Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, diese Bahn fährt rund 51 Kilometer von Locarno durch enge Täler bis nach Domodossola in Italien.“
Wie lang ist die Centovallibahn?
→ Eine grenzüberschreitende Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Centovallibahn verbindet Locarno im Schweizer Tessin mit Domodossola in Italien. Die ganze Strecke ist rund 51 Kilometer lang, davon liegen 18,95 Kilometer als Schweizer Abschnitt bis zur Grenze. Gebaut ist sie in Meterspur und steigt mit bis zu 60 Promille sehr steil an. Eröffnet wurde die internationale Bahn 1923.
Manche Bahnen bleiben brav im eigenen Land, diese nicht.
Die Centovallibahn fährt von der Schweiz mitten hinein nach Italien.
Auf rund 51 Kilometern durchquert sie dabei enge Bergtäler.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 51 km
ganze Strecke
Locarno–Domodossola
18,95 km
Schweizer Abschnitt
Locarno bis zur Landesgrenze
60 ‰
größte Steigung
sehr steil für eine Adhäsionsbahn
1923
Eröffnung
als internationale Verbindung
Die ganze Strecke Locarno–Domodossola ist rund 51 Kilometer lang; der schweizerische Abschnitt bis zur Grenze misst 18,95 Kilometer.
Zwei Länder, eine Bahn
Die Centovallibahn beginnt in Locarno im Schweizer Kanton Tessin.
Von dort fährt sie durch das Centovalli bis an die italienische Grenze.
Jenseits der Grenze führt sie als Vigezzina weiter nach Domodossola.
Die ganze Strecke ist rund 51 Kilometer lang.
Gebaut ist sie durchgehend in Meterspur.

Wie die Zahl zustande kommt
Die rund 51 Kilometer messen den Weg von Locarno bis Domodossola.
Davon liegen 18,95 Kilometer auf Schweizer Seite bis zur Grenze.
Der längere Teil der Strecke verläuft in Italien.
Beide Abschnitte gehören aber zu einer durchgehenden Bahn.
So entsteht aus zwei Hälften eine grenzüberschreitende Strecke.
Gut zu wissen
Die ganze Strecke Locarno–Domodossola ist rund 51 Kilometer lang; der schweizerische Abschnitt bis zur Grenze misst 18,95 Kilometer.
Betrieben wird die Bahn auf Schweizer Seite von der FART, in Italien als Vigezzina von der SSIF.
Durch das Centovalli
Der Name Centovalli bedeutet so viel wie hundert Täler.
Die Bahn schlängelt sich durch eine zerklüftete Berglandschaft.
Tiefe Schluchten und hohe Viadukte prägen die Strecke.
Immer wieder öffnet sich der Blick in die Täler.
Dieser Abschnitt gilt als besonders eindrucksvoll.
Weiter als Vigezzina
Hinter der Grenze heißt die Bahn in Italien Vigezzina.
Sie führt durch das Valle Vigezzo bis Domodossola.
Betrieben wird dieser Teil von einer italienischen Gesellschaft.
Auch hier geht es durch enge, grüne Täler.
Die Landschaft wechselt, die Spur bleibt gleich.
Eine sehr steile Strecke
Die Centovallibahn steigt mit bis zu 60 Promille an.
Das sind 60 Meter Höhengewinn auf 1000 Meter Strecke.
Für eine Bahn ohne Zahnstange ist das extrem steil.
Die Fahrzeuge müssen allein über die Reibung der Räder halten.
Diese Steigung macht die Fahrt technisch anspruchsvoll.
Verbindung zweier großer Linien
Die Centovallibahn hängt nicht in der Luft.
In Locarno schließt sie an die Gotthardbahn an.
In Domodossola trifft sie auf die Simplonstrecke.
So verbindet die schmale Bergbahn zwei große Hauptlinien.
Sie ist damit mehr als eine reine Ausflugsbahn.
Zwei Gesellschaften, eine Strecke
Die internationale Bahn hat zwei Betreiber.
Auf Schweizer Seite ist es die FART.
Auf italienischer Seite betreibt die SSIF die Vigezzina.
Beide arbeiten eng zusammen.
So fährt ein Zug durchgehend über die Grenze.
Seit 1923 unterwegs
Offiziell eröffnet wurde die Bahn im November 1923.
Grundlage war ein Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Italien.
Von Anfang an war die Strecke grenzüberschreitend gedacht.
Über 100 Jahre verbindet sie nun die beiden Länder.
Damit gehört sie zu den älteren internationalen Bergbahnen.
Der unterirdische Bahnhof in Locarno
In Locarno wurde die Strecke später unter die Erde verlegt.
Ein Tunnel von 2791 Metern Länge führt heute aus der Stadt.
Er ging 1990 in Betrieb und hat eigene Haltestellen.
Schon ab 1980 war der internationale Verkehr wieder möglich.
So verschwand die Bahn in der Stadt von der Straße.
Viele kleine Stationen
Auf ihrer Strecke hält die Bahn sehr oft.
Im Schweizer Abschnitt gibt es 14 Stationen und Haltestellen.
Auf der italienischen Seite sind es sogar 19.
Manche Halte werden allerdings nur noch selten bedient.
So erschließt die Bahn viele kleine Orte in den Tälern.
Warum Meterspur
Im engen Gebirge war eine breite Spur unmöglich.
Die Meterspur mit 1000 Millimetern erlaubt enge Kurven.
Dadurch ließ sich die Strecke an die steilen Hänge legen.
Kleinere Fahrzeuge passen besser in die schmalen Täler.
So wurde die Bahn trotz des Geländes überhaupt möglich.
Eine der schönsten Bergbahnen
Die Centovallibahn gilt als besonders reizvoll.
Viadukte, Brücken und Tunnel reihen sich aneinander.
Im Herbst leuchten die Wälder in kräftigen Farben.
Viele Reisende fahren die Strecke allein der Aussicht wegen.
So ist die Bahn selbst ein Ziel geworden.
Grenzüberschreitend fahren
Nur wenige Bahnen überqueren so selbstverständlich eine Grenze.
Fahrgäste reisen ohne Umsteigen von der Schweiz nach Italien.
Die Bahn verbindet zwei Sprachen und zwei Länder.
Für die Region ist sie eine wichtige Verbindung.
Zugleich ist sie ein beliebter touristischer Weg.
Was 51 Kilometer bedeuten
51 Kilometer sind auf einer Hauptbahn schnell gefahren.
In den Bergtälern werden sie zu einer langen, schönen Reise.
Die Strecke verbindet zwei Länder und zwei große Bahnlinien.
Jeder Kilometer führt durch neue Täler und über neue Brücken.
Deshalb ist diese Zahl mehr als eine reine Entfernung.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
