Zahlen, bitte!
„Vorsicht an der Mollistraße: Die Dampfbahn Molli fährt auf 15,43 Kilometern von Bad Doberan an die Ostsee.“
Wie lang ist die Bäderbahn Molli?
→ Eine Schmalspurbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Bäderbahn Molli in Mecklenburg ist 15,43 Kilometer lang. Ihre Spurweite beträgt nur 900 Millimeter, und sie fährt bis heute mit Dampf.
An der Ostsee tuckert eine kleine Dampfbahn durch Bad und Stadt.
Sie heißt Molli und ist schon über 135 Jahre alt.
In Bad Doberan fährt sie mitten durch die Straße.

Die wichtigsten Zahlen
15,43 km
Streckenlänge
Bad Doberan bis Kühlungsborn
900 mm
Spurweite
echte Schmalspur
1886
erstes Teilstück
Doberan–Heiligendamm
In Bad Doberan rollt der Molli über Rillenschienen im Pflaster.
Was die Bäderbahn Molli ist
Die Bäderbahn Molli ist eine Schmalspurbahn in Mecklenburg-Vorpommern.
Sie wird mit Dampf betrieben und zieht historische Wagen.
Ihr Spitzname Molli ist in der ganzen Region bekannt.
Sie verbindet die alte Stadt Bad Doberan mit der Küste.
Bis heute fährt sie täglich nach Fahrplan.

Die Länge in Zahlen
Die Strecke ist 15,43 Kilometer lang.
Sie beginnt in Bad Doberan im Landesinneren.
Ihr Ziel ist das Ostseebad Kühlungsborn.
Unterwegs hält der Zug im Seebad Heiligendamm.
Für eine Schmalspurbahn ist das eine ansehnliche Länge.
Gut zu wissen
Die Spurweite von 900 Millimetern ist schmaler als die Normalspur von 1435 Millimetern und erlaubt engere Kurven.
In Bad Doberan fährt der Molli auf Rillenschienen mitten durch die Mollistraße, ähnlich einer Straßenbahn.
Die schmale Spur
Die Spurweite beträgt nur 900 Millimeter.
Normale Eisenbahnen sind deutlich breiter.
Die schmale Spur macht enge Kurven möglich.
Gerade in der Stadt ist das ein Vorteil.
Die kleinen Loks und Wagen wirken dadurch besonders charmant.
Was die Bahn verbindet
Am einen Ende liegt die Münsterstadt Bad Doberan.
Von dort geht es zunächst zum Seebad Heiligendamm.
Heiligendamm gilt als ältestes Seebad des europäischen Festlands.
Am anderen Ende wartet das Ostseebad Kühlungsborn.
So reiht die Bahn gleich mehrere Bäder aneinander.
Mitten durch die Straße
In Bad Doberan fährt der Molli mitten durch die Stadt.
Die Gleise liegen dort als Rillenschienen im Straßenpflaster.
Das erinnert stark an eine Straßenbahn.
Die Straße trägt deshalb den Namen Mollistraße.
Fußgänger und Autos teilen sich den Platz mit der Bahn.
Durch die Lindenallee
Nach der Stadt verläuft die Strecke anders.
Sie führt entlang einer langen Lindenallee.
Hier liegen die Gleise auf eigenem Bahnkörper.
Die Bäume säumen die Fahrt wie ein grünes Dach.
Dieser Abschnitt ist bei Fahrgästen beliebt.
Am Ostseestrand entlang
Zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn kommt die Küste näher.
Die Strecke verläuft dort parallel zur Ostsee.
Außerhalb der Orte grenzt sie an weite Felder.
Der Blick geht immer wieder Richtung Wasser.
So wird die Fahrt selbst zum kleinen Ausflug.
Die Eröffnung 1886
Im Jahr 1886 erteilte der Großherzog die Konzession.
Es ging um eine schmalspurige Bahn von Doberan nach Heiligendamm.
Das erste Teilstück ging am 9. Juli 1886 in Betrieb.
Damit begann die lange Geschichte des Molli.
Später wurde die Strecke bis Kühlungsborn verlängert.
Wer die Bahn baute
Gebaut wurde die Bahn von einer privaten Firma.
Das Unternehmen Lenz und Compagnie kam aus Stettin.
Geführt wurde die Strecke zunächst von einer eigenen Gesellschaft.
Diese trug den Namen Doberan-Heiligendammer-Eisenbahn.
Heute betreibt eine eigene Molli-Gesellschaft die Bahn.
Dampf bis heute
Der Molli fährt bis heute mit Dampflokomotiven.
Das ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr.
Viele andere Bahnen stellten auf Diesel oder Strom um.
Der Dampfbetrieb gehört beim Molli zum Markenzeichen.
Für viele Gäste ist genau das der Reiz.
Ein Wahrzeichen der Region
Der Molli ist weit mehr als ein Verkehrsmittel.
Er ist ein Wahrzeichen der ganzen Küstenregion.
Auf Fotos und Postkarten ist er oft zu sehen.
Für Bad Doberan gehört er fest zum Stadtbild.
Ohne den Molli wäre die Gegend kaum vorstellbar.
Eine Bahn als Denkmal
Die Bäderbahn Molli ist ein technisches Denkmal.
Sie bewahrt die Technik einer vergangenen Zeit.
Zugleich ist sie ein Teil des Alltags geblieben.
Einheimische nutzen sie, Gäste bestaunen sie.
So verbindet die Bahn Geschichte und Gegenwart.
Wie sich die 15,43 km einordnen
Mit 15,43 Kilometern ist der Molli eine überschaubare Bahn.
Dafür ist er einer der ältesten Dampfbetriebe im Linienverkehr.
Die schmale Spur und die Straßenfahrt machen ihn einzigartig.
Länge ist hier nicht der entscheidende Wert.
Es ist die Mischung aus Technik, Alter und Lage.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
