Ortstermin
„Endstation Marseille-Saint-Charles: Bitte alle aussteigen, das Mittelmeer liegt gleich unterhalb.“
Der Bahnhof Marseille-Saint-Charles, Tor zum Mittelmeer
→ Ein Ortstermin auf der Anhöhe über der Marseiller Altstadt.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Marseille-Saint-Charles ist der wichtigste Bahnhof der Mittelmeerstadt und ein Kopfbahnhof mit sechzehn Gleisen. Seit der Schnellfahrstrecke LGV Méditerranée ist Paris nur noch drei Stunden entfernt.
Hoch über den Dächern von Marseille liegt der Bahnhof Saint-Charles, der wichtigste Bahnhof der Stadt.
Sein erstes Empfangsgebäude wurde schon 1848 eröffnet, als die Eisenbahn das Mittelmeer erreichte.
Heute bringt der TGV die Reisenden in nur drei Stunden von Paris hierher.

Der wichtigste Bahnhof Marseilles
Der Bahnhof Marseille-Saint-Charles ist der wichtigste Bahnhof des Großraums Marseille.
Er liegt im dritten Arrondissement auf einer kleinen Anhöhe nahe dem Stadtzentrum.
Als Kopfbahnhof verfügt er über sechzehn Bahnsteiggleise.
Diese sind mit fünfzehnhundert Volt Gleichstrom elektrifiziert.

Ein U um die Gleise
Sein erstes Empfangsgebäude wurde am 8. Januar 1848 eröffnet.
Es war wie ein U um die Gleise gebaut, mit einem Flügel für die ankommenden und einem für die abfahrenden Reisenden.
Ein Glasdach verband die beiden Flügel zu einer großen Bahnhofshalle.
Der heutige Bau wurde erst einige Jahre später vollendet.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Marseille-Saint-Charles wurde 1848 eröffnet und ist der wichtigste Bahnhof der Mittelmeerstadt.
Als Kopfbahnhof besitzt er sechzehn Bahnsteiggleise und wird von zwei Métrolinien bedient.
Seit der LGV Méditerranée ist Paris in rund drei Stunden erreichbar; 2008 nutzten den Bahnhof über 15 Millionen Reisende.
Umbau nach dem Krieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der nördliche Flügel abgerissen, um den Bahnhof erweitern zu können.
Das Dach der Halle und die es tragende Wand blieben dabei erhalten.
So verbindet der Bahnhof bis heute alte und neue Bauteile.
Nördlich der Anlage entstand zudem ein Abstellbereich für die Züge.

Drei Stunden nach Paris
Die Zahl der Reisenden stieg von gut sieben Millionen im Jahr 2000 auf mehr als fünfzehn Millionen im Jahr 2008.
Grund war vor allem die Schnellfahrstrecke LGV Méditerranée.
Sie verkürzte die Fahrzeit von Paris nach Marseille auf nur drei Stunden.
Damit rückte die Mittelmeerküste für das übrige Frankreich ein großes Stück näher.

Neuordnung um 2001
Ende der 1990er Jahre wurde eine Neuordnung des Bahnhofs nötig.
Das Projekt umfasste auch den Busbahnhof und die umliegenden Stadtteile.
Im Juni 2001 ging der umgestaltete Bahnhof mit einem völlig erneuerten Querbahnsteig in Betrieb.
Auf der Nordseite wurde 2007 die neue Halle Honnorat mit einer Fläche von 6400 Quadratmetern eröffnet.

Knoten vieler Strecken
Der Bahnhof liegt am Ende der langen Bahnstrecke von Paris nach Marseille sowie der Strecke von Lyon nach Marseille.
Zugleich ist er der Ausgangspunkt der Strecke entlang der Küste nach Ventimiglia an der italienischen Grenze.
Auch die kurze Verbindung zum Hafenbahnhof Marseille-Joliette beginnt hier.
So laufen in Saint-Charles die wichtigsten Strecken des Südostens zusammen.

TGV, AVE und Eurostar
Mit dem TGV bestehen Verbindungen nach Paris, Lyon, Lille und entlang der Küste bis Nizza und Menton.
Seit März 2012 fährt ein TGV über Lyon und Straßburg bis nach Frankfurt am Main.
Gemeinsam mit der spanischen Renfe wird eine AVE-Verbindung nach Barcelona und Madrid angeboten.
Seit Mai 2015 verbindet sogar der Eurostar Marseille mehrmals pro Woche mit London.

Nahverkehr in die Provence
Saint-Charles ist der wichtigste Knoten der Nahverkehrszüge TER Provence-Alpes-Côte d’Azur.
Von hier führen zahlreiche Linien nach Toulon, Nizza, Aix-en-Provence, Avignon und bis ins Gebirge nach Briançon.
Am Bahnhof halten außerdem beide Linien der Marseiller Métro.
Seit 2006 gibt es zudem einen großen Busbahnhof.

Ankommen in Marseille
Wer den Bahnhof verlässt, steht auf einer Anhöhe hoch über der Stadt.
Breite Treppen und Rolltreppen führen hinab in die Straßen von Marseille.
Von dort ist es nicht weit zum Alten Hafen, dem lebhaften Herzen der ältesten Stadt Frankreichs.
So empfängt der Bahnhof Saint-Charles seine Gäste mit dem Licht und dem Trubel des Mittelmeers.

Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Marseille-Saint-Charles eröffnet?
Wie viele Gleise hat der Bahnhof?
Wie lange dauert die Fahrt nach Paris?
Welche internationalen Züge halten hier?
Was liegt rund um den Bahnhof?
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