Der Bahnhof Straßburg, ein Palast unter Glas

Ortstermin

„Einfahrt in Straßburg: Der TGV nach Paris wartet unter der Glaskuppel.“

Der Bahnhof Straßburg, ein Palast unter Glas

→ Ein Ortstermin in der Hauptstadt des Elsass.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Straßburg wurde 1883 von den Reichseisenbahnen erbaut und steht seit 2007 hinter einer geschwungenen Glaskuppel. Mit 24,5 Millionen Reisenden im Jahr gehört er zu den wichtigsten Bahnhöfen Frankreichs.

Der Bahnhof Straßburg verbirgt sein altes Sandsteingesicht heute hinter einer riesigen gläsernen Welle.

Dahinter steckt ein Bau aus dem Jahr 1883, der einst der modernste Großbahnhof seiner Zeit war.

Mit mehr als vierundzwanzig Millionen Reisenden im Jahr ist er das Tor zur Hauptstadt des Elsass.

Strasbourg Railway Station inside
Foto: Arnaud Malon, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der zentrale Bahnhof des Elsass

Der Bahnhof Strasbourg-Ville, deutsch oft Straßburg Hauptbahnhof genannt, ist der zentrale Bahnhof der elsässischen Hauptstadt.

Mit rund vierundzwanzigeinhalb Millionen Reisenden im Jahr 2024 zählt er zu den wichtigsten Bahnhöfen Frankreichs.

Bedient wird er von der französischen SNCF ebenso wie von der Deutschen Bahn, der ÖBB und der SWEG.

Das innere Bahnhofsgebäude steht als Monument historique unter Denkmalschutz.

Gare de Strasbourg IMG 3679
Foto: Poudou99, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Schon der dritte Bahnhof der Stadt

Der heutige Bahnhof ist bereits der dritte der Stadt.

Ein erster, provisorischer Bahnhof wurde 1841 außerhalb der Stadtmauern eröffnet, ein Kopfbahnhof im Inneren folgte 1846.

1851 eröffnete Napoleon III. dort die Bahnstrecke von Paris nach Straßburg.

Nach dem Neubau von 1883 diente das alte Gebäude noch als Markthalle, ehe es 1974 abgerissen wurde.

Strasbourg Gare Tramway
Foto: Ikar.us, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Straßburg wurde am 15. August 1883 von den Reichseisenbahnen eröffnet und von Johann Eduard Jacobsthal entworfen.

Sein Empfangsgebäude aus Vogesen-Sandstein ist 128 Meter lang; seit 2007 steht davor eine geschwungene Glaskuppel.

Mit rund 24,5 Millionen Reisenden im Jahr ist er ein TGV-Knoten nach Paris, Deutschland und Südfrankreich.

Ein Bau der Reichseisenbahnen

Der heutige Bahnhof entstand auf dem Gelände der alten Vauban-Befestigungen unter den Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen.

Die Bauarbeiten begannen 1878 nach einem Entwurf des Berliner Architekten Johann Eduard Jacobsthal.

Neben dem Empfangsgebäude entstanden zwei parallele Bahnsteighallen.

Am 15. August 1883 wurde der Bahnhof eingeweiht, vollständig fertig war er aber erst 1898.

Strasbourg Station ()
Foto: Hugh Llewelyn, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der erste elektrisch beleuchtete Großbahnhof

Der neue Bahnhof galt als hochmodern und war der erste Großbahnhof, der vollständig elektrisch beleuchtet wurde.

Das war eine Sensation, selbst für die Reisenden des Orient-Express.

Von Anfang an gab es eine Zentralheizung, und Lastenaufzüge beförderten das Gepäck zu den Bahnsteigen.

Das Empfangsgebäude sollte groß genug sein, um eine ganze Armee abfertigen zu können.

Strasbourg façade de la gare centrale sept 2013
Foto: Claude TRUONG-NGOC, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Buntsandstein aus den Vogesen

Das Empfangsgebäude ist zweistöckig, hundertachtundzwanzig Meter lang und aus rotem Buntsandstein der Vogesen gebaut.

Das Erdgeschoss liegt auf Höhe des Vorplatzes, von wo Treppen zu den höher gelegenen Bahnsteigen führen.

Zwei stählerne Bögen überspannen die Gleisanlagen.

Die Fassade im Stil der Neorenaissance schmücken allegorische Figuren für Landwirtschaft und Industrie.

Strasbourg gare centrale hall des départs août 2013
Foto: Ctruongngoc, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Kaisersalons und verschwundene Fresken

Um 1900 wurden für den Kaiser und die Kaiserin eigene Salons eingerichtet, die diese allerdings nie nutzten.

Heute dienen diese Räume als Empfang für Ehrengäste.

Zwei Fresken, die deutsche Herrscher zeigten, verschwanden nach dem Übergang Straßburgs an Frankreich im Jahr 1918.

So erzählt der Bahnhof zugleich von der wechselvollen Geschichte des Elsass.

Gare de Strasbourg Cronenbourg
Foto: Niko67000, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Glaskuppel für den TGV

Für den Anschluss an den TGV wurde der Bahnhof 2006 und 2007 grundlegend umgebaut.

Vor das alte Empfangsgebäude setzte man eine oben geschwungene Glaswand, die einen neuen, lichten Vorraum schuf.

Zugleich wurde das größte computergesteuerte Stellwerk Frankreichs eingebaut, und der Umbau kostete rund hundertfünfzig Millionen Euro.

Am 5. November 2007 wurde der neue Bahnhof eingeweiht, unter dessen Vorplatz auch die Straßenbahn hält.

Gare base strasbourg wodli
Foto: Niko67000, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Schnellzüge nach Paris und Deutschland

Seit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke LGV Est im Juni 2007 halten erstmals TGV-Züge in Straßburg.

Etwa stündlich fahren sie nach Paris, einzelne weiter nach Bordeaux, Brüssel, Nantes und Rennes.

Nach Deutschland verkehren TGV und ICE über Karlsruhe, Frankfurt, Stuttgart, München und Freiburg.

Dazu kommen TGV nach Lyon und Marseille, der Nachtzug Nightjet nach Wien und die Regionalzüge des Netzes TER Fluo Grand Est, etwa über Mülhausen nach Basel.

Gare basse strasbourg 2
Foto: Niko67000, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Straßburg

Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zur Grande Île, der Altstadtinsel zwischen den Armen der Ill.

Dort erhebt sich das berühmte Straßburger Münster aus demselben roten Sandstein wie der Bahnhof.

Diese Altstadtinsel zählt zum Weltkulturerbe, und nicht weit entfernt liegt das Europaviertel mit dem Europäischen Parlament.

So ist der Bahnhof Straßburg das Tor zu einer Stadt zwischen Frankreich, Deutschland und Europa.

Gare basse strasbourg 1
Foto: Niko67000, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Straßburg eröffnet?
Das heutige Gebäude wurde am 15. August 1883 eingeweiht; es ist bereits der dritte Bahnhof der Stadt.
Was hat es mit der Glaskuppel auf sich?
Für den TGV-Anschluss wurde 2006 und 2007 eine geschwungene Glaswand vor das alte Empfangsgebäude gesetzt.
Woraus ist der Bahnhof gebaut?
Das 128 Meter lange Empfangsgebäude besteht aus rotem Buntsandstein der Vogesen, demselben Stein wie das Straßburger Münster.
Welche Fernzüge halten hier?
TGV-Züge nach Paris, Lyon und Marseille sowie TGV und ICE nach Karlsruhe, Frankfurt, Stuttgart und München.
Wie weit ist es in die Altstadt?
Nur wenige Minuten; vom Bahnhof erreicht man rasch die Grande Île mit dem Münster, die zum Weltkulturerbe gehört.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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