Stimmt es, dass …?
„Einstieg zum Rasenden Roland: Bitte beachten Sie, hier zieht noch eine echte Dampflokomotive den Zug.“
Stimmt es, dass der Rasende Roland auf Rügen noch mit Dampf fährt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand – und aus dem Schornstein kommt die Antwort.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt: Der Rasende Roland auf Rügen fährt bis heute mit echten Dampflokomotiven. Die Schmalspurbahn verkehrt ganzjährig nach Fahrplan zwischen Putbus und Göhren und ist kein reiner Museumsbetrieb.
Auf Rügen schnauft eine Dampfbahn nicht nur am Wochenende, sondern das ganze Jahr über.
Der Rasende Roland gehört zum Alltag der Insel wie Strand und Steilküste.
Dabei ist er weit mehr als eine nostalgische Attraktion.

Die Fakten in Zahlen
750 mm
Spurweite
echte Schmalspur
24,1 km
Strecke
Putbus–Göhren
1895 / 1899
Eröffnung
bis Göhren im Jahr 1899
ganzjährig
Dampf nach Fahrplan
überwiegend mit Dampflok
Quelle: Wikipedia („Rügensche Kleinbahn“); Betreiber seit 2008 ist die Pressnitztalbahn als Rügensche BäderBahn.
Ein Dampfzug mitten im Alltag
Der Rasende Roland ist eine Schmalspurbahn im Osten der Insel Rügen.
Vor seinen Zügen hängt noch heute eine echte, qualmende Dampflokomotive.
Das ist kein seltener Sonderverkehr, sondern der normale Fahrplan.
Täglich pendelt die Bahn zwischen den Ostseebädern hin und her.
So verbindet sie Nostalgie und Nahverkehr auf eine seltene Weise.

Die Strecke über die Insel
Die Bahn fährt von Putbus über Binz und Sellin bis nach Göhren.
Die Strecke ist rund vierundzwanzig Kilometer lang.
Sie führt durch Wälder, über sanfte Hügel und nahe an die Küste.
In Putbus und Lauterbach besteht Anschluss an das normale Bahnnetz.
Für viele Gäste ist die Fahrt selbst schon das Ausflugsziel.
Gut zu wissen
Eine Schmalspurbahn hat schmalere Gleise als die normale Eisenbahn, hier sind es 750 Millimeter.
Der Rasende Roland verkehrt ganzjährig und überwiegend mit Dampf, nicht nur zu besonderen Anlässen.
Schmal, aber ernst gemeint
Die Gleise liegen nur siebenhundertfünfzig Millimeter auseinander.
Das ist deutlich schmaler als bei einer normalen Eisenbahn.
Die kleinen Wagen und Loks wirken dadurch fast wie aus einem Bilderbuch.
Trotzdem ist der Rasende Roland eine echte öffentliche Bahn.
Er fährt nach festem Fahrplan und verkauft ganz normale Fahrkarten.
Seit über hundert Jahren unterwegs
Die erste Teilstrecke der Bahn ging im Jahr 1895 in Betrieb.
Bis nach Göhren fuhr sie ab dem Jahr 1899.
Seitdem hat sie zwei Weltkriege und viele Umbrüche überstanden.
Immer wieder stand ihre Zukunft in Frage, doch sie blieb erhalten.
Heute gehört sie zu den bekanntesten Schmalspurbahnen Deutschlands.
Warum er Rasender Roland heißt
Der Name klingt nach hohem Tempo, meint es aber mit einem Augenzwinkern.
Tatsächlich zuckelt die Bahn gemütlich über die Insel.
Ihre Geschwindigkeit liegt weit unter der eines modernen Zuges.
Gerade diese Ruhe macht den Reiz der Fahrt aus.
Der ironische Name ist längst zum Markenzeichen geworden.
Dampf nach Fahrplan
Den Betrieb führt seit 2008 die Pressnitztalbahn unter dem Namen Rügensche BäderBahn.
Die Züge verkehren das ganze Jahr über nach einem festen Fahrplan.
Vor ihnen arbeiten überwiegend historische Dampflokomotiven.
Heizer und Lokführer halten das alte Handwerk damit lebendig.
So bleibt der Dampfbetrieb auf Rügen ein Stück gelebter Alltag.
Zwischen Nostalgie und Nahverkehr
Im Sommer drängen sich Ausflügler in den kleinen Wagen.
Doch auch Einheimische nutzen die Bahn für kurze Wege.
Der Rasende Roland ist damit mehr als eine Museumsbahn.
Er zeigt, dass Dampfbetrieb und echter Verkehr zusammenpassen können.
Genau das macht ihn in Deutschland zu einer Besonderheit.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Der Rasende Roland auf Rügen fährt bis heute mit echten Dampflokomotiven.
Die Schmalspurbahn verkehrt ganzjährig nach Fahrplan zwischen Putbus und Göhren.
Sie ist damit kein reiner Museumsbetrieb, sondern gelebter Alltag.
Auf Rügen gehört der Dampf schlicht zum Fahrplan.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
