Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins steht der Vulkan-Expreß nach Engeln, bitte einsteigen und an die Steilstrecke denken.“
Wie lang ist die Brohltalbahn?
→ Eine Schmalspurbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Brohltalbahn verbindet Brohl am Rhein mit der Eifel und wird heute auf 17,75 Kilometern als Vulkan-Expreß betrieben. Ursprünglich reichte die meterspurige Strecke 23,83 Kilometer weit bis Kempenich.
Zwischen Rhein und Eifel fährt eine der bekanntesten Schmalspurbahnen im Westen Deutschlands.
Die Brohltalbahn trägt heute den Namen Vulkan-Expreß und bringt Ausflügler vom Rheintal hinauf in die Höhen der Osteifel.
Ihre Länge erzählt zugleich von einer langen Geschichte aus Güterverkehr, Steilstrecke und touristischem Neuanfang.

Die Brohltalbahn in Zahlen
17,75 km
heutige Länge
als Vulkan-Expreß
23,83 km
ursprüngliche Strecke
Brohl–Kempenich
1000 mm
Spurweite
Meterspur
1901
Eröffnung
erster Abschnitt
Die Steilstrecke von Oberzissen nach Engeln ist 5,5 Kilometer lang und war zunächst eine Zahnstangenstrecke.
Die wichtigste Zahl
Heute wird die Brohltalbahn auf 17,75 Kilometern Länge betrieben.
Diese Strecke führt von Brohl am Rhein durch das Brohltal hinauf nach Engeln in der Eifel.
Betrieben wird sie als Touristikbahn unter dem Namen Vulkan-Expreß.
Zusätzlich dient die Strecke bis heute dem Güterverkehr.

Von Brohl am Rhein nach Engeln
Die Bahn beginnt in Brohl, einem Ort direkt am Rhein.
Von dort folgt sie dem Tal des Brohlbachs bergauf in Richtung Eifel.
Zu den Stationen zählen unter anderem Burgbrohl und Oberzissen.
Der höchste erreichte Punkt der heutigen Strecke liegt in Engeln.
Gut zu wissen
Der Vulkan-Expreß verkehrt vor allem in der warmen Jahreszeit als Ausflugsbahn.
Wer die Steilstrecke nach Engeln erlebt, merkt deutlich den Höhenunterschied zwischen Rheintal und Eifel.
Die ursprüngliche Strecke bis Kempenich
Geplant und gebaut wurde die Bahn als 23,83 Kilometer lange Verbindung von Brohl bis Kempenich.
Damit war sie deutlich länger als der heute befahrene Abschnitt.
Der Teil jenseits von Engeln wird im Ausflugsverkehr nicht mehr bedient.
So steht die kürzere heutige Länge für einen Rückbau und eine neue, touristische Nutzung.
Schmalspur in Meterspur
Die Brohltalbahn ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 1000 Millimetern.
Diese Spurweite heißt Meterspur, weil der Abstand der Schienen genau einen Meter beträgt.
Schmalspurbahnen brauchen weniger Platz und lassen engere Kurven zu als das normale Netz.
Gerade in einem Mittelgebirge wie der Eifel war das ein großer Vorteil beim Bau.
Konzession und Bau
Die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft erhielt am 19. August 1895 die Konzession für die Bahn.
Sie war eine Tochtergesellschaft der Firma Lenz und Co. mit Sitz in Köln.
Der eigentliche Bau der Strecke begann im Jahr 1898.
Geplant war von Anfang an eine Bahn für Personen- und Güterverkehr.
Die Eröffnung 1901 und 1902
Der erste, 17,5 Kilometer lange Abschnitt von Brohl bis Engeln wurde am 14. Januar 1901 eröffnet.
Knapp ein Jahr später folgte am 2. Januar 1902 die Gesamtstrecke bis Kempenich.
Damit war die Bahn in zwei Schritten fertiggestellt.
Der frühe Abschnitt bis Engeln entspricht ungefähr der heute touristisch genutzten Strecke.
Die Steilstrecke nach Engeln
Zwischen Oberzissen und Engeln überwindet die Bahn auf 5,5 Kilometern einen steilen Anstieg.
Diese Steilstrecke war zunächst als Zahnstangenstrecke angelegt.
Verwendet wurde das System Abt mit zwei Lamellen für die Steigung.
Die Steigung beträgt dort 1 zu 20, das entspricht 50 Promille.
Der Hafen in Brohl
Schon 1897 erhielt die Gesellschaft das Recht auf einen Anschluss an den Winterhafen in Brohl.
Die 1,95 Kilometer lange Gleisverbindung zum Rheinhafen wurde 1904 fertiggestellt.
So konnten Güter direkt zwischen Bahn und Schiff umgeladen werden.
Der Rhein war damit das natürliche Tor für die Transporte aus dem Tal.
Warum Vulkan-Expreß?
Das Brohltal liegt in der vulkanisch geprägten Osteifel.
Zu den wichtigsten Transportgütern der Bahn gehörte früher der Trass.
Trass ist ein vulkanisches Gestein, das als Zuschlag für Mörtel verwendet wird.
Der heutige Name Vulkan-Expreß erinnert an diese vulkanische Landschaft.
Güterverkehr bis heute
Neben dem Ausflugsverkehr fährt die Brohltalbahn weiterhin Güter.
Damit zählt sie zu den wenigen deutschen Schmalspurbahnen mit Güterverkehr.
Der Güterverkehr knüpft an die lange Tradition der Transporte aus dem Brohltal an.
Personen- und Güterverkehr teilen sich dieselbe meterspurige Strecke.
Vom Alltagsverkehr zur Touristikbahn
Wie viele kleine Bahnen verlor auch die Brohltalbahn ihre frühere Bedeutung im Alltag.
Heute steht das Erlebnis der Fahrt durch Tal und Eifel im Vordergrund.
Der Vulkan-Expreß bringt vor allem Ausflügler und Wanderer auf die Höhen.
So wurde aus einer Güter- und Personenbahn eine beliebte Ausflugsstrecke.
Die Meterspur im Vergleich
Viele deutsche Schmalspurbahnen sind nur wenige Kilometer lang.
Mit knapp 18 Kilometern Betriebslänge gehört die Brohltalbahn zu den längeren erhaltenen Strecken dieser Art.
Ihre Meterspur findet sich in Deutschland zum Beispiel auch bei den Harzer Schmalspurbahnen.
Solche Vergleiche zeigen, wie unterschiedlich lang Schmalspurbahnen ausfallen können.
Anschluss ans große Netz
In Brohl trifft die Schmalspurbahn auf die Bahnstrecke am linken Rheinufer.
Reisende können dort zwischen dem großen Netz und der Schmalspurbahn wechseln.
Früher war dieser Übergang vor allem für den Gütertransport wichtig.
Über den Rheinhafen kam zusätzlich der Weg über das Wasser hinzu.
Zahlen zum Mitnehmen
Die Brohltalbahn wird heute auf 17,75 Kilometern als Vulkan-Expreß betrieben.
Ursprünglich war die meterspurige Strecke 23,83 Kilometer lang und reichte bis Kempenich.
Auf 5,5 Kilometern zwischen Oberzissen und Engeln klettert die Bahn besonders steil bergan.
Eröffnet wurde die Strecke in zwei Schritten 1901 und 1902.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
