Orte in den Tälern.

Warum Meterspur

Im engen Gebirge war eine breite Spur unmöglich.

Die Meterspur mit 1000 Millimetern erlaubt enge Kurven.

Dadurch ließ sich die Strecke an die steilen Hänge legen.

Kleinere Fahrzeuge passen besser in die schmalen Täler.

So wurde die Bahn trotz des Geländes überhaupt möglich.

Eine der schönsten Bergbahnen

Die Centovallibahn gilt als besonders reizvoll.

Viadukte, Brücken und Tunnel reihen sich aneinander.

Im Herbst leuchten die Wälder in kräftigen Farben.

Viele Reisende fahren die Strecke allein der Aussicht wegen.

So ist die Bahn selbst ein Ziel geworden.

Grenzüberschreitend fahren

Nur wenige Bahnen überqueren so selbstverständlich eine Grenze.

Fahrgäste reisen ohne Umsteigen von der Schweiz nach Italien.

Die Bahn verbindet zwei Sprachen und zwei Länder.

Für die Region ist sie eine wichtige Verbindung.

Zugleich ist sie ein beliebter touristischer Weg.

Was 51 Kilometer bedeuten

51 Kilometer sind auf einer Hauptbahn schnell gefahren.

In den Bergtälern werden sie zu einer langen, schönen Reise.

Die Strecke verbindet zwei Länder und zwei große Bahnlinien.

Jeder Kilometer führt durch neue Täler und über neue Brücken.

Deshalb ist diese Zahl mehr als eine reine Entfernung.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Centovallibahn?
Die durchgehende Strecke von Locarno nach Domodossola ist rund 51 Kilometer lang. Davon liegen 18,95 Kilometer als Schweizer Abschnitt bis zur Grenze.
Durch welche Länder fährt sie?
Durch die Schweiz und Italien. Sie beginnt in Locarno im Tessin und führt durch das Centovalli und das Valle Vigezzo bis Domodossola in Italien.
Wie steil ist die Strecke?
Sehr steil. Die größte Steigung beträgt 60 Promille, und das ganz ohne Zahnstange, allein über die Reibung der Räder.
Seit wann fährt die Bahn?
Seit 1923. Grundlage war ein Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Italien. Der internationale Verkehr wurde nach einer Unterbrechung 1980 wieder aufgenommen.
Welche Linien verbindet sie?
In Locarno schließt sie an die Gotthardbahn an, in Domodossola an die Simplonstrecke. So verbindet die kleine Bergbahn zwei große Hauptlinien.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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