Ortstermin
„Nächster Halt Nîmes, bitte beim Aussteigen auf den Abstand zwischen Zug und Bahnsteig achten.“
Der Bahnhof Nîmes, wo römische Arenen auf den TGV treffen
→ Ein Ortstermin in Okzitanien.
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Kurz gesagt
Nîmes verbindet ein lebendiges römisches Erbe mit einem Bahnhof, der seit den 1840er Jahren auf einem Viadukt am Rand der Altstadt steht. Über vier Millionen Reisende nutzten ihn im Jahr 2024.
Wer in Nîmes aus dem Zug steigt, steht mitten in einer Stadt, die seit der Römerzeit vom Reisen lebt.
Der Bahnhof liegt nur wenige Schritte von der Esplanade und dem antiken Amphitheater entfernt.
Dieser Ortstermin führt vom Bahnsteig bis zu den großen Bauten der alten Colonia Nemausus.

Ein Bahnhof auf einem Viadukt
Der Bahnhof Nîmes steht südöstlich der Altstadt auf einem langgestreckten Viadukt.
Diese erhöhte Lage ergab sich, weil die Bahnstrecke die Innenstadt nur tangiert.
So müssen Reisende vom Bahnsteig nur die Treppen hinunter, um mitten in der Stadt zu sein.
Das Empfangsgebäude öffnet sich zur Avenue Feuchères, einer breiten Allee Richtung Zentrum.
Von dort sind es zu Fuß nur wenige Minuten bis zu den berühmten Arenen.

Die Anfänge der Schiene in Nîmes
Die Eisenbahn kam früh nach Nîmes, schon im Jahr 1839.
Damals eröffnete die Compagnie des mines de la Grand’Combe den 26 Kilometer langen Abschnitt nach Beaucaire.
Der heutige Bahnhof entstand wenig später, zwischen 1840 und 1844.
Errichtet wurde er von der Bahngesellschaft für die Strecke von Montpellier nach Nîmes.
Damit gehörte Nîmes zu den ersten Städten im Süden Frankreichs mit festem Bahnanschluss.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Nîmes liegt an der Avenue Feuchères, rund einen Kilometer südöstlich der Arenen.
Fernzüge fahren von hier nach Paris, Marseille und bis nach Barcelona und Madrid.
Ein zweiter Bahnhof, Nîmes-Pont-du-Gard, liegt außerhalb und wird nur von einem Teil der Fernzüge bedient.
Wohin die Züge heute fahren
Heute ist der Bahnhof Nîmes der größte Bahnhof der SNCF in der Stadt.
Schnelle TGV-Züge und spanische AVE-Züge halten hier auf dem Weg zwischen Frankreich und Spanien.
Sie verbinden Nîmes unter anderem mit Paris, Lyon, Marseille, Barcelona und Madrid.
Dazu kommen Intercités-Züge und die Regionalzüge des TER Occitanie.
Diese fahren in Richtung Avignon, Narbonne, Perpignan und Clermont-Ferrand.

Der Bahnhof in Zahlen
Für die Personenzüge stehen zwei Mittelbahnsteige mit vier Bahnsteiggleisen bereit.
Im Jahr 2024 nutzten den Bahnhof mehr als vier Millionen Reisende.
Genau gezählt waren es rund 4,36 Millionen Fahrgäste.
Damit zählt Nîmes zu den wichtigen Halten an der Linie entlang des Mittelmeers.
In der Halle finden sich Schalter, Fahrkartenautomaten und eine Boutique der SNCF.

Ein zweiter Bahnhof vor den Toren
Seit Dezember 2019 hat Nîmes einen zweiten Fernbahnhof.
Er heißt Nîmes-Pont-du-Gard und liegt an der Umfahrung von Nîmes und Montpellier.
Ein Teil der schnellen Fernzüge hält seither dort draußen statt im Zentrum.
Die Mehrzahl der Fernzüge bedient aber weiterhin den alten Bahnhof mitten in der Stadt.
Für Reisende bleibt der zentrale Bahnhof damit die erste Adresse.

Das römische Erbe gleich um die Ecke
Nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt steht das größte Wahrzeichen der Stadt.
Das Amphitheater von Nîmes wurde gegen Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus erbaut.
Es misst rund 133 Meter in der Länge und 101 Meter in der Breite.
Früher boten seine Ränge Platz für über 20.000 Zuschauer.
Noch heute wird die Arena für Konzerte und für das Volksfest Feria genutzt.

Maison Carrée und Tour Magne
Ein zweiter römischer Bau liegt ebenfalls im Zentrum, die Maison Carrée.
Dieser gut erhaltene Tempel stammt vom Beginn des ersten Jahrhunderts.
Seit dem Jahr 2023 gehört er zum Welterbe der UNESCO.
Hoch über der Stadt erhebt sich außerdem die Tour Magne.
Der 32 Meter hohe Turm dient heute als Aussichtspunkt über Nîmes.

Grün und Geschichte in den Jardins de la Fontaine
Wer dem Trubel entfliehen möchte, geht in die Jardins de la Fontaine.
Diese Gartenanlage wurde im 18. Jahrhundert angelegt.
Sie gilt als eine der ersten öffentlichen Parkanlagen Europas.
Zwischen den Becken und Treppen liegt der antike Temple de Diane.
Von hier führt ein Weg hinauf zur Tour Magne.

Ankommen in Nîmes
Ankommen in Nîmes heißt, sofort mitten im Süden Frankreichs zu stehen.
Vom Bahnhof führt die Avenue Feuchères schnurgerade auf die Esplanade zu.
Von dort sind es nur ein paar Schritte bis zum antiken Amphitheater.
Wer weiter hinaus möchte, nutzt das städtische Busnetz mit dem Namen Tango.
So lässt sich ein Tag in Nîmes bequem ganz ohne Auto verbringen.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Nîmes gebaut?
Welche Fernzüge halten in Nîmes?
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Worin unterscheidet sich Nîmes-Pont-du-Gard?
Was erreicht man vom Bahnhof aus zu Fuß?
Weiterfahrt
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